Jung und Alt amüsierten sich beim Feiern. Foto: Ehret
HÜTTENFELD - Noch einmal zeigte sich der Spätsommer von seiner besten Seite und bescherte dem TC Hüttenfeld Sonnenschein pur zu seinem 40-jährigen Jubiläumsfest und dem gleichzeitigen Abschluss der Sommersaison. Viel Programm wurde den Mitgliedern und Freunden des Vereines auf und vor dem Vereinsgelände geboten. Ein Partyzelt war da aufgebaut, eingzäumt von Getränkeständen und einem Grillwagen. Tagsüber gab es zunächst die Endspiele der Vereinsmeisterschaften, Sieger- und Mitgliederehrungen mit einem bombastischen musikalischen Highlight zum Abschluss des Tages. „BollWERK“, Barabara Boll und Patrick Embach, waren angereist und heizten mächtig ein. Doch es gab auch Momente, in denen die Mitglieder zurückblickten. Horst Stich war einer der ersten im Verein, war jahrelang Platzwart und er wusste von den Anfängen zu berichten.
Im Sommer 1979 hatten Walter Keuker und Dr. Friedrich Miebach die Idee, einen eigenständigen Tennisclub zu gründen, nachdem ein Anschluss an die SG Hüttenfeld scheiterte. Viele Gespräche mussten mit der Stadt für ein Vereinsgelände, der Hüttenfelder Firma Kohl für einen Kostenvoranschlag und mit der Volksbank in Sachen Finanzierung geführt werden. Bei der Gründungsversammlung im Dezember 1979 haben 62 Personen die Eintragung des TC Hüttenfeld e.V. ins Vereinsregister beschlossen. Der erste Vorstand setzte sich zusammen aus Walter Keuker (1.Vorsitzender), Friedrich Miebach (Stellvertreter), Jürgen Erdt (Schriftführer), Regina Blümbott (Kasse) und Volker von Wahl (Beisitzer) und bald ist die Zahl der Mitglieder auf 111 gstiegen.
Doch der junge Verein hatte anfangs mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Der Bau von Tennisplätzen verzögerte sich, was den Austritt vieler Mitglieder nach sich zog. Glücklicherweise stellte die Firma Kohl ihren eigenen Tennisplatz zur Verfügung, wo nicht nur Tennis gespielt werden konnte, sondern auch die Geselligkeit gepflegt wurde. Doch ab 1982 stand auch dieser Platz nicht mehr zur Verfügung und es dauerte weitere zwei Jahre, bis endlich die Plätze auf dem heutigen Vereinsgelände erstellt und der Spielbetrieb aufgenommen werden konnte. Und erst im Jahre 1986 konnte das Vereinsheim gebaut werden. Neben viel Geld war viel Eigenleistung der Mitglieder von Nöten, doch es hat sich gelohnt. Mittlerweile blickt der Verein mit derzeit über 160 Mitgliedern, darunter viele Jugendliche und Kinder, auf eine erfolgreiche, aber auch bewegte Geschichte zurück.
An diesem Festtag wurde zudem guter Tennissport betrieben. Die Endspiele der Vereinsmeisterschaften standen auf dem Programm vielen Siegern, die im Rahmen der Feierlichkeiten geehrt wurden. Rüdiger Ringenwald und Stephan Lübken wurden von Vereinspräsidenten Dirk Fischer für ihr ehrenamtliches Engagement für den TCH mit einem Schlemmerkorb beschenkt. Schließlich stand Party und Geselligkeit auf dem Programm. Barbara Boll und Patrick Embach, unterstützt von Melanie Haag, stellten einmal mehr unter Beweis, dass sie wahre Könner in Sachen Pop- und Rockmusik sind und heizten mächtig die Stimmung an. Bis spät in die Morgenstunden wurde auf der Partymeile vor dem Vereinsheim an der Tuchbleiche gefeiert und getanzt. Kleiner Wermutstropfen: Der Verein hätte sich von Seiten der Hüttenfelder Bevölkerung mehr Präsenz gewünscht. Doch da stehen die Tennisfreunde nicht alleine da. Kultrelle Veranstalter bleiben in Hüttenfeld meistens unter sich. ehr