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  • Do., 22. März 2018, 22:47 Uhr
    Festveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses

    20 Jahre Bonhoeffer-Haus gebührend gefeiert

    Einrichtungsleiter Henning Krey (r.) erhielt von Bürgermeister Gottfried Störmer als Geschenk das Wappen der Stadt Lampertheim. Foto: Sigrid Samson

    LAMPERTHEIM – Im Lampertheimer Dietrich-Bonhoeffer-Haus gab es am Dienstag einen guten Grund zu feiern, nämlich das 20-jährige Jubiläum. Zahlreiche Gäste, Ehrengäste, Mitbewohner und Freunde des Hauses waren zur Festveranstaltung in der Senioreneinrichtung erschienen.
    Nach einer gemeinsamen Andacht durch Pfarrer Dr. Martin Zentgraf überbrachte Jörg Marx, Vorstandsmitglied der AGAPLESION gemeinnützige AG, die Glückwünsche im Namen des Vorstands. Das AGAPLESION Dietrich-Bonhoeffer-Haus trägt erfreulicherweise in großem Maß zum Wohl der Bevölkerung bei, so Marx. Die derzeitig hohe Auslastung des Hauses mit über 97 Prozent spricht für sich. Es gelte dennoch, weiterhin im Bereich der Pflege zu wachsen und die qualitative Versorgung der Bewohner zu verbessern. „Wir verstehen uns als christlicher Gesundheitskonzern“ erwähnte er - „der Mensch steht im Mittelpunkt“.
    Bürgermeister Gottfried Störmer schloss sich den Lobesworten an und bekräftigte, dass es vor 20 Jahren nach der Schließung des Evangelischen Krankenhauses eine gute Entscheidung war, hier eine Kranken- und Pflegeeinrichtung zu etablieren. Die Menschen werden heutzutage immer älter und können im Alter leider nicht immer selbstbestimmt alleine zuhause bleiben. Als „eine ganz fantastische tolle Sache“ bezeichnete er das Bonhoeffer-Haus. Er hofft, dass die Auslastung so hoch ist, weil man sich hier wohlfühlen und ein lebenswertes Leben führen kann. „Ein wichtiges Element sind die Mitarbeiter, die die Kultur und den Geist des Hauses bestimmen“ fügte er hinzu. Er überreichte dem Einrichtungsleiter Henning Krey das Wappen der Stadt Lampertheim, welches im Eingangsbereich seinen Platz finden wird.
    Es folgten Grußworte von Herbert Eichenauer, Vorsitzender des Evangelischen Krankenhausvereins, den er als Wegbereiter, aber auch Wegbegleiter des Hauses bezeichnete. Im Jahr 1900 wurde das Haus vom Krankenhausverein gegründet – die Gelder und Mittel zur Errichtung des Krankenhauses wurden vom Verein zur Verfügung gestellt. 1998 war die Schließung des damaligen Evangelischen Krankenhauses eine wahre Hiobsbotschaft für die Lampertheimer. Doch die Bürgerinnen und Bürger wurden mit dem heutigen Bonhoeffer-Haus hierfür entschädigt. Seit der Eröffnung des Krankenhauses sind vielfältige Projekte unterstützt worden, darunter die Neugestaltung des Andachtsraums, die Anschaffung von Markisen, Sinneswagen und dem künstlerisch gestalteten Kreuz. Er zeigte sich stolz darüber, dass hier eine wahre Wohlfühlatmosphäre geschaffen wurde. Auf zwei Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit in der Altenpflege könne man zurückblicken. Das höchste Gut neben den Bewohnern sind laut Eichenauer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an denen das Institut gemessen wird. Ein zukünftiges Ziel sei es, sich für eine gerechtere Bezahlung dieser Menschen einzusetzen. „Das Haus genießt einen hervorragenden Ruf“, merkte Eichenauer an und überreichte als Geschenk einen Scheck in Höhe von 500 Euro.
    Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgte das Schülertrio der Musikschule Lampertheim: Jasmin Magahed (Violine), Henrike Stöckinger (Querflöte) und Valentina Thomas (Cello).
    Auch Einrichtungsleiter Henning Krey gab den Besuchern kurze Einblicke in die Geschichte des Bonhoeffer-Hauses. Der Hessische Diakonieverein Darmstadt war Bauherr der Einrichtung, die seit dem Jahr 2005 von Krey geleitet wird. Im Jahr 1900 wurde der Krankenhausbauverein gegründet – 1906 der Hessische Diakonieverein, der später die Trägerschaft übernommen hat. Bereits in den sechziger Jahren gab es Bemühungen des Vereins, ein Altenheim in Lampertheim zu errichten. Nachdem die Idee 1969 wieder verworfen wurde, gab es 1996 einen erneuten Anlauf, der schließlich zum Erfolg führte: Der Rohbau des heutigen Bonhoeffer-Hauses wurde im April 1997 fertiggestellt; am 20. März 1998 erfolgte dann die Eröffnung und Inbetriebnahme der Einrichtung. Das Bettenangebot wurde sukzessive erweitert. Durch den zusätzlichen Anbau im Jahr 2010 stehen mittlerweile 133 Plätze zur Verfügung – 28 wurden in gerontopsychiatrische Bereiche umgewandelt. Krey betonte auch die gute Vernetzung des Hauses zur Diakoniestation im Haus, zum Seniorenbeirat, dem Marienkrankenhaus und den Kirchengemeinden. Seit 2002 ist Waltraud Feigl als Pflegedienstleiterin im Wohnheim tätig.
    Im Anschluss an die Festreden wartete ein kleiner Sektumtrunk auf alle Anwesenden. Ein leckeres Buffet sorgte für das leibliche Wohl der Gäste. Eine kleine Ausstellung zur Geschichte des AGAPLESION Dietrich-Bonhoeffer-Hauses mit Zeitungsberichten aus der Vergangenheit war im Foyer aufgebaut. Die Vernissage zur Bilderausstellung „Bunte Mischung“ von Ilse Stenzel und Jürgen Richter fand im zweiten Obergeschoss statt. Die Angebote luden die Gäste zum Verweilen ein. Sigrid Samson


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