Jahrgang 1936/36 Lampertheim feierte 80-jähriges Jubiläum mit zahlreichen Höhepunkten
Acht Jahrzehnte gemeinsam den Weg des Lebens gegangen
Im festlich geschmückten und dekorierten Schwanensaal feierte der Jahrgang 1935/36 sein 80. Jubiläum. Die gelben „Rosen“ fügte Ilse Hilsheimer aus Gingkoblättern zusammen. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Ein besonderes Jubiläum beging der Jahrgang 1935/36 in Lampertheim Anfang November: Auf stolze 80 Jahre blicken die Jubilare zurück – wahrlich ein guter Grund zu feiern. Festlich ging es auch bereits zum Auftakt zu: Unterstütz durch den katholischen Kirchenchor St. Andreas und Organist Thomas Braun feierten die Jubilare einen ökumenischen Festgottesdienst. Dieser wurde in wunderbarer Art und Weise von Pfarrer Adam Herbert und Pfarrvikar Virginijus Grigutis gestaltet.
Anschließend folgte der feierliche Teil im festlich geschmückten Saal im Schwanen. Einem Sektempfang schloss sich die Begrüßung durch Otto Schröder an, in deren Rahmen er noch einmal die früheren Zeiten Revue passieren ließ. Gleichzeitig kündigte er die erste Unterhaltung an: Von den „lustigen sieben Sängern“ aus Bürstadt gab es bekannte Hits von Heintje bis zu den Wildecker Herzbuben – alles Lieder, die den Jahrgang in den vergangenen Jahren begleiteten. „Da lebten noch einmal Erinnerungen auf“, betonte Ilse Hilsheimer im Gespräch mit dem TIP. Erneut hatte sie mit viel Engagement die Feier organisiert, wie bereits in den vergangenen Jahrzehnten. Nach dem Buffet, bestehend aus Vor-, Haupt- und Nachspeise, leitete Ilse Hilsheimer den weiteren Verlauf ein: „Wenn ich so in den Saal schaue, sehe ich viele zufriedene Gesichter – daraus lässt sich schließen dass ihr gut gegessen habt und zufrieden seit. Danke für Euer Kommen und die Kuchenspenden: Ich wünsche Euch für unser letztes großes Event einen unvergessenen Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben möge.“
Mit Else Werner wurde ein besonderer Gast auf die Bühne gebeten, lebt diese doch seit langer Zeit im fernen Kanada: „Liebe Else, wir heißen dich mit einem Blumenstrauß hier in deiner Heimatstadt im Kreis deines Schuljahrgangs willkommen. Wir sind froh, dass du heute in unsere Mitte wieder mit allen genug sprechen kannst, denn die Reise von Kanada zu uns kann man nicht oft wiederholen. Deshalb wünschen wir dir alles Liebe und Gute bis zum nächsten Wiedersehen“, gab Ilse Hilsheimer ihrer Mitjubilarin mit auf den Weg.
Einen Abschied gab es von Manfred und Sabine Oberfeld: 24 Jahre war der Jahrgang mit Oberfeld Reisen unterwegs, nun gehen beide in Ruhestand. „Einen Fahrer wie Manfred werden wir nicht mehr finden, deshalb fällt der Abschied so schwer. Auf unserer letzten Reise machte er uns eine besondere Überraschung: Wir fuhren durch das Appenzeller Land und dann hoch zum Säntis, das war Natur pur. Vielen Dank!“, fand Ilse Hilsheimer die passenden Worte und überreichte Sabine Oberfeld einen Blumengruß für die gute Betreuung und Manfred eine grße Karte mit allen Unterschriften. „Wir gönnen euch den wohlverdienten Ruhestand mit einem lachenden und einem großen weinenden Auge.“ Damit der Abschied nicht so schwer fiel, erklang das Lied „Sag zum Abschied leise Servus“, dargeboten von Herrn Hornung, der die ganze Veranstaltung musikalisch begleitete.
Bevor es zum nächsten Programmpunkt kam, überraschten die treuen Helfer Ilse Hilsheimer mit einer handgefertigten Karte und einer Orchideenschale – in dem wissen, dass es das letzte Geschenk dieser Art sein wird. Denn nach circa 30 Jahren Organisation gibt Ilse Hilsheimer dieses Amt ab – und somit war die Jubiläumsfeier zum 80. auch die letzte große Veranstaltung. Aus den Augen verlieren werden sich die Jahrgangsmitglieder dennoch nicht, denn sie werden sich weiterhin einmal monatlich treffen und somit eine echt Gemeinschaft bleiben.
Doch zuvor gab es noch einen Auftritt der Tanzgruppe Fata Morgana – einem Gruppentanz mit Schleier folgten zwei orientalische Tänze mit viel Bewegung und bei leichter Verdunklung im Saal der Neonshowtanz mir buntem Farbenspiel. Den Abschluss der Jubiläumsfeier bildeten Kaffee und Kuchen, bevor es spät in der Nacht nach Hause ging – mit dem Wissen, einen wundervollen Abend erlebt zu haben. Benjamin Kloos