FEUERWEHR HOFHEIM: Jahreshauptversammlung mit Berichten aus den Abteilungen, Beförderungen und Verabschiedung des ehemaligen stellvertretenden Wehrführers
54 Einsätze im Berichtsjahr
Bei der Jahreshauptversammlung wurden Beförderungen, die Verabschiedung des ehemaligen stellvertretenden Wehrführers sowie die Verpflichtung des Nachfolgers vorgenommen. Foto: Stadt Lampertheim
HOFHEIM – Am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Hofheimer Brandschützer im Feuerwehrgerätehaus statt. Sichtlich erfreut zeigte sich Wehrführer Heiko Seib, dass die Veranstaltung in Präsenz stattfinden konnte, nachdem dies in den vergangenen beiden Jahren aufgrund von Corona nicht möglich war. Neben Bürgermeister Gottfried Störmer konnte Seib den Stadtbrandinspektor Sven Gleißner, Stellvertreter Dirk Wagner und Ralf Reiber begrüßen. Ebenso zählte der Hofheimer Ortsvorsteher Alexander Scholl zu den Gästen.
In seinem Bericht führte der Feuerwehrchef insgesamt 54 Einsätze auf, die sich in 21 Brandeinsätze und 33 Einsätze der technischen Hilfe gliederten. Dabei wurden über 2.200 Einsatzstunden geleistet. Insbesondere bei dem ausgedehnten Wohnungsbrand in der Neuen Schulstraße in Lampertheim wie auch beim Brand von mehreren Hundert Strohballen waren die Einsatzkräfte gefordert. Unwetterlagen machten dagegen einen Großteil bei den technischen Hilfeleistungen aus. Ende Juni unterstützten die Hofheimer ihre Lampertheimer Kameraden, nachdem im gesamten Stadtgebiet wegen Starkregens unzählige Einsatzstellen abzuarbeiten waren. Im Rahmen eines Katastrophenschutzeinsatzes waren drei Kameraden, zusammen mit weiteren Kräften aus allen Landkreisen Südhessens, für vier Tage in Stolberg in der Städteregion Achen im Einsatz.
Für die insgesamt 45 Einsatzkräfte, darunter drei Frauen, wurde an 43 Übungsabenden die Möglichkeit der Fortbildung angeboten, was knapp 3.900 Stunden bedeutete. Insgesamt stufte Wehführer Seib das Ausbildungsniveau als sehr gut ein. Die Fahrzeug- und Geräteausstattung bezeichnete er als gut, mittel- bis langfristig gilt es jedoch, die ein oder andere Ersatzbeschaffung umzusetzen. Trotz der besonderen Umstände, die Corona mit sich brachte, konnten einige Kameraden an Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene teilnehmen. Entsprechende Beförderungen erhielten Marco Klein, Niclas Leininger und Alexander Schneider (alle Feuerwehrmann), Alexander Tiefenbach (Oberfeuerwehrmann), Marcel Bär und Lars Wahl (Hauptfeuerwehrmann), Andreas Ebeling und Björn Schmitt (Löschmeister) sowie Andreas Keim (Hauptbrandmeister).
Die Ausstattung der Hofheimer Brandschützer konnte im abgelaufenen Jahr bedarfsgerecht erweitert werden. Ein neues hydraulisches Rettungsgerät, ein Rettungszylinder, ein Abstützlager, ein Sicherheitskorb für den Gabelstapler sowie eine mobile Sichtschutzwand konnten erneuert oder neu angeschafft werden. Diese Investitionen wurden teilweise durch die Unterstützung des Feuerwehrvereins ermöglicht.
Für die Jugendfeuerwehr berichtete Lukas Lösch, dass auch hier pandemiebedingt ein Unterricht nur sehr eingeschränkt möglich war. Ebenso verhielt es sich bei der Kinderfeuerwehr, bei der der Leiter Andreas Schneider und sein Team gänzlich auf Online-Unterricht verzichteten. Für den 18 Mitglieder zählenden Musikzug hatte die Stabführerin Stefanie Bär lediglich über drei Auftritte zu berichten.
Jürgen Rettig verabschiedet, Andreas Ebeling als neuer stellvertretender Wehrführer verpflichtet
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde der ehemalige stellvertretende Wehrführer Jürgen Rettig von Bürgermeister Gottfried Störmer verabschiedet. In seiner Laudatio hob Störmer die Verdienste des ehemaligen Stellvertreters hervor, der dieses Amt insgesamt elf Jahre innehatte und im letzten Jahr für eine Wiederwahl nicht mehr kandidierte.Im Anschluss bekam Andreas Ebeling seine Ernennungsurkunde von Gottfried Störmer überreicht und legte seinen Diensteid ab.Der neue Stellvertreter kann auf eine Erfahrung von 30 Jahren Einsatzabteilung zurückgreifen und wurde für die nächsten fünf Jahre gewählt. zg