Do., 27. April 2017, 09:22 Uhr
50. Schüleraustausch mit Ermont – 21 junge Französinnen und Franzosen zu Besuch
2017 Échanges scolaires 50 Jahre – Lampertheim und Ermont

Fröhliches Gruppenfoto auf dem Europaplatz kurz nach der Ankunft der französischen Gäste. Zum anschließenden Empfang im Stadthaus hatte Bürgermeister Gottfried Störmer alle am Schüleraustausch beteiligten Schüler, Lehrer und Eltern eingeladen. Foto: Hannelore NowackiLAMPERTHEIM – „Bienvenue échange scolair 2017“ stand auf den Grußkarten im Sitzungssaal des Stadthauses, auch auf der großen Leinwand war der Gruß zu lesen. In der Mitte formten zwei Hände in den Farben der Nationalflaggen Deutschlands und Frankreichs ein Herz – das Jubiläumsemblem. Doch bis die Gäste aus Frankreich kamen, dauerte es noch ein wenig. Dass der Bus aus Ermont nicht pünktlich am Alten Rathaus eintreffen würde, war fast zu erwarten. Ein Telefonat hatte bereits ergeben, dass es nach Stau auf der Autobahn auch in Worms nicht schnell voranging. Doch nach einer dreiviertel Stunde Verspätung war die Freude am Dienstagabend auf beiden Seiten groß, als sich die Bustüren öffneten. Die wartenden Jugendlichen, Eltern und Lehrkräfte gingen auf die Gäste aus Ermont zu, herzliche Umarmungen gab es auch. Frisch und munter erschienen die 21 jungen Französinnen und Franzosen nach der langen Fahrt von Ermont nach Lampertheim, kein bisschen müde. Vor dem Empfang durch Bürgermeister Gottfried Störmer im Sitzungssaal des Stadthauses stellte sich die Schülergruppe mit ihren Lehrern zu einem Gruppenfoto vor dem Brunnen auf, bei der späteren Verteilung der Dossiers mit dem Wochenprogramm und weiteren Informationen machte Jérôme Dath, Musiklehrer im Lessing-Gymnasium (LGL), Erinnerungsfotos mit allen Zweiergruppen. Betreut und begleitet wird die französische Schülergruppe auf ihrer Reise und während des einwöchigen Aufenthalts von Laurance Bouchenot sowie zwei weiteren Lehrerinnen, Josée Millett und Yasmine Gaillard, die beim Empfang im Stadthaus von Bürgermeister Gottfried Störmer ein Weinpräsent erhielten. Bei drei Familien werden die französischen Lehrkräfte zu Gast sein. Die Lampertheimer Jugendlichen waren schon vom 7. bis 17. März in Ermont. Monika Hebbeker, im Lessing-Gymnasium unterrichtet sie Französisch, kümmert sie sich eigenverantwortlich zum 15. Mal um die Lampertheimer Schülerinnen und Schüler aus der Alfred-Delp-Schule und dem Lessing-Gymnasium, unterstützt von weiteren Lehrkräften beider Schulen sowie von Susanne Camus und Marcel Getrost der Stadtjugendförderung, Mitarbeiter des Fachbereichs 40 Bildung, Kultur und Ehrenamt. In seiner Ansprache ging Bürgermeister Störmer auf das Zusammenleben in Europa ein, mit Bezug auf die aktuelle Lage, aber politisch werden zu wollen, wie Störmer betonte: „Ich würde mich aber sehr freuen, wenn weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit Frankreich stattfinden kann und die Wahl pro Europa ausgeht“. Für die französischen Gäste wurde die Ansprache übersetzt. „Ihr lebt Europa“, sagte Bürgermeister Störmer den Jugendlichen beider Nationen. Der seit 50 Jahren bestehende Schüleraustausch sei wichtig und müsse fortgesetzt werden. Drei französische Schülerinnen sprachen ihre Grußworte auf Deutsch. Hebbeker dankte den gastgebenden Familien für die Aufnahme der Austauschschüler und kündigte an, dass alle teilnehmenden Schüler zu diesem besonderen 50-jährigen Jubiläum am nächsten Morgen ein T-Shirt erhalten werden, bedruckt mit dem von der LGL-Schülerin Anja Rhode geschaffenen Emblem mit Herz. Mit Ermont, das nordwestlich nahe Paris liegt, verbindet Lampertheim eine 50-jährige Partnerschaft, die im vergangenen Jahr gefeiert wurde. Das diesjährige Programm begann am Mittwoch mit dem Empfang im Lessing-Gymnasium und gemeinsamen Unterrichtsbesuchen, einer Schulführung auch in der Alfred-Delp-Schule. Im Laufe der Woche lernen die Gäste bei einer Stadtrallye die Stadt Lampertheim kennen, sie fahren nach Mainz zum Gutenbergmuseum, ein gemeinsamer Ganztagesausflug nach Frankfurt folgt, wo der Main Tower, das Dialogmuseum und ein Innenstadtbesuch auf dem Programm steht. Die Abschlussfeier findet in der Zehntscheune statt. Hannelore Nowacki