8 Gründe, warum Deutschland die dominierende Kraft des Fußballs darstellt
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Die deutsche Nationalmannschaft schied für viele viel zu früh bei dieser aktuellen Weltmeisterschaft 2022 aus. Wenn man bedenkt, wie viel Potenzial und Marktwert im Kader steckt, so muss man dieses Ergebnis bedauern. Doch während Expertinnen und Experten des Landes die Nationalmannschaft und deren Abschneiden hinterfragen, scheinbar die schiere Existenz des deutschen Fußballs in Frage stellen, so ist die Antwort auf das Ausscheiden doch eigentlich einfach. Solide Minuten gegen Spanien, ein holpriger Sieg gegen Costa Rica und zu Beginn eine naive Niederlage gegen Japan, die letztlich das Weiterkommen kostete. Nach einer verpatzten WM 2018 wollte man es wieder gut machen. Dass dies einen hohen Druck erzeugt, ist logisch, zumal es für einige Akteure auch das letzte Turnier gewesen sein wird. Die Mannschaft spielte in der vorhandenen Konstellation noch nie zusammen. Insofern war die Mannschaft und das Selbstvertrauen des Teams einfach nicht so gewachsen, wie es bei anderen Teams der Fall war. Und so bröselte das Selbstverständnis eines eigentlich soliden Teams, als man das Spiel gegen Japan beispielsweise 60 Minuten im Griff hatte, ehe man es völlig aus der Hand gab. Mit mehr Selbstverständnis, Selbstvertrauen und noch mehr als gefundenes Team auftretend dürfte dem DFB mit Blick auf die EM 2024 nicht Angst und bange werden. Entgegen der Meinung vieler Expertinnen und Experten gibt es acht gute Gründe, warum Deutschland nach wie vor die dominierende Kraft des Fußballs ist.
Grund 1: Bayern München
Wenn man an Fußball und Dominanz in Deutschland denkt, dann ist Bayern München nicht weit. Der FC Bayern dominiert seit Jahren die Fußballspiele der Bundesliga, aber auch Spiele in der Champions League oder im Pokal. Den Status, Weltstars an die Isar zu locken, hat sich der Verein über Jahrzehnte durch gelungenes Wirtschaften verdient. Und so schreitet der deutsche Rekordmeister in die Zukunft, weitere Titel und Trophäen gewinnend, mit einem Mix aus eigens ausgebildeten Jugendspielern und fertigen Weltklasse-Stars, gerne auch deutsche Nationalspieler. Dass der deutsche Fußball auch in Zukunft dominant sein wird, das ist nicht zuletzt auch am dominant aufspielenden FCB festzumachen, der den deutschen Fußball im Ausland als mitgliederstärkster Verein weltweit entsprechend repräsentiert.
Grund 2: Taktische Schulung
Wenn Sie Deutschland spielen sehen, so wird Ihnen die gute Technik auffallen, welche Fußballer schon in sehr jungen Jahren an den Tag legen. Das liegt daran, dass die Fußballstars von morgen in den sogenannten NLZ (Nachwuchsleistungszentren) sehr gut ausgebildet werden. Die verschiedenen Vereine investieren sehr viel in die Nachwuchsarbeit. Das merkt man dann auch auf dem Platz, wenn Talente mit 16, 17 oder 18 Jahren schon auf dem höchsten Level spielen. Natürlich trifft diese taktische Finesse aber nicht nur auf die Spieler zu, sondern auch auf die Trainer, welche ebenso gut geschult sind bzw. wurden.
Grund 3: Die deutsche Mentalität
Oft wird von deutscher Mentalität gesprochen, zumal sich die offene Frage stellt, was die deutsche Mentalität denn überhaupt ist. Es ist vermutlich das, was die Fans und Medien daraus machen. Wenn im Fußball von der deutschen Mentalität gesprochen wird, zumeist von ausländischen Medien, dann sind dabei oftmals die deutschen Tugenden gemeint. Das kann Flanke, Kopfball, Tor sein - die Fähigkeit, Rückschläge wegzustecken, wie es Bayern München 1999 oder 2012 tat, als man die Champions League auf eine maximal schmerzhafte Weise verlor, man den wichtigsten internationalen Vereinswettbewerb dann aber kurze Zeit danach gewinnen konnte. Disziplin, Ordnung, Ausdauer, Dominanz, Ballbesitz und das Quäntchen Glück - all das wird mit der deutschen Mentalität assoziiert und allzu schnell wird all das auch nicht verloren gehen, nur weil man zum zweiten Mal in Folge die Vorrunde einer WM nicht überlebte.
Grund 4: Die Organisation
Eine weitere Tugend, die oft mit Deutschland, nicht nur mit dem deutschen Fußball assoziiert ist, ist die Organisation. Auf dem Spielfeld bedeutet das, dass das Team einen klaren Plan verfolgt. Die Spieler wissen, was zu tun ist, aber auch die Vereine sind durch ihre Managements gut aufgestellt. Durch ihre Taktiken schaffen es die deutschen Teams nicht selten, scheinbar aussichtslose Partien noch zu drehen. Die Mannschaften sind eben auch während der 90 Minuten gut organisiert und haben einen Plan, der nicht selten aufgeht.
Grund 5: Hochklassige Trainer
Hochklassige deutsche Trainer sind nicht nur in der Bundesliga, sondern beispielsweise auch immer wieder in der Premier League zu finden. Thomas Tuchel gewann mit dem FC Chelsea unlängst die Champions League. Jürgen Klopp prägt mit dem FC Liverpool eine Ära, gewann in den letzten Jahren sowohl Premier League als auch Champions League. Trainer wie Jupp Heynckes und Hansi Flick gewannen mit dem FC Bayern München die Champions League. Julian Nagelsmann schaffte es mit nicht einmal 40 Jahren in kürzester Zeit, als Trainer der TSG Hoffenheim, von RB Leipzig und aktuell bei Bayern München Erfolge einheimsen. Ohne eine hochklassige Ausbildung im DFB-Standort wäre dies nicht möglich gewesen.
Grund 6: Angstgegner
Das Wort Angstgegner ist ein deutsches Wort und existiert in anderen Sprachen gar nicht. Dennoch wird es von ausländischen Journalisten oft verwendet, um über deutsche Angstgegner zu sprechen. Der FC Bayern München zeigte sich als hartnäckiger Gegner für den FC Arsenal oder beispielsweise für Real Madrid. In Spanien übersetzt man Angstgegner sinngemäß mit Bestia Negra. In den letzten Jahren war der FCB auch über den FC Barcelona immer wieder siegreich. Es gibt nicht wenige deutsche Mannschaften, denen man international eher ungern begegnet.
Grund 7: Das deutsche Selbstverständnis
Nach Rückschlägen zurückkommen, immer gewinnen wollen und es nicht selten auch tun: Deutschland ist eine Fußball-Nation und das drückt sich im Interesse für den Sport aus. Nicht zuletzt resultiert daraus auch der Anspruch des deutschen Fußballs, international konkurrenzfähig zu sein. Wenn man sich die Geschichte anschaut, so war man das auch. Mit den vier WM-Titeln 54, 74, 90 und 2014 gehört man in dieser Hinsicht schon zu den erfolgreichsten Fußball-Nationen.
Grund 8: Jamal Musiala
Neun Tore und sieben Torvorlagen bei 14 Spielen in der Bundesliga - das die Bilanz von Jamal Musiala beim FCB in der Saison 22/23. Auch bei der WM zeigte der 19-jährige Offensivspieler sein Potenzial, auch wenn er in manchen Situationen nicht wie gewünscht glänzen konnte. Dennoch wurde klar, dass sich Fußball-Deutschland in den nächsten 15 Jahren auf ein außerordentliches Talent freuen kann, das aus Stuttgart kommt, aber auch britische Wurzeln hat. Immerhin ist England bei aller vorhandenen deutschen Fußball-Dominanz immer noch das Mutterland des Fußballs.