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  • Mo., 28. November 2016, 12:50 Uhr
    Unterschiedliche Trainingseinheiten bei wechselnden Referenten

    21. Kampfsport Workshop des 1. Judo-Club Bürstadt wieder ein voller Erfolg

    Frauen lernen beim 21. Kampfsport Workshop sich effektiv gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. Foto: oh


    BÜRSTADT - Auch in diesem Herbst veranstaltete der 1. Judo-Club Bürstadt seinen zwischenzeitlich überregional etablierten Kampfsport Workshop. Das sich der Mitte November ausgerichtete Lehrgang unter Kampfsportlern so großer Beliebtheit erfreut liegt nicht zuletzt an dem aufgeschlossenen offenen Konzept der Veranstaltung. Mit wechselnden Referenten aus verschiedenen Stilrichtungen weiß der Veranstalter Kampfsportinteressierte vom Sofa zu locken. Dass der Lehrgang mit vier unterschiedlichen Trainingseinheiten immer eine Menge zu bieten hat, kommt dabei bei den Teilnehmern besonders gut an. Neben zwei bereits zum Wiederholten Male eingeladenen Referenten aus den Stilrichtungen Wing Tsun und Filipino Martial Arts konnte Organisator Klaus Schmidt einen neuen Trainer der Stilrichtung Modern Armis für die Veranstaltung gewinnen. Mit Unterstützung des neuen Mannes konnte inhaltlich Verteidigung gegen Messerangriffe, Verteidigung auf engem Raum und mit dem Rücken zur Wand sowie Trainingsdrills und Anwendungen im Verteidigungsverhalten mit einem circa 65 cm langen Stock zum Besten gegebene werden. In der ersten Trainingseinheit unterrichtete FMA-Trainer Markus Klemm aus Mannheim Verteidigungsverhalten gegen Messerangriffe. Augenmerk lag dabei neben Sensibilisierung für potentielle Angriffsziele auf bestmöglicher Kontrolle der waffenführenden Hand des Angreifers. Weiterhin lehrte der erfahrene Referent die Teilnehmer sich selbst bestmöglich zum Angriff zu positionieren um gegebenfalls den Angreifer gar entwaffnen zu können. „Wenn ihr die Wahl habt, lauft weg.“ schränkte er dabei jedoch unermüdlich seine Darbietungen ein. Die zweite Trainingseinheit beschäftigte sich im Anschluss mit Verteidigungsmethoden auf engem Raum. Hierbei kamen primär Ellenbogen- und oder Knietechniken zum Einsatz, die in Form von festgelegten Bewegungsdrills im Nahbereich mit Griffkontakt trainiert wurden. Das die Einheit vom eingeladenen Wing Tsun Trainer Frank Schultheis aus Nauheim bei Groß Gerau abgehalten wurde kam dabei nicht von ungefähr. Über das salopp formulierte Stilmittel „Klebende Hände“ werden im Wing Tsun ausgiebig sensorisch Fähigkeiten trainiert, die ein frühes und somit schnelles Reagieren auf Angriffe ermöglichen sollen. Mit einem festgelegten Trainingsdrill startet auch der neue Referent Stefan Braun aus Holzgerlingen in seine Modern Arnis Trainingseinheit. Innerhalb des Drills wurden dabei gleichermaßen Angriffs- und Verteidigungsverhalten trainiert. „Nach einer erfolgreichen Abwehr eines Angriffs kann es in der Selbstverteidigung wichtig sein gezielte, effektive Gegenangriff auszuführen. Wenn man von zwei oder mehreren Angreifern attackiert wird, kann man sich nicht nur durch Abwehren retten. Früher oder später müssen Grenzen aufgezeigt werden“, so der Trainer. Diesen Gedanken wiederum griff Organisator Klaus Schmidt, der beim 1. Judo Club Bürstadt Modern Arnis unterrichtet, für seine Trainingseinheit mit der Überschrift „Selbstverteidigung mit dem Rücken zur Wand“ auf. „Wenn man an eine Wand gedrängt wird die ein weiteres Ausweichen unmöglich macht, ist es wichtig zunächst durch Verschiebung der Körperschwerpunkte den Angreifer an seiner statt an die Wand zu manövrieren“, erklärte der Trainer den Teilnehmern seine drehenden Ausweichbewegungen. „Danach ist es unbedingt notwendig Dominanz aufzubauen, ohne jedoch die Notwehr zu überschreiten“, unterstrich er weiterhin seine weiterführenden Techniken. Während sich die bereits untereinander bekannten Kampfsportler in den Pausen, unterstützt durch Kaffee und Kuchen, munter austauschten fügte sich auch der neue Trainer schnell nahtlos in das freudig gelassene Miteinander ein. Zur Freude des Ausrichters wurde dabei auch von ihm signalisiert für künftige Workshops dieser Art gerne und jederzeit zur Verfügung zu stehen. Angeregt durch die konzentrierte und gleichzeitig entspannte Atmosphäre des inzwischen 21. Kampfsport Workshop gingen die Teilnehmer und Trainer nach acht vollgepackten Stunden Training gleichermaßen zufrieden auseinander. Dabei versäumte es Klaus Schmidt nicht den Sportlern die bereits fixierten Termine für die beiden nächsten Kampfsport Workshops im kommenden Jahr mit auf den Weg zu geben. zg

     

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