Helmut Hummel für fünf Jahrzehnte Mitgliedschaft in FDP mit Theodor-Heuss-Medaille geehrt
50 Jahre Flamme der Freiheit
Helmut Hummel (3.v.l.) wurde im Beisein seiner Ehefrau Ulrike (l.) und der FDP-Spitze des Kreises und der Stadt durch die FDP-Bundesgeschäftsführerin Nicola Beer (3.v.r.) mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Große Ehre für einen Lokalpolitiker, der immer mit Herz, Verstand und einem außerordentlichen Engagement zum Wohl seiner Partei, aber besonders auch für seine Heimatstadt Lampertheim wirkte und wirkt: Helmut Hummel wurde am Freitag im Alten Rathaus für 50 Jahre Mitgliedschaft in der FDP ausgezeichnet, im Rahmen einer Feierstunde stand dabei aber auch immer sein Wirken für Lampertheim im Vordergrund.
Zunächst bei den Jungen Demokraten, zwei Jahre später, im Jahr 1966, auch für die FDP aktiv, engagierte sich Helmut Hummel immer wieder in verschiedenen Ämtern und Funktionen in der FDP wie auch in der Parlamentsarbeit. So war er unter anderem 27 Jahre lang Stadtverordneter in Lampertheim, gründete den „Liberalen Mittelstand Bergstraße” und übernahm vielfältigste Ämter in der FDP – stets mit einem offenen Ort besonders für die Menschen in seiner Heimatstadt, immer mit der Fähigkeit, Menschen zu begeistern und zu überzeugen.
Von der Pike auf habe Helmut Hummel so gelernt, kommunalpolitische Aufgaben zu übernehmen und zu erfüllen. „Helmut Hummel ist es dabei zu einem großen Teil mit zu verdanken, dass die FDP in Lampertheim heute so stark ist. 1986 hat die FDP in Lampertheim faktisch nicht mehr bestanden. Helmut Hummel hat daraufhin den Vorsitz übernommen und über Jahre hinweg gezeigt, wie man mit Arbeit, Motivation und vor allem Inhalten eine Partei wieder aufbauen kann” fand Fritz Röhrenbeck, der durch die Feierstunde führte, lobende Worte.
Die Festrede hielt Nicola Beer, Bundesgeschäftsführerin der FDP und ehemalige Kultusministerin in Hessen. „Sie sind eine Person, die sich für die freie-demokratische Familie in vielfältiger Weise immer wieder eingesetzt und engagiert hat. Sie haben mit Herzblut gestaltet und sich für Lampertheim eingesetzt. Als junger Mann sind Sie 1966 in die FDP eingetreten, mit dem Impuls, sich einzumischen – was Sie bereits zwei Jahre eindrucksvoll unter Beweis stellten, als sie die Liste zur Kommunalwahl ordentlich durcheinander wirbelten. Sie haben immer Verantwortung übernommen, für die Partei und für Ihre Heimat.”
Auch außerhalb der Politik habe sich Helmut Hummel immer für seine Heimat stark gemacht, sei es bei der Lampertheimer Messe, dem Stadtmarketing oder der Wirtschafts- und Verkehrsvereinigung, ergänzte die Festrednerin „Dies ist Ihr Abend, an dem wir Ihnen großen Respekt und Dank entgegenbringen”, betonte Nicola Beer, bevor sie Helmut Hummel neben einer Urkunde auch die Theodor-Heuss-Medaille überreichte.
„Helmut Hummel ist ein Mann, der zu der Kategorie Mensch gehört, die gerade jungen Menschen Mut gibt, sich zu engagieren und eigene Ideen einzubringen. Er ist ein ”Hans Dampf in allen Gassen”, der sehr rührig ist und immer seine Meinung vertritt”, lobte FDP-Kreisvorsitzender Till Mansmann den Jubilar.
Neben Parteifreunden hatten sich auch langjährige politische Weggefährten anderer Parteien eingefunden, um Helmut Hummel Respekt und Anerkennung für dessen außergewöhnliches Engagement zu zollen. So wie der Fraktionsvorsitzende der SPD in der Stadtversammlung, Hans Hahn, der Hummel für „50 Jahre ehrenamtliches Engagement für unsere Stadt” dankte.
Sichtlich gerührt dankte Helmut Hummel für die zahlreichen Lobes- und Dankesworte. „Am meisten danke ich meiner Frau, die 30 Jahre meine kommunalpolitischen Exzesse ausgehalten hat.” Für seine Familie sei es sicher nicht einfach gewesen: Beruflich erfolgreich und viel in ganz Europa unterwegs, habe er so manche Haushaltsrede im Hotel geschrieben. Und zuhause hätte die Schreibmaschine und später der Computer beim Schreiben von Anträgen und Reden viel Zeit beansprucht, die seine Söhne sicher lieber mit ihm verbracht hätten. Wie intakt die Familie aber trotz dieses Engagements ist, zeigte die Feierstunde – denn sowohl Ulrike Hummel als auch den Söhnen war der Stolz angesichts der Ehrung von Helmut Hummel ins Gesicht geschrieben.
Die Feierstunde bot auch einen Einblick in die Geschichte von 50 Jahren FDP in Lampertheim und an der Bergstraße, so hatte Helmut Hummel zahlreiche Prospekte und Wahlwerbematerialien ausgelegt, die reges Interesse fanden. Höhepunkt war aber eine Fahne aus den Gründungsjahren der FDP, die über den Rednern thronte und ehrfürchtig an die Gründung der FDP, aber auch an das lange Wirken Hummels erinnerte. Übrigens: Wenn es am kommenden Sonntag bei der Kommunalwahl gut für die FDP läuft, könnte das politische Engagement von Helmut Hummel weitergehen, kandidiert er doch auf der Liste für den Kreistag. „Dann müssten wir aber 20 Prozent erreichen, und das halte selbst ich für unwahrscheinlich”, betonte der FDP-Spitzenkandidat für den Kreistag, Christopher Hörst – bei Helmut Hummel ist aber sicher auch das nicht unmöglich. Benjamin Kloos