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Sa., 19. November 2016, 23:01 Uhr
Acht Förderzusagen des Landes Hessen für Infrastruktur in Lampertheim
3,2 Millionen Euro für Luftreinhaltung und Mobilität
Acht Förderzusagen des Landes Hessen im Gesamtwert von über drei Millionen Euro hatte Staatsekretär Thomas Metz aus Wiesbaden für Infrastrukturmaßnahmen mitgebracht – zur Freude von Bürgermeister Gottfried Störmer und Erstem Stadtrat Jens Klingler. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Staatssekretär Thomas Metz hatte einen ganzen Stapel Unterlagen mit dem hessischen Landeswappen auf dem Umschlag mitgebracht – acht Förderzusagen im Gesamtwert von exakt 3.203.333 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) des Landes Hessen für die Stadt Lampertheim. Zu diesem besonders erfreulichen Anlass am Freitagabend war im Magistratsraum des Stadthauses auf Einladung von Bürgermeister Gottfried Störmer und dem Ersten Stadtrat Jens Klingler mit Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, einigen Stadtverordneten von SPD, CDU und FDP, Magistratsmitgliedern und Mitarbeitern aus der Verwaltung eine große Runde zusammengekommen. Auch Staatssekretär Metz zeigte seine besondere Freude, komme er doch an einen Ort, den er von früher gut kenne. Die weiteren Projekte seien noch in der Pipeline. Sein Gedanke sei gewesen: Was abgeschlossen ist, nehme ich in die Hand und fahre nach Lampertheim“. Mit diesem beachtlichen Mittelzufluss wird einiges in Lampertheim in Bewegung kommen, nachdem in den letzten Jahren manches beim Erhalt der Infrastruktur zurückgestellt werden musste, wie Bürgermeister Störmer ausführte. Aus diesem tiefen Finanzierungsloch herauszukommen bedürfe es der Unterstützung der Landesregierung. Erster Stadtrat Jens Klingler brachte seine Freude als Kämmerer mit einem großen „Dankeschön“ an den Staatsminister und ein weiterem „Dankeschön“ an den Landtagsabgeordneten Alexander Bauer (CDU) zum Ausdruck. Damit sei ein Meilenstein zum ausgeglichenen Haushalt gesetzt. „Das Geld kommt für uns zur richtigen Zeit“. Zwei Projekte seien noch in der Abstimmung: Das Dorfgemeinschaftshaus mit Kindergarten in Rosengarten und die energetische Sanierung des Bürgerhauses in Hofheim, das mit einer Kinderkrippe kombiniert wird. Metz erläuterte die Förderzusagen, die sich aus Landesmitteln mit 711.103 Euro und einem Bundesprogramm mit 2.492.230 Euro zusammensetzen. Auf die Stadt Lampertheim komme ein Eigenanteil von 881.867 Euro zu. Durch das KIP können Kommunen in Hessen insgesamt eine Milliarde Euro (davon rund 700.000 Euro vom Bund) investieren. In Lampertheim komme es darauf an, mit den Infrastrukturmaßnahmen den Alltag der Bürger nachhaltig zu verbessern, erklärte Störmer. Eine Sicht, die Metz unterstützte, es sei ein Auftrag der öffentlichen Hand, dass solche Projekte aufgelegt werden. Die Auswahl der Investitionsprojekte durch die Stadt Lampertheim nannte Metz „eine kluge Prioritätensetzung“. Für fünf betagte Fahrzeuge der Stadt Lampertheim wird Ersatz beschafft, das älteste mit Baujahr 1991 ist ein VW Transporter mit offenem Kasten - ohne Schadstoffklasse. Das Ersatzfahrzeug wird die neueste Euronorm 6 erfüllen. Durch barrierefreien Umbau von Haltestellen im Stadtgebiet wird die Mobilität im Öffentlichen Personennahverkehr verbessert. Grundlage ist der Nahverkehrsplan des Kreises Bergstraße und der Verkehrsentwicklungsplan Demografie. In Hüttenfeld wird zur barrierefreien Nutzung der Brunnenplatz angehoben und neu gepflastert – der Besuch von Gottesdiensten, Festen und anderen Veranstaltungen wird erleichtert. Zur besseren Verkehrsführung wird die Kreuzung an der Industriestraße und Neuschloßstraße zu einer Kreisverkehrsanlage umgebaut. Ein potenzieller Unfallschwerpunkt wird damit beseitigt. Hannelore Nowacki