POLITIK: Matthias Schimpf und Alexander Bauer im Austausch über landespolitische Themen
100 Tage als Kreisbeigeordneter im Amt
Tauschten sich über landespolitische Themen aus: Der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer (CDU) und der „neue“ Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf (Grüne; v.r.). 0Foto: oh
KREIS BERGSTRASSE – 100 Tage bekommen Politiker, um sich im neuen Amt zurechtzufinden. Dieses Datum spielte für den Landtagsabgeordneten Alexander Bauer (CDU) bei seinem Gesprächstermin mit dem seit 1. August im Amt befindlichen „neuen“ Kreisbeigeordneten Matthias Schimpf (Grüne) allerdings keine Rolle. Ebenso das bei solchen Treffen übliche sich wechselseitige Kennenlernen. Beide Politiker kennen sich schon viele Jahre persönlich und sind in ihren jeweiligen Funktionen bewandert. Schimpf im Kreis Bergstraße zuständiger Dezernent für die Aufgabengebiete Finanzen, Bauen, Umwelt, Denkmalschutz und Soziales. Bauer ist als Innenpolitischer Sprecher und Fraktionsvize der CDU-Landtagsfraktion ein einflussreicher Kenner der schwarz-grünen Regierungspolitik in Wiesbaden.
Beim Blick auf die aktuellen Kreisthemen herrschte zwischen beiden Politikern schnell Einigkeit, dass wesentlich mehr zur finanziellen Unterstützung der Kommunen bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise getan werden muss. „Die Kommunen sind sowohl finanziell als auch personell am Rande ihrer Leistungsfähigkeit. Unsere vielen freiwilligen Helfer, aber auch die Mitarbeiter der Verwaltung sind bereits jetzt überlastet und fast am Ende ihrer Kräfte. Wir nehmen die Hilferufe unserer Kommunen ernst. Die große Frag bleibt jedoch, wann der Bund nun endlich seiner Aufgabe nachkommt“, mahnte Alexander Bauer.
Dass sich die Landtagsfraktionen von CDU, GRÜNE, SPD und Freien Demokraten auf Eckpunkte für ein hessisches Landeshilfsprogramm geeinigt haben ist für den Kreispolitiker Matthias Schimpf „ein starkes Zeichen, dass wir die Menschen, Institutionen, Vereinen und nicht alleine lassen“. Diesbezüglich erläuterte Landespolitiker Bauer, dass Hessen einen Härtefonds zum Schutz vor Energiesperren von bis zu 30 Millionen einrichten will. Im gleichen Volumen seien gemeinsam mit der WI-Bank Darlehenshilfen für kleinere Unternehmen vorgesehen. Das Hilfsprogramm umfasse auch weitere 30 Millionen Euro zur Unterstützung von Vereinen, Verbänden, Initiativen und Projekten in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung, Soziales und Umwelt, die durch die steigenden Energiepreise vor großen Herausforderungen stehen. Zudem soll es ein Kündigungsmoratorium für die Mieterinnen und Mieter von Wohnungsbaugesellschaften in öffentlicher Hand geben. Neben den bereits zugesagten 2,2 Millionen Euro für die Tafeln seien für die Stärkung der Verbraucherzentralen und Schuldnerberatungen 1,5 Millionen Euro angedacht, so die Mitteilung von Alexander Bauer. zg