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  • Mo., 06. Februar 2017, 23:08 Uhr
    Viele Höhepunkte bei Prunksitzung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß

    60 Jahre Magie der Heiterkeit - Farbenrausch in Rot-Weiß

    Der Nachwuchs beim 1. Carneval-Club Rot-Weiß hat Spaß am Gardetanz – die Jüngste in der Minigarde der Stadtprinzessin ist erst vier Jahre alt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – „Rot-Weiß sind unsere Farben, davon können wir nicht genug haben“. Das Motto des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß (CC Rot-Weiß) in der Jubiläumskampagne 2016/2017 wurde in der Prunksitzung am Samstagabend zum Leuchtfeuer der Unterhaltung. In schönstem Rot-Weiß erstrahlte alles – von der Gardeuniform der Tanzgarden und Funkenmariechen bis zur Bühnen- und Tischdekoration in der Hans-Pfeiffer-Halle. Edles Rot-Weiß waren die Farben von Stadtprinzessin Christiane II., Elferrat und der Tanzgruppe „Fantasy“, die seit 33 Jahren das Tanzbein schwingen. Mehrere Fastnachtsvereine aus der Nachbarschaft und aus Lampertheim beehrten den Gastgeber zum Jubiläum, unter anderem der LKV 2008, die Meute aus Neuschloß, der Bürstädter Fastnachts-Club (BFC) und Prinz Oliver II. aus Eich. An der Jubiläumsbar auf der Bühne nahm im Laufe des Abends Bürgermeister Gottfried Störmer Platz, inmitten des rot-weißen Farbentraums stilsicher in Weiß mit roten Hosenträgern und rotem Hut. Wie alle Mitwirkenden erhielt auch er den Jahresorden, der in Form einer rot-weißen Jubiläumtorte Träger des Kampagnenmottos ist. „Lasst es krachen“ wünschte sich die Lampertheimer Stadtprinzessin Christiane II. vom Publikum. Stadtprinzessin Ann-Cathrin I. aus Bürstadt stattete der Prunksitzung einen Besuch ab und verkündete gut gelaunt, dass es bei „uns Narren“ kein Maß gebe, was aber Spaß mache. Wo sonst bei festlichen Anlässen nur Applaus gespendet wird, gab es beim CC Rot-Weiß lautstarke „Raketen“ bis zur Stufe vier, mit deren Hilfe es dem Publikum mehrfach gelang, noch eine Zugabe zu bekommen. Vollgepackt mit Attraktionen bot das Programm Musik, Tanz und Akrobatik, drei Bütten und Gesang. In der Bütt zeigte Leonie vom BFC eine Glanzleistung. „Wenn ich 18 wär“ war ihr zündendes Thema, entzückend vorgetragen. „Ich bin neun Jahre alt“ verriet sie stolz dem Publikum auf Nachfrage von Sitzungspräsident Markus Gutschalk.

    Schwungvoll ging die Prunksitzung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß zu Ende. Foto: Hannelore Nowacki


    Für Holger Braun, Vizepräsident des CC Rot-Weiß, war die Bütt eine Premiere. Als Student der Medizin, bewaffnet mit weißem Kittel, berichtete er detailreich aus Lehre und Praxis. Jürgen D. Janßen vom Ludwigshafener Karnevalverein Rheinschanze 1877, ein alter Hase in der Bütt, nahm sich den Elferrat zur Brust, um dann am Schluss seiner temperamentvollen Rede auszurufen: „Wir sind allzeit bereit für die fünfte Jahreszeit“. Sein Urteil: „Unser Elferrat, der ist Spitze“.  Gewohnt souverän brachte Jesina Litters, 2. Vorsitzende des CC Rot-Weiß, Alpenrock auf die Bühne. Für die Schunkelrunden hatte die „Zwoa Spitzbuam“ die Stimmungskanonen geladen, während das Drumcorps der Marsch Mellows Darmstadt mit starker rhythmischer Trommelarbeit in Synchronformation die Zuschauer von den Stühlen riss. Bei den Tanzvorführungen ging es um Geschichten: Show-Akrobatik vom Feinsten in tierisch guten Kostümen boten die „Stud Buttons“ vom TV Hofheim. Die Showtanzgruppe vom Carneval-Club Eich hatte sich im Weltall mit „Gravity“ in tänzerischer Harmonie glanzvoll gegen die Schwerkraft entschieden. In dunkler Nacht machte das Schiff „The New Generation“ auf der Bühne fest, um dann die rot-weiß geringelte Mannschaft zum Tanzen von Bord zu lassen. Eine verschmitzte Riege „alter Damen“ tanzte munter, wobei Gelenke und gut genährter Bauch letztlich nicht hinderlich waren, denn es handelte sich um die Jubel-Tanzgruppe „Fantasy“, die mit 33 Jahren noch ziemlich jung ist.  Den „Fireboys“ der „Brunnebutzer“ vom 1. Riedroder Fastnachtsclub drückte der Vorarbeiter Besen in die Hände, mit denen die müden Recken dann leichtfüßig über die Bühne schrubbten. Die LA-Hopser, das Männerballett des CC Rot-Weiß, hatten als Krankenschwestern in kurzen Röckchen die Fieberkurve im Blick, die angesichts der strammen Männerbeine bedrohlich ansteigen konnte. Voller Geheimnisse erschien die  orientalische Atmosphäre beim Showtanz der Funkengarde, eine goldene Teekanne schimmerte verheißungsvoll. Die kann aber gut singen – man staunte nicht schlecht, als eine halbe Stunde vor dem Finale Ilonka Grosch im aparten rot-weißen Kleid ans Mikrofon trat, von Matthias Klöpsch wunderbar an der Gitarre begleitet. Eine gelungene Überraschung – Barbara Boll hatte in Wirklichkeit gesungen und brachte nun das Publikum dazu aufzustehen, ja sogar auf die Stühle zu steigen und die fetzige Musik in vollen Zügen zu genießen. Zum Finale flogen die Luftballons in die Höhe und entluden sich Glanzstreifen, Rauchsäulen stiegen links und rechts der Bühne auf und eine Polonäse durch die Halle nahm ihren Lauf. Danach war nicht Schluss, eine Stunde lang war Stimmungs- und Tanzmusik mit den „Zwoa Spitzbuam“ angesagt, dann stieg im Foyer die After-Prunksitzungsparty mit DJ. Hannelore Nowacki

     

     

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