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  • So., 03. Januar 2021, 19:18 Uhr
    Update: Coronavirus im Kreis Bergstraße, Stand 03.01.2021 / Ausgangssperre wird am 4. Januar aufgehoben / Aufruf zur Unterstützung bei Betreuung und Pflege im Alten- und Pflegeheim Groß-Rohrheim

    22 neue nachgewiesene Corona-Infektionsfälle am Samstag, 16 am Sonntag

    KREIS BERGSTRASSE – Der Kreis Bergstraße muss leider zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermelden. Es handelt sich um eine 76-jährige Person aus Mörlenbach und um eine 80-jährige Person aus Lampertheim.

    Im Kreis Bergstraße gab es am Samstag 22 neue nachgewiesene Corona-Infektionsfälle – 14 in Groß-Rohrheim, je 2 in Bensheim und Fürth sowie je 1 in Lampertheim, Birkenau, Mörlenbach und Zwingenberg.

    Am Sonntag gibt es im Kreis Bergstraße 16 neue nachgewiesene Corona-Infektionsfälle – 10 in Groß-Rohrheim, 2 in Lampertheim sowie je 1 in Hirschhorn, Lautertal, Neckarsteinach und Wald-Michelbach.

    Insgesamt sind nun 4.933 nachgewiesene Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie im Kreis Bergstraße bekannt. Zudem hat es 116 Todesfälle gegeben. 

    Derzeit befinden sich 68 Patienten mit einer bestätigten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in einem Krankenhaus im Kreis Bergstraße, zudem befinden sich derzeit 2 Patienten mit einer entsprechenden Verdachtskonstellation in einem Krankenhaus im Kreis Bergstraße. Insgesamt befinden sich derzeit 70 Personen aus dem Kreis mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

    Kumulierter 7-Tage-Wert

    Im Kreis Bergstraße gab es 361 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen letzten sieben Tage. Es ergibt sich damit für heute eine Inzidenz von 133,15 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die aktuellen Zahlen der Inzidenz sind nicht mit denen der Tage vor Weihnachten vergleichbar, da über die Feiertage weniger Tests durchgeführt wurden.

    Weitere aktuelle Informationen zur Coronavirus-Epidemie im Kreis Bergstraße finden Sie unter www.kreis-bergstrasse.de/corona 

    Ausgangssperre im Kreis Bergstraße wird ab Montag, 04.01.2021, aufgehoben

    Seit Montag, 21.12.2020 galt im Kreis Bergstraße eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, nachdem die Inzidenz im Kreis drei Tage in Folge den Wert von 200 überschritten hatte. Die Maßnahme folgte den Vorgaben des hessischen Eskalationskonzepts und sollte wieder aufgehoben werden, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 200 lag. Ausgenommen davon waren die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren: Weil an den Feiertagen weniger getestet wurde, gelten die zu erwartenden niedrigen Fallzahlen an und nach den Feiertagen als wenig aussagekräftig, was das tatsächliche Infektionsgeschehen angeht.

    Auch im Kreis Bergstraße war deshalb über die Feiertage die Inzidenz deutlich gesunken, nachdem die Inzidenz zuletzt nochmals am 23.12. leicht angestiegen war, erreichte sie erstmals am 24.12. einen Wert unterhalt von 200 und nach den Feiertagen ihren Tiefstwert am 29.12. mit 107,58. Erst seit der Wiederaufnahme der Testungen zum 28.12.2020 hin waren realistischere Fallzahlen erkennbar. Mit der derzeitigen Anzahl der gemeldeten Neuinfektionen im Kreis Bergstraße wird jedoch die Marke von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern (7-Tages-Inzidenz) nach aktuellem Kenntnisstand im Rahmen des 5-Tages-Zeitraums unterschritten.

    Angesichts dieser aktuellen Lage im Kreis Bergstraße hebt Landrat Engelhardt die seit 21.12.2020 geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung wieder auf. „Gemäß den Vorgaben des hessischen Eskalationskonzept sei es geboten, die Ausgangsbeschränkung wieder aufzuheben.“

    „Das ist nicht zwingend eine Entscheidung auf Dauer, denn niemand kann ausschließen, dass die Infektionszahlen auch wieder ansteigen.“ 

    Der Landrat appelliert deshalb weiterhin an die Bevölkerung, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und damit der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Er dankte zugleich allen Bergsträßerinnen und Bergsträßern, die sich verantwortungsbewusst verhalten und die AHA-Regeln eingehalten haben.

     

    Aufruf von Landrat Christian Engelhardt zur Unterstützung bei Betreuung und Pflege

    Im Kreis Bergstraße sind seit Beginn der Pandemie auch immer wieder Alten- und Pflegeheime von Infektionsfällen betroffen. Bisher haben die Einrichtungen den Betrieb eigenständig aufrechterhalten können. Im Alten- und Pflegeheim Groß-Rohrheim ist dies nun jedoch nicht mehr ohne weiteres möglich, da auch das Personal von Neuinfektionen massiv betroffen ist. Selbst mit Überstunden, Doppelschichten oder Hilfe aus anderen Abteilungen sei das Limit erreicht. Daher ruft Heimleiter Markus Heeb die Bergsträßerinnen und Bergsträßer dazu auf, das Pflegeheim personell zu unterstützen. Es fehlt in allen Bereichen Personal – besonders benötigt werden aber Personen für Betreuung und Pflege. „Im Alten- und Pflegeheim in Groß-Rohrheim ist eine absolute Ausnahmesituation eingetreten. Ich unterstütze daher den Aufruf der Heimleitung: Wenn Sie die Möglichkeit haben, das Alten- und Pflegeheim bei der Betreuung oder Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner zu unterstützen, bitte tun Sie dies. Selbst kleinste Hilfen können bereits Großes bewirken“, betont Landrat Christian Engelhardt. „Ich habe in der Corona-Pandemie bisher immer eine große Welle der Hilfsbereitschaft in unserem Kreis erlebt und bin davon überzeugt, dass wir auch diese besondere Herausforderung gemeinsam schaffen werden.“ Freiwillige Helferinnen und Helfer werden gebeten, sich bei Heimleiter Markus Heeb per E-Mail an m.heeb@altenheim-gross-rohrheim.de zu wenden.

    Alten und Pflegeheim Groß-Rohrheim GmbH & Co KG
    Kurt- Schumacher Str.8
    68649 Groß-Rohrheim


    Tel: 06245-3335

    Pflegedienstleitung Frau Nadin Akbas
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