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  • Mo., 07. März 2016, 10:34 Uhr
    Großes Interesse bei der Bevölkerung

    30 Flüchtlinge in Hüttenfeld erwartet

    Rainer Brauksiepe (Herz-Jesu-Gemeinde), Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg, Cheforganisator Kurt Stass und Horst Schmitt (Sozialamt) informierten die Hüttenfelder Bürger. Foto: Ehret


    HÜTTENFELD - In der Hüttenfelder Alfred-Delp-Straße 35 wurden vier Wohnungen angemietet, in die in den nächsten Wochen 30 Flüchtlinge einziehen werden. Um die Bürger zu informieren, aber auch um ehrenamtliche Helfer zu finden, die sich bei der Eingliederung und Integration der Menschen in vielfältiger Weise einbringen können, hat Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg die Hüttenfelder ins Pater-Delp-Zentrum eingeladen. Der Hausherr der katholischen Kirchengemeinde, Rainer Brauksiepe, hat die über 60 Anwesenden begrüßt und hat ein paar Eindrücke und Tipps vermittelt, wie man sich ehrenamtlich bei der Eingliederung einbringen kann und was die Hüttenfelder erwartet. Denn Brauksiepe ist seit eineinhalb Jahren selbst ehrenamtlich bei der Flüchtlingsbetreuung in Neuschloss mit von der Partie und verfügt schon über reichlich Erfahrungen. Der Hüttenfelder Ortsvorsteher begrüßte zudem von der Stadt Lampertheim den Cheforganisator für Flüchtlinge Kurt Stass und Horst Schmitt vom Sozialamt. Später kam noch Marius Schmidt dazu, der die sportliche Integration der Flüchtlinge koordiniert. Kurt Stass freute sich zunächst, soviel Interesse für die Flüchtlingsproblematik bei der Hüttenfelder Bevölkerung vorzufinden. Er konnte allerdings keine Angaben darüber machen, welche Flüchtlinge in die Alfred-Delp-Straße ziehen. Weder über Nationalität, noch ob es sich um Familien oder junge Männer handelt. Er konnte aber dahingehend schon vorwarnen, dass die Hüttenfelder es mit Menschen zu tun bekommen, die einem völlig anderen Kulturkreis entstammen. Pünktlichkeit, Verkehrsregeln, Behördengänge, Formulare und vieles mehr seien ihnen zum Teil völlig fremd. Dennoch ermutigte er die Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Menschen brauchen Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen. Sie brauchen Unterstützung beim Einkaufen oder auch Hausaufgabenhilfen für die Kinder. Stass hatte neben einem Leitlinienkatalog noch Listen dabei, wo man sich für Helferdienste eintragen konnte. Er müsste allerdings anmerken, dass Benzingeld oder andere Aufwendungen, die unter Umständen erbracht werden, nicht erstattet werden können. Marius Schmidt erläuterte, dass er zusammen mit den örtlichen Sportvereinen im engen Kontakt steht, um die sportlichen Interessen der Flüchtlinge zu berücksichtigen. Ganze Fußballmannschaften seien beispielsweise in den Lampertheimer Vereinen schon entstanden. Die Menschen seien automatisch, auch wenn sie nicht Vereinsmitglied sind, versichert. Rainer Brauksiepe musste allerdings anmerken, dass die Flüchtlinge nicht haftpflichtversichert sind. Die Anwesenden hörten aufmerksam zu und waren bei Rückfragen noch sehr zurückhaltend, standen der Problematik aber nicht negativ gegenüber. Es wird sich zeigen, wie in Hüttenfeld die Integration funktioniert, wenn die rund 30 Flüchtlinge in Hüttenfeld eingezogen sind. ehr

     

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