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Do., 06. Oktober 2016, 23:00 Uhr
Kiwanis-Club spendet 1.500 Euro für Waisendorf in Namibia / Herzensprojekt für Pfarrer Fleckenstein
Afrikanische Trommeln für namibische Waisenkinder
Pfarrer Patrick Fleckenstein (2.v.r.) freut sich in der Andreaskirche über die große Unterstützung des Kiwanis-Club. Initiator Hans-Georg Schumacher (2.v.l.), Virginija Liepold (l.) und der Vorsitzende des Fördervereins des Kiwanis-Club, Anton Schugschdinis (r.) übergaben einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro für Musikinstrumente. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – „Es tut gut, etwas Gutes zu tun“ – getreu diesem Motto übergab der Kiwanis-Club am Donnerstag eine Spende in Höhe von 1.500 Euro an Pfarrer Patrick Fleckenstein von der St. Andreas- und Herz Jesu-Gemeinde für das Waisendorf der „Kavango Community Development Foundation“ in Namibia.
Kiwanis-Gründungspräsident Hans-Georg Schumacher hatte von der der Spende des TV Lampertheim für das Waisendorf erfahren und war sofort Feuer und Flamme. Denn er selbst hat bereits im Kongo Kinder betreut und gesehen, wie glücklich diese sind, wenn sie Spaß bei Sport und Spiel haben und besonders, wenn sie gemeinsam singen und musizieren. „Dann kann man ihre Lebensfreude spüren, dann kann sie sich trotz aller Sorgen entfalten“, betonte Hans-Georg Schumacher bei der Übergabe in der St. Andreas-Kirche. „Deshalb wollen wir gezielt für afrikanische Musikinstrumente wie Trommeln und Pfeifen spenden.“
Dies entspricht genau den Zielen von Kiwanis: Aktive Frauen und Männer aus allen Berufen und Bevölkerungsschichten engagieren sich überparteilich und über Konfessionen hinweg. Im Fokus der Charity-Aktivitäten stehen dabei besonders Kinder und deren Umfeld nach dem internationalen Motto „Serving the Children of the World“.
Pfarrer Patrick Fleckenstein freute sich über das persönliche Engagement des rührigen Kiwanis-Mitgliedes, der insgesamt fünf Spender fand, die sein Ansinnen unterstützen. „Hans-Georg Schumacher hat mich eingeladen, um über sein Vorhaben zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen. Wir wollen musikpädagogische Ansätze vor Ort unterstützen, um Gemeinschaft zu stiften. Die insgesamt 18 Waisenkinder sind seit langem ohne Bezug zu ihren Eltern und teilweise vereinsamt. Das Waisendorf und auch die Instrumente sollen hier Abhilfe schaffen: Es gibt in der Missionsstation in Namibia eine Musikgruppe, welche die Gottesdienste mit gestaltet. Diese hat sich bereit erklärt, mit den Kindern zu musizieren und sie einzubinden“, so Pfarrer Fleckenstein. „Die Trommeln sind bereits bestellt, und zwar nicht bei einem Großproduzenten, sondern bei einem Trommelhändler vor Ort in Namibia, der diese selbst herstellt. Durch das gemeinsame Musizieren können die Kinder das Elend für einen Moment ausblenden. Jeder Cent, der für dieses Projekt gespendet wird, kommt vor Ort an. Dafür stehe ich mit meinem Namen und meinem Gesicht, gemeinsam mit Pfarrer Angelo Stipinovich aus Viernheim.“ Das Waisenhaus soll im November offiziell seiner Bestimmung übergeben werden, auch wenn bereits einige Kinder dort leben. Um diese Einweihung vorzubereiten und um sich erneut ein Bild vor Ort zu machen, wird Pfarrer Fleckenstein an diesem Samstag wieder für eine Woche nach Namibia reisen – mit den Spenden des TVL und des Kiwanis-Club im Gepäck. Am 3. Dezember will er auch im Anschluss an den Abendgottesdienst im Pfarrheim die Gemeinde über dieses wichtige Projekt informieren und für weitere Spenden werben. Denn diese kommen genau dort an, wo sie am meisten benötigt werden: Bei den Kindern. Benjamin Kloos