Mi., 01. Juli 2015, 20:42 Uhr
Gesundheitsamt gibt Tipps zum Umgang mit extremer Hitze und zur Prävention von Hitzeschäden
Achtung! Hochsommer birgt Gesundheitsgefahren bei Hitze
KREIS BERGSTRASSE - Deutschland steckt mitten in einer extremen Hitzewelle. Vor allem ältere Menschen können an besonders heißen Tagen unter gesundheitlichen Problemen leiden. Ihr Körper kann sich nicht mehr so gut dem Wärmestress anpassen. Sie haben ein nachlassendes Durstgefühl und oft nur wenig Antrieb, ausreichend Getränke zu sich zu nehmen.
„Hitzeperioden stellen für diese Bevölkerungsgruppe ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Damit alle das schöne Wetter genießen können, ist die Einhaltung von Verhaltensempfehlungen bei hohen Temperaturen wichtig für die Gesundheit. Als eine wesentliche Präventionsmaßnahme hat das Gesundheitsamt Heppenheim hierzu einen Informationsflyer erstellt, der an die Altenheime des Kreises Bergstraße verteilt wird“, erläutert Matthias Schimpf, Kreisbeigeordneter und Dezernent für Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen. Das Risiko von Hitzeschäden lässt sich jedoch mit relativ einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren:
Hinweise zu den Räumlichkeiten
Bei hoher Außentemperatur und starker Sonneneinstrahlung halten Sie die Fenster tagsüber an den Sonnenseiten - ab ca. 8 Uhr - geschlossen. Um zu starke Aufwärmung der Räume zu vermeiden, halten Sie die Jalousien, Rollläden, Fensterläden, Vorhänge etc. geschlossen. Wenn tagsüber eine Lüftung notwendig sein sollte, bitte nur eine kurze max. fünfminütige Stoßlüftung vornehmen. Bei nächtlicher Abkühlung ausgiebiger lüften. Stellen Sie auch eine gute Luftzirkulation durch geöffnete Innentüren und geöffnete Fenster an der Schattenseite sicher.
Hinweise zur Ernährung und Versorgung mit Getränken
Da unser Körper zu 60 Prozent aus Wasser besteht, ist die Ergänzung des hitzebedingten Flüssigkeitsverlustes durch die Aufnahme von täglich mindestens von 1,5 Litern lebenswichtig. An heißen Sommertagen kann der Körper auch gut die drei- bis vierfache Menge benötigen. Kühle, aber keinesfalls eiskalte Getränke unterstützen die natürlichen Hitzereaktionen des Körpers.
Achten Sie auf ständige Verfügbarkeit eines ausreichenden Getränkeangebotes.
Schwer verdauliche, fettreiche oder üppige Mahlzeiten liegen schwer im Magen und belasten den Kreislauf zusätzlich. Nehmen Sie ausreichend Erfrischungsgetränke und salz- oder käsehaltige Joghurtdrinks zu sich. Achten Sie auf einen gemäßigten Alkohol- und Kaffeekonsum.
Hinweise für den Außenbereich
Schaffen Sie Grünzonen und schattige Plätze und sorgen Sie für ausreichende Bewässerung - vor allem nachts, um die Verdunstungskühle zu unterstützen. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, steht Ihnen das Haus der Gesundheit gerne beratend zur Seite. zg