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  • Mi., 06. November 2019, 09:17 Uhr
    Jubiläum und Ehrenabend mit vielen Ehrungen, Essen und Musik

    90 Jahre Wassersportverein Lampertheim – eine Erfolgsgeschichte

    Erfolgreiche Vereinsjugend mit Simon Specht, der für seine herausragenden Leistungen geehrt wurde. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Eine sportliche Erfolgsgeschichte kann sich der Wassersportverein Lampertheim (WSV) auf die Fahnen schreiben. In diesem Jahr gewannen die leistungsstarken Sportler im Kanu-Polo die Süddeutschen Meisterschaften auf dem Lampertheimer Altrhein und nahmen an den Deutschen Meisterschaften in Brandenburg teil, bei denen Annika Adler Platz 4 beim Damen-Kanu-Polo belegte, Emily Bildat Platz 2. Im Kanurennsport sind aktuell 70 Sportler aktiv, rund die Hälfte von ihnen hatte sich mit ihren Leistungen und Titeln für die Sportlerehrung beim Ehrenabend am Samstag qualifiziert – die Bühne in der WSV-Halle wurde ziemlich voll. Bei jedem Sportler und jeder Sportlerin  würdigten der 2. Vorsitzende Rainer Vetter und Sportwart Dieter Brechenser Werdegang und Erfolge bis hin zu Deutschen Meistertiteln und Europameisterschaften. Eindrucksvoll die Zahl der Medaillen im Kanurennsport: 26 Gold, 18 Silber und 18 Bronze. Einen herausragenden Platz bei den Junioren nimmt Simon Specht ein, der dafür vom WSV mit einer Auszeichnung belohnt wurde. Zur großen WSV-Familie gehören auch die vielen engagierten Mitglieder, Familien, Eltern und Lebenspartner der Sportler, die Trainer und der Vorstand, wie Erika Gabler, wie 1. Vorsitzende, in ihrer Rede zum Ehrenabend und Vereinsjubiläum betonte. Eine Vielzahl langjähriger Mitglieder wurde zur Ehrung auf die Bühne gebeten, um ihre Ehrennadeln und Präsente entgegenzunehmen. Bei 50 Jahren Mitgliedschaft wurde neben der Ehrennadel in Gold mit Kranz zugleich die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Neben Erika Gabler, die schon mit zehn Jahren eintrat und acht Jahre im Kanurennsport aktiv war, wurden drei weitere Mitglieder mit dieser Auszeichnung geehrt. „Der WSV hat sich zu einem attraktiven Verein entwickelt und hat sich einen guten Ruf erarbeitet“, stellte die 1. Vorsitzende fest. Damit dies weiterhin so bleibt, wünscht sie sich auch zukünftig Landeszuschüsse und Fördermittel aus diversen Quellen. Gastredner Erster Stadtrat Jens Klingler übermittelte nicht nur Grußworte der Stadt Lampertheim, er brachte in Sachen Finanzen eine gute Nachricht mit: In diesem Jahr werde die Stadt Lampertheim aus Mitteln der Sparkassenstiftung, die sie alljährlich zur Verwendung für soziale Zwecke erhält, die Kanuakademie mit 7.500 Euro unterstützen. Diese Kanuakademie sei etwas ganz Besonderes, Grundschulkinder werden an den Kanusport herangeführt und nach dem Schulunterricht betreut, was der Stadt viele Kosten erspart habe. Beeindruckt zeigte sich Klingler von den vielen Festbesuchern in der vollen Halle, die wohl in zehn Jahren erweitert werden müsse. In ihrer Rede unternahm Gabler mit den Zuhörern einen Ausflug in die Vereinsgeschichte, die am 29. Juli 1929 mit der Gründung als Arbeiter-Wassersportverein Lampertheim begann. Eine Hütte aus Weidenholz und Schilf genügte zunächst als Bootslagerhalle. Der Verein gewann schnell neue Mitglieder, die in Eigenleistung eine hochwassersichere Holzhalle auf Steinsockeln erbauten und auch die Rennkajaks selbst herstellten. Schon 1930 nahmen die Sportler an Regatten teil. 1933 wurde der Verein verboten und aufgelöst, ein paar gerettete Boote konnten beim TV eingelagert werden, somit lief der Sport auf kleiner Flamme weiter. Mit der Neugründung des Vereins als Wassersportverein 1929 unter dem 1. Vorsitzenden Rudolf Griesheimer am 1. August 1946 begann der faszinierende Aufstieg des WSV, mit fortlaufenden Erweiterungen der Anlagen sowie der sportlichen und kulturellen Angebote – und beachtlichen sportlichen Erfolgen bei Weltmeisterschaften, Nicole Reinhardt wurde Olympiasiegerin. Immer wieder wurden die Räumlichkeiten zu klein und mit Hilfe von Zuschüssen und Eigenleistungen erweitert. Heute wird ein Grundstück von 3.000 Quadratmetern betreut. Wichtige Einnahmequellen zur Finanzierung von Baumaßnahmen, teuren Trainingslagern und Meisterschaften waren und sind Veranstaltungen für Mitglieder und Bevölkerung an Fasching, zum Vatertag, bei Regatten und vielen weiteren Anlässen. Nach dem Ehrungsmarathon stand das gemeinsame Essen auf dem Programm, anschließend unterhielt das Duo Bollwerk mit Barbara Boll und Siggi Groß die Besucher mit fetziger Tanzmusik und Hits quer durch die Jahrzehnte. Hannelore Nowacki

    Information

    Ehrung für 10-jähriges Vereinsjubiläum mit Ehrennadel in Bronze: Lisa Forg, Jürgen Holm, Kevin Marzahn. 25 Jahre mit Ehrennadel in Silber: Claudia Forg, Marianne Horstfeld, Manfred Müller, Heinz Pfitzenreuther, Thorsten Redig, Matthias Weber, Stefanie Weber und Jana Zilles. 40 Jahre mit Ehrennadel in Gold: Rolf Bauer, Hannelore Hamm, Frank Henkelmann, Jürgen Herweh, Mario Roos, Martin Wegerle. 50 Jahre mit Goldener Ehrennadel mit Kranz und Verleihung der Ehrenmitgliedschaft: Erika Gabler, Rudolf Göllner, Ernst Schüttler, Anita Stollhofer. Für 60 Jahre mit Ehrentafel in Abwesenheit geehrt: Werner Günderoth, für 70 Jahre Otto Schröder. 

    Mit dem Vereinsehrenpreis für besonderes ehrenamtliches Engagement wurden Nico Kruczek und Andreas Leppich ausgezeichnet. Auszeichnung für herausragende sportliche Leistungen für Simon Specht. 

     

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