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Mi., 02. November 2016, 08:37 Uhr
Freiwilligentag-Projekt und Lionsclub sorgten für „Apfelsaft für die Tafel“
Äpfel von Streuobstwiesen geerntet und entsaftet
Der weitere Vorrat an Apfelsaft ist in den Lagerräumen der Tafel-Ausgabestelle untergebracht – insgesamt mehr als 200 Fünf-Liter-Packungen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein ganz besonderer Saft wird in den nächsten zwei Wochen von den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Lampertheimer Tafel an ihre Kunden ausgegeben: Zur Verfügung stehen mehr als 200 Fünf-Liter-Packungen mit Direktsaft aus Äpfeln, die beim Freiwilligentag am 17. September von Streuobstwiesen an der Alten Wormser Straße ganz frisch geerntet und gleich danach auf dem Europaplatz zu wertvollem Saft gepresst wurden. Zwanzig ehrenamtliche Helfer legten sich dafür ins Zeug und der Lionsclub finanzierte mit 1.000 Euro den Auftrag für die mobile, professionelle Saftpresse. Aus zwei Tonnen ungespritzten, natürlich gewachsenen Äpfeln wurden tausend Liter Saft gewonnen. Die Idee und Initiative zum Projekt „Apfelsaft für die Tafel“ kam von Wolfgang Fritsch, Sprecher der Aktion Bürgerbeteiligung. Beim Lionsclub Lampertheim fand er für sein Anliegen willige Unterstützer. An der offiziellen Spendenübergabe am Dienstagmittag in der Ausgabestelle der Lampertheimer Tafel in der Gewerbestraße nahmen Lionsclub-Präsident Christofer Daurer und Stephan Grieser teil. Projektleiter Fritsch erklärte, wie die Idee gereift war - schon länger hätte er beobachtet, dass die Äpfel auf diesen Streuobstwiesen „vor sich hinhingen und auf dem Boden lagen“. Außerdem wisse er aus eigener Erfahrung und Pressung, wie gut Apfelsaft von Streuobstwiesen schmecke. Siebzig ehrenamtliche Helfer sind bei der Tafel aktiv, berichtete Brigitte Harvey, die mit Inge Höfle zur Dienstags-Teamleitung gehört. Anwesend waren auch die Donnerstags-Teamleiterin Brunhilde Sander und die Logistik-Teamleitung mit Isabelle Moeller-Dutoit und Karlheinz Stumpf. 550 Tafel-Kunden seien zu versorgen, teilte Teamleiterin Harvey mit. Bei ihrem Einkauf bezahlen die Tafel-Kunden für alle Waren zusammen zwei Euro, wenn sie alleine leben. Drei Euro sind es bei Ehepartnern, für jedes Kind der Bedarfsgemeinschaft über 18 Jahre fällt ein weiterer Euro an, für alle Kinder unter 18 Jahren sind die Waren kostenfrei. Am Dienstag waren die Regale mit Obst, Gemüse und Backwaren gut gefüllt, das sei leider nicht immer der Fall. Hauptamtliche Tafelkoordinatorin der Diakonie Bensheim ist Gabriele Lübbe – die Saftspende fand sie „eine tolle Sache“. Hannelore Nowacki
Auf dem Europaplatz beim Freiwilligentag flossen 1.000 Liter Apfeldirektsaft in die Behälter. Archivfoto: Hannelore Nowacki