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  • Fr., 28. Februar 2020, 08:44 Uhr
    Aufsteiger in die 2. Bundesliga fiebern dem ersten Auswärtskampf am 14. März entgegen

    1. Judo-Club Bürstadt hat motivierte junge Kämpfer 

    Die jungen Judoka und Hoffnungsträger des 1. Judo-Clubs Bürstadt (von links): Tarik Mahu (60 kg), Mohamed Asuev (66 kg), Tim Kaldschmidt (73 kg), Lukas Jäger (73 kg) und Tim Graf (bis 81 kg). Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Die Vereinsspitze ist stolz auf die 40 Judoka, die den Bürstädter Kader bilden. Ein ganz besonderes Ziel haben sie letztes Jahr erreicht – den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Den Aufstieg zu halten ist das gemeinsame Ziel von Kämpfern, Trainerin Nadine Müller und dem Vorsitzenden Reinhold Schober sowie Stellvertreter Lothar Kilian, der auch Trainer ist. Bei einer Interviewrunde wurde auch deutlich, wie stark der Teamgeist ausgeprägt und wie groß der sportliche Ehrgeiz ist – und Spaß macht der Sport auch noch. Die jungen Kämpfer sind eine starke Nachwuchsriege, auf die Trainer und Vorsitzender stolz sind. Über die Vorstellung einiger Judoka der höheren Gewichtsklassen berichtete der TIP in der vergangenen Woche. Nach einer Umorganisation der Gruppen in der Bundesliga ist der 1. JCB in der Bundesliga Männer in der Gruppe Süd/West der 2. Bundesliga, in der auch die Teams aus Karlsruhe, Mannheim-Heidelberg, Bad Homburg, Wiesbaden und Rheinland kämpfen. Als Vorteil dieser Neueinteilung benennt die Vereinsspitze kürzere Entfernungen, damit geringere Reisezeiten und Reisekosten. Nachteilig aus Sicht der Judo-Fans sind weniger Kampftage und damit einhergehend weniger Kämpfe. Vor- und Rückrunde gegen einen gegnerischen Verein werden zusammen an einem Tag ausgekämpft. Ein Mannschaftskampf besteht immer aus zwei mal sieben Kämpfen gegen die gleiche Mannschaft in einer Hin- und Rückrunde in den unterschiedlichen Gewichtsklassen. Eingeteilt sind die Gewichtsklassen bis 60, bis 66, bis 73, bis 81, bis 90, bis 100 und über 100 kg. Nach den Regen dürfen maximal vier Ausländer pro Begegnung eingesetzt werden. Die Gegner der Bürstädter Judoka sind sehr erfahrene und seit Jahren in der 2. Bundesliga aktive Mannschaften, wie Vorsitzender Schober erklärte. Als klaren Favoriten für den Meistertitel sieht er das Judoteam Mannheim-Heidelberg. Anders als bei vielen Vereinen üblich, die Kämpfer gegen Bezahlung einfliegen lassen, will sich der 1. JCB auf seine eigenen Sportler  stützen. Beim ersten Kampftag in der 2. Bundesliga am 14. März tritt der 1. JCB gegen das Judoteam Rheinland an – eine mit Spannung erwartete Begegnung. Die Heimkämpfe am 28. März und am 2. Mai sowie am 20. Juni finden in Bürstadt in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule statt. Kampfbeginn ist um 18 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr. Hannelore Nowacki

    Judo-Kämpfer stellen sich vor

    Tarik Mahu, Jahrgang 2002, Gewichtsklasse bis 60 kg, ist beim TSG Nordwest Frankfurt aktiv und hat den Grad 1. Kyu. Nach der Schule will er seine Ausbildung zum Physiotherapeuten machen. Sein Vater ist Marokkaner, seine Mutter Deutsche. Auch sportlich hat er viel vor, jetzt noch im Hessenkader, hat er das Ziel Bundeskader. Der Kontakt zum 1. Judo-Club Bürstadt war bei einem Auswärtsspiel über Trainerin Nadine Müller zustande gekommen. 

    Mohamed Asuev, Jahrgang 2002, Gewichtsklasse bis 66 kg, hat die Graduierung 1. Kyu und gibt als Erfolg den Aufstieg in die 2. Bundesliga an, wobei er den Klassenerhalt schaffen will. Am 1. JCB gefällt ihm die Mannschaft, viele Freunde habe er gefunden, mit denen er super trainieren kann, berichtet Asuev. 

     

    Tim Kaldschmidt, Jahrgang 2001, Gewichtsklasse bis 73 kg, hat den Meistergrad 1. DAN und wurde zwei Mal Hessenmeister und Südwestdeutscher Meister, 2019 Oberliga Meister und Aufstieg in die 2. Bundesliga. Er arbeitet auf eine gute Bundesliga-Saison und auf die Platzierung bei den HEM 2020 hin. Sportliche Vorbilder sind für ihn der Judokämpfer Ilias Iliadis und Aaron Donald aus dem American Football. An seinem Verein gefallen ihm der Teamgeist und der Zusammenhalt. Nach seiner Ausbildung ist er Technischer Systemplaner.  

    Lukas Jäger, Jahrgang 1996, Gewichtsklasse bis 73 kg, studiert auf Lehramt und hat die Graduierung 1. Kyu. Zu seinen Erfolgen zählt er den 3. Platz in der Deutschen Meisterschaft Einzel und Mannschaft 2014. seine nächsten Judo-Ziele sind die 1. Bundesliga und der 1. DAN. Als sportliches Vorbild nennt er Judoka Edu Trippel. Das Besondere am Judo in Bürstadt ist für ihn der Teamgeist. 

    Tim Graf, Jahrgang 1997, Gewichtsklasse bis 81 kg, hat den Meistergrad 1. DAN. Er ist mehrfacher Hessenmeister und Südwestdeutscher Meister, 3. in Erfurt und Backnang, 1. in Luxemburg. Vom Oberligameister gelang mit dem 1. JCB der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Das will er erfolgreich fortführen. Der Judoka Shohei Ono ist sein sportliches Vorbild. Der besonders stark entwickelte Teamgeist hat in der letzten Saison die Kraft gegeben, ist sich Graf sicher. Alle Kämpfer kommen aus der Region, das gefällt ihm, ebenso das familiäre Verhältnis untereinander. Sein Jurastudium will er erfolgreich beenden. 

     

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