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So., 17. November 2013, 22:18 Uhr
In einer packenden Partie auf hohem Niveau setzte sich Mannheim letztlich deutlich und verdient gegen die Grizzlys durch
Adler siegen 5:2 in Wolfsburg
Adler-Verteidiger Steve Wagner erzielte die wichtige 3:2 Führung. Foto: Gernot Kirch
VON GERNOT KIRCH In der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) standen sich am Sonntagabend in Wolfsburg die Grizzlys und die Mannheimer Adler gegenüber. Nach der 2:4 Niederlage vom Freitag in Berlin, wollten die Adler unbedingt gewinnen, um Anschluss an Spitzenreiter Köln zu halten. Am Ende siegten die Mannheimer in Wolfsburg deutlich mit 5:2 (2:2(0:0/3:0) Toren, doch sieht das Ergebnis klarer aus, als es der Spielverlauf war. Denn bis zwei Minuten vor Ende führten die Adler denkbar knapp mit 3:2 Toren, dann machen Jochen Hecht und Frank Mauer mit ihren beiden Treffern zum 5:2 Endstand alles klar. Insgesamt sahen die Zuschauer ein attraktives, packendes und von beiden Teams offensiv geführtes Eishockey-Spiel auf hohem Niveau. Der Sieg der Badener geht aber letztlich in Ordnung, da Mannheim endlich einmal clever und kaltschnäuzig agierte als der Gegner und in den richtigen Moneten die Tore machte. Zudem besaß Mannheim mit Dennis Endras den stärkeren Torwart auf dem Eis. Für Mannheim war es ein extrem wichtiger Sieg, denn damit konnte man das Wochenende mit 3:3 Punkten bei zwei Auswärtsspielen ausglichen gestalten. Mannheim konnte so Anschluss an Köln halten und ist jetzt wieder punktgleich mit Nürnberg auf Rang drei.
Zur Chronologie:
1.Drittel:
Was für ein Auftakt, nach 35 Sekunden stand es bereits 1:0 für Wolfsburg. Norman Milley hatte auf Zuspiel von Sebastian Furchner getroffen. Direkt nach dem Bully am Mittelkreis dann der Angriff von Mannheim und Adler-Stürmer Martin Buchwieser versenkte nach einem Gewühl vor dem Grizzly-Gehäuse den Puck zum 1:1 Ausgleich im Wolfsburger Tor. In diesem Stil ging es zunächst weiter und der Wolfsburger Gerrit Fauser markierte in der 5. Minute die 2:1 Führung für die VW-Städter. Die Begegnung blieb offensiv, mit Chancen auf beiden Seiten. In der 15. Minute rettet Dennis Endras mit einer Glanztat vor dem in halblinker Postion frei vor ihm aufgetauchten Grizzly-Stürmer Sebastian Furchner. Jochen Hecht dann in der 19. Minute mit einer großen Chance, doch konnte Sebastian Vogl im Wolfsburger Tor parieren. Nur eine Minute später war es aber soweit und Adler-Stürmer Christoph Ullmann passte klug zu Jon Rheault, der zum 2:2 Ausgleich traf. Drei Sekunden vor der Pausensirene dann Jochen Hecht nochmals mit einer dicken Gelegenheit, als er in Unterzahl frei auf das Gehäuse der VW-Städter zufuhr. Doch Sebastian Vogl konnte den Puck abwehren.
2.Drittel:
Wolfsburg zunächst in Überzahl, doch konnten die VW-Städter die Gelegenheit nicht zum Torerfolg nutzen. Das Match blieb von beiden Seiten offensiv. In der 30. Minute die große Chance von Simon Gamache, doch konnte der Wolfsburger Goalie halten. Auf der Gegenseite hatte Patrick Pohl die Großchance für die VW-Städter, aber Dennis Endras hielt. Auf Mannheimer Seite war es in diesem Abschnitt besonders der zweite Sturm mit Simon Gamche, Marcus Kink und Martin Buchwieser, der die Akzente setzte.
3. Drittel:
Kaum waren 13 Sekunden gespielt, hatte Wolfsburg die erste Großchance. Im Anschluss musste Adler-Verteidiger Jame Sifers für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Grizzlys spielten eine starke Überzahl, schafften es aber nicht, den Puck im Adler-Tor zu versenken. Nach überstandener Strafzeit dann Mannheim im Vorwärtsgang. Nach einem Bully hämmerte Adler-Verteidiger Steve Wagner in der 43. Minute den Puck von der blauen Linie zur 3.2 Führung ins Wolfsburger Gehäuse. Das Match stand nun auf des Messersschneide. Beide Teams agierten weiter im Vorwärtsgang. Ein Tor war nun auf beiden Seiten möglich. Unglücklich dann vier Minuten vor Spielende die Strafzeit für Marc El-Sayed, sodass die VW-Städter in Überzahl agieren konnten. Hochspannung pur! Und dann kam Eishockey-Wahnsinn! Marc El-Sayed kommt von der Strafbank, erhält den Puck, fährt auf das Wolfsburger Tor zu, schießt, Sebastian Vogl wehrt mit den Schonern ab, aber Jochen Hecht ist mitgelaufen und schiebt den Puck zur 4:2 Führung über die Linie. Als Wolfsburg dann die Köpfe hängen lässt, konfus wirkt udn zudem mit einem Mann weniger agieren muss, schiebt Frank Mauer zum 5:2 ein.