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  • Mo., 28. Mai 2018, 11:31 Uhr
    Tropische Hitze und beste Stimmung rund ums Ziel

    30. Spargellauf lockte Alt und Jung zur persönlichen Herausforderung

    Die jungen Läufer gaben alles, angefeuert von Sabine Gärtner und zahlreichen Zuschauern. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Bunt und fröhlich ging es am Samstagnachmittag an und in der Feierabendhalle beim TV 1883 Lampertheim zu. Das Wetter zu heiß? „Jedenfalls besser als Regen“, meinten Sabine Gärtner und Brigitte Hahl, die beim 30. EWR-Spargellauf wie in den Vorjahren die Gesamtleitung hatten. Insgesamt 250 Helfer, vom TV, besonders die Abteilungen CGT, Triathlon und Turnen, von Feuerwehr Lampertheim, THW und Deutschem Rotem Kreuz sorgten für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, an der Strecke, am Start wie am Ziel und in der Halle. Trotz tropischer Hitze stand bei Zuschauern und Läufern das Stimmungsbarometer sichtlich auf Hoch, wenngleich jeder Luftzug willkommen und die Schattenplätze unter den Bäumen bei den Zuschauern sehr begehrt waren. Wer eine Stärkung oder ein kühles Getränk brauchte, wurde in der Feierabendhalle von den TV-Abteilungen bestens versorgt, der Duft von Hackbraten machte Appetit und auch an der Theke mit der riesigen Kuchenauswahl fanden sich zahlreiche Interessenten ein. Gleich am Halleneingang war körbeweise Lampertheimer Spargel im Angebot, geschält und vakuumverpackt für die schnelle Zubereitung zuhause. Lange Reihen von Siegerpokalen glänzten auf der Bühne. Nur wer zur Siegerehrung erscheint, erhält das Prunkstück und seine Medaille, nachgereicht werde nichts, so steht es in den Regeln. An den Ausgabestellen für die Startnummern, hatten die Helfer stoßweise viel zu tun. Schon gegen 15.30 Uhr, eine halbe Stunde vor dem Bambini-Lauf, zählte Werner Hahl 950 Anmeldungen und Voranmeldungen. Sehr praktisch für die Läufer und Zeitauswertung, die Startnummern sind für die automatische Start- und Zielerfassung mit Transpondern ausgestattet. Für die durstigen Läufer war am Ziel mit kostenloser Getränkeausgabe für Abkühlung gesorgt, häufig kippten sich die erhitzten Läufer das kühle Nass aus der Flasche einfach über den erröteten und verschwitzten Kopf. Unterwegs standen Helfer von Feuerwehr, THW und DRK mit Wasser zur Erfrischung bereit, unter anderem am Schillerplatz, Boxheimer Hof, Wasserwerk Bürstadt und in Neuschloß. Wegen der Hitze gab es alle 2,5 Kilometer Trinkwasser und Wasserbottiche. Am Ziel hatten die DRK- Rettungskräfte im Sanitätszelt nach Auskunft von Bereitschaftsleiter Christian Schmidt am frühen Nachmittag mehrere Läufer mit Schürfwunden versorgt, behoben mal Flüssigkeitsmangel und halfen bei einem Bienenstich. Sportlich ambitioniert waren die jüngsten Teilnehmer des 30. EWR-Spargellaufs und die älteren Läufer, wie sich beim Start und beim Zieleinlauf beobachten ließ. Besonders viele Bambini-Läufer starteten mit einem strahlenden Gesicht, auch bei vielen Schülern war diese unbändige Freude zu sehen. Mit ihren Eltern und Großeltern war die achtjährige Miriam Schmitt gekommen, erst kürzlich übernahm sie bei der Rosengärtner Erdbeerkerwe die Regentschaft als Erdbeerprinzessin. Letztes Jahr lief sie noch bei den Bambinis auf der 900-Meter-Strecke, nun freute sie sich nun auf den Schülerlauf über 1.800 Meter. Hans Schlatter, Vorsitzender der Sportkommission der Stadt Lampertheim, hatte sich für den Fünf-Kilometer-Lauf in der Altersklasse M75 angemeldet und war guter Dinge. Mit einem blauen Band hielten Sabine Gärtner und Brigitte Hahl die ungeduldigen Läufer hinter der Startlinie. Bürgermeister und Schirmherr des Spargellaufs Gottfried Störmer gab bei den längeren Läufen den Startschuss ab. Der Rauch aus dem Pistolenlauf stieg noch auf, als das Läuferfeld beim zehn-Kilometer- und Halbmarathon sich schon leicht auflöste. Teilnehmer beim Halbmarathon durften Jahrgang 2002 und älter sein, beim Zehn-Kilometer-Lauf waren die Teilnehmer Jahrgang 2008 und älter, ab Jahrgang 2010 waren die Teilnehmer am Fünf-Kilometer-Lauf. Bei den Schülern liefen die Jahrgänge 2008 bis 2010. Ohne Zeitwertung liefen die jüngsten Teilnehmer bis Jahrgang 2011 und jünger im Bambini-Lauf. Für Sieger aller Klassen waren Auszeichnungen vorgesehen, die Bambini- und Schülerlauf-Teilnehmer holten sich ihre Belohnung, Medaille, Finisher-Shirt oder Turnbeutel gleich nach dem Zieleinlauf ab. Anfeuern war die Hauptaufgabe der Zuschauer, was auch in sengender Sonne noch gut klappte. An Start und Ziel kommentierte Jochen Heringshaus die Läufe, wobei er die jüngsten Teilnehmer und die mitlaufenden Eltern zum Durchhalten motivierte. Den älteren Teilnehmer dagegen riet er: „Bei dieser Hitze bitte nicht versuchen, die eigene Bestzeit zu verbessern“. Wie Sabine Gärtner dem TIP im Gespräch mitteilte, habe es keine ernsthaften Vorfälle gegeben. „Alle Läufer waren gut vorbereitet, nur ganz wenige hatten Kreislaufprobleme“. Die Ergebnislisten sind verlinkt unter www.spargellauf.de. Hannelore Nowacki

    Spaß am Laufen hatten die Schüler, die zwei Runden mit insgesamt 1800 Metern zurücklegten. Foto: Hannelore Nowacki

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