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  • Mo., 17. März 2014, 23:08 Uhr
    10. Benefizaktion „Race and Help“ / Erfolgreiches Jubiläum

    34 Vierer-Teams rasten über die Piste

    Ein starkes Team - „Die blauen Jungs“ mit Bürgermeister Gottfried Störmer (links), Polizeidirektor beim Polizeipräsidium Mannheim Dieter Schäfer, Polizeidirektor der Bundespolizei Dr. Markus Ritter und Vizepräsident beim Polizeipräsidium Südhessen Uwe Brunnengräber. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Der gute Zweck und das Vergnügen gehören bei der Benefizaktion „Race and Help“ des Rotary Clubs zusammen. Wenn die kleinen Rennwagen im Maßstab 1:32 auf der vierzig Meter langen Strecke im Gemeindesaal der Lukasgemeinde unterwegs sind, kommt Rennfieber auf. Der Blick richtet sich konzentriert in die Ferne und dann ganz schnell auf die gefährlichen Kurven. Kaum merklich bewegen die Fahrer ihre Finger an der Fernsteuerung. Zwei Minuten dauert die Trainingseinheit, vier Minuten das Rennen. An der  vierspurigen Rennstrecke herrschte am Samstag über fünf Stunden reges Treiben, zahlreiche Zuschauer verfolgten das spannende Geschehen. Die Rotarier feierten ein Jubiläum – es war die 10. Benefizaktion. Bürgermeister Gottfried Störmer war Schirmherr, einer Tradition folgend, die schon sein Amtsvorgänger Erich Maier pflegte. Während dieser eine Aufgabe als Streckenposten übernommen hatte, stürzte sich Störmer mit zwei Teams ins Rennvergnügen. 34 Vierer-Teams gingen an den Start. Einige Teams hatten sich witzige Namen ausgedacht wie „Wilde Wutz“ und „Rasende Furien“. Den Siegerplatz in der Sparte Service-Club-Cup sicherten sich „Die Vettels“.

    Sie fuhren den Sieg beim Jugend-Cup ein: Das Team der RC Worms Junioren. Foto: Hannelore Nowacki


    An den gefährlichen Kurven griffen die Streckenposten sofort ein, wenn die Slotcars aus ihrer Spur flogen. Vor jedem neuen Rennen kam ein Boxenstopp mit Fahrwerkprüfung. Die schnellste Rundenfahrt dauerte nur 6,578 Sekunden, als beste Fahrerin qualifizierte sich Victoria Blüm mit 31 Runden in vier Minuten. Gemessen wurde mit professioneller, elektronischer Zeitabnahme. Dr. Hubert Tausch bereitete die Ergebnisliste auf. Saalsprecher Hermann Müller kommentierte die Rennen unterhaltsam, so dass auch alle am Geschehen teilhatten, die sich gerade ein Stück Kuchen oder die Kartoffelsuppe der Rotarier-Frauen schmecken ließen. „Das ist wahrscheinlich die beste Veranstaltung die wir je hatten“, meinte Organisator Paul Blüm bereits am frühen Nachmittag mit Begeisterung in der Stimme. Rotary-Clubpräsident Edgar Exle hatte die Veranstaltung am Vormittag eröffnet und zahlreiche Ehrengäste begrüßt. Viele Teilnehmer seien schon früh gekommen, erzählte der Clubpräsident im Gespräch mit dem TIP. Der Erlös aus Startgeldern, Spenden und Bewirtung komme zu gleichen Teilen einem Projekt der Behindertenhilfe Bergstraße für autistische Menschen und einem Forschungsprojekt an der III. Medizinischen Klinik in Mannheim zugute. Wie Exle erklärte, werden an der Klinik Patienten mit Leukämie und anderen schweren Krankheiten behandelt. Im Rahmen einer Forschungsgruppe werden dort seltene Erkrankungen des blutbildenden Knochenmarks erforscht, die bisher als unheilbar galten und am Ende zu einer akuten Leukämie führen können. Zum Rahmenprogramm gehörten vier Rennsimulatoren der Firma Terki aus Ludwigshafen, an denen die Jugend über den virtuellen Hockenheimring düste. Umlagert war auch die kleine Trainingsstrecke für Slotcar-Rennen außer Konkurrenz. Auf der Bühne hatte die Polizei mit einer Attraktion ihren großen Auftritt mit Kriminalhauptkommissar Peter Hoffmann, der als Jugendkoordinator vielen Jugendlichen und Kindern durch Veranstaltungen bekannt ist, und Fahri Erfiliz vom Polizeipräsidium Südhessen. Alle Altersgruppen drängte es zur Testwand. Reaktionsschnell drücken sie die wechselnd aufleuchtenden Felder, doch mit der „Rauschbrille“ war für jeden sichtbar Schluss mit der fixen Reaktion. Diese Spezialbrille simulierte einen Alkoholpegel von 0,8 Promille, genug um die Reaktionszeit um ein Drittel zu verlängern – beim Fahren eine tödliche Gefahr. „Das war viel schwieriger“, fand Simon Cziumplik nach dem Test mit der „Rauschbrille“. In zweieinhalb Jahren will er den Führerschein machen. „Mit Alkohol würde ich nie fahren“, sagte er entschieden.  Hannelore Nowacki

    Information

    Die Sieger erhielten gestiftete Pokale und Sachpreise. Gesamtwertung: 1.) Team Marvin Dienst (87 Runden), 2.) KV Knibbeldick Team 2 (84 Runden), 3.) Wilde Wutz (84 Runden). Service-Club-Pokal: 1.) Die Vettels (81 Runden), 2.) RC Südliche Bergstraße (80 Runden), 3.) Rotierende Riesen (80 Runden). Jugend-Cup: 1.) RC Worms Junioren (74 Runden), 2.) Toro Rosso (73 Runden), 3.) Bileam Racer (73 Runden). Beste(r) FahrerIn: Victoria Blüm (31 Runden).

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