Draußen im Sandkasten brachte das Spielen mit Wasserschlauch, Eimer, Schaufel und einem kleinem Bagger viel Spaß. Foto: Petra Gahabka
LAMPERTHEIM – Unter dem Motto „Wir lernen altes Handwerk kennen“ ist in der Sommerferienbetreuung der Pestalozzischule Action, Spaß und Kreativität angesagt. Das dreiwöchige Angebot reicht vom Textilfärbeverfahren Batik und Mosaikbildern über die Anfertigung von Lederbeuteln bis zum Gestalten von Gefäßen aus Pulpe sowie Hofspielen aus früheren Zeiten, etwas Himmel und Hölle, Gummitwist oder Murmeln.
Wer Lust hat, kann nachmittags an den Ferienspielen der Jugendförderung Lampertheim in Kooperation mit hiesigen Vereinen teilnehmen. Nach dem Freizeitpark Lochmühle stehen noch der Besuch einer Falknerei in Heidelberg und das Keltendorf Donnersberg auf dem Programm. Und auch im Forscher-, Indoor- oder Kreativraum mit Werkbank wird es den Mädels und Jungs, die wochenweise angemeldet sind, nicht langweilig. „Im Moment sind 40 Kinder hier, das steigt bis 60, wenn in der letzten Woche auch die ABC-Schützen kommen dürfen“, sagt Christiane Krotz von der Grundschulbetreuung. Neben den acht Mitarbeitern und einer Küchenkraft unterstützt eine FSJlerin, die bei den Kids „Cousine-Status“ genießt, das Team. Für arbeitende Eltern sei dieses Angebot eine Riesenerleichterung, umso mehr, weil auch Fünftklässler willkommen sind, was sich bei Geschwistern oft anbietet. Kinder wie Betreuer sind sichtlich entspannt, und auch beim Essen geht es derzeit locker zu. Der Caterer gehe auf die Wünsche der Kinder ein, ganz hoch im Kurs stünden Kochkäseschnitzel und Döner. Während drinnen in der Lego-Ecke oder am Barbiehaus gespielt wird, geht es draußen im Sandkasten mit Wasserschlauch, Eimer, Schaufel und einem kleinem Bagger zur Sache. Dass die Kinder schmutzig werden, das müssten die Eltern akzeptieren, das gehöre einfach dazu, so Krotz. „Sonst ist alles so reglementiert, im normalen Betrieb stehen die Hausaufgaben im Vordergrund, in den Ferien sollen die Kinder Freiheit genießen.“ Das tun Paula, Sarah und Melina, die es toll finden, die Pestalozzischule quasi für sich zu haben. Die Freudinnen erzählen, dass sie eine Zaubershow und ein Theaterstück über gruselige Wesen einstudiert und in der Aula vorgeführt haben. Auf die Frage, ob sie sich freuen, wenn die Schule wieder losgeht, antworten die Neunjährigen unisono mit „Nein“. Am Ende kann sich das Trio zumindest für die Unterrichtsfächer Sport und Musik erwärmen. Petra Gahabka