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  • Mi., 11. Dezember 2013, 20:11 Uhr
    Nachfolger von Gottfried Störmer suchen den Trialog / Ehrenamtsbörse bekannter machen

    Agendagruppe „LA 21 - Aktive Bürgerbeteiligung“ wählte zwei Sprecher

    Auf verstärkte aktive Bürgerbeteiligung setzen die neuen Sprecher der Agendagruppe „LA 21 – Aktive Bürgerbeteiligung“ Werner Brall (links – Telefon 01715483682, E-Mail wernerbrall@web.de) und Bernd Ritter (Telefon 01727497268, E-Mail Bernd.Ritter@hotmail.de). Koordinatorin für das Ehrenamt ist Silke Reis, erreichbar im Haus am Römer, Telefon 06206/935-363, E-Mail S.Reis@lampertheim.de. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM  – Werner Brall und Bernd Ritter sind das neue Führungsteam der Agendagruppe „LA 21 – Aktive Bürgerbeteiligung“. Vor vier Wochen hat die etwa 20-köpfige Agendagruppe die neue Spitze aus ihrer Mitte heraus gewählt. Vorgänger Gottfried Störmer ist nun als Bürgermeister und zukünftiger Gesprächspartner im angestrebten vertrauensvollen Trialog zwischen Bürgern, Politik und Stadtverwaltung gefragt. Bei einem Pressegespräch am Dienstag im Sitzungszimmer des Alten Rathauses stellten sich die beiden Gruppensprecher vor und gaben Auskunft über ihre mittel- und langfristigen Ziele und die nächsten Schritte. Die Ideen der Bürger sollen frühzeitig in die Planungsprozesse der Stadtverwaltung und der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung einfließen können, andererseits sollen die Bürger sich im Gegenzug an der Umsetzung der Ideen beteiligen. Noch am selben Abend sollte in der Agendagruppensitzung die Planung für das Jahr 2014 beschlossen werden. Ausgehend von einer Fragebogenaktion im Jahr 2011 hatte sich im April dieses Jahres ein Workshop mit Teilnehmern aus der Bürgerschaft, Politik und Verwaltung gebildet, dessen Ergebnisse in einen Aktionsplan der Agendagruppe eingingen. Ein weiterer Workshop ist im Frühjahr geplant, dabei soll es um die Ausgestaltung des Trialogs gehen. Ein Schwerpunkt im neuen Jahr soll die „Kultur für die Begrüßung von Neubürgern“ werden. Außerdem soll die Ehrenamtsbörse bekannter gemacht werden. Auch ein Konzept für eine zweimal jährlich tagende Lenkungsgruppe ist im Gespräch. Für die Weiterentwicklung und laufende Arbeit hoffen die Agendasprecher auf die Ideen und Mitarbeit weiterer Bürger.

    Beide Sprecher sind keine Neulinge mehr. Der 65-jährige frühere Verwaltungsangestellte, Lehrer und Referatsleiter beim Weißen Ring Werner Brall, der vor vier Jahren nach Lampertheim gezogen war, stieß 2012 zur Agendagruppe. Bernd Ritter, ebenfalls nicht mehr berufstätig, ist seit 2011 dabei und. Zuletzt war er als Geschäftsführer eines Handelsunternehmens mit Beziehungen vor allem im osteuropäischen Raum tätig. Die Aufgaben in der Agendagruppe haben sich die beiden Sprecher geteilt – Brall ist vorrangig als Ansprechpartner für die Öffentlichkeit und Bürger zuständig, Ritter sieht sich eher als der Organisator der Agendagruppe, der für die Interna und die Binnenstruktur zuständig ist. Beiden war klar: „Die Aufgaben haben wir gemeinsam übernommen, das kann einer allein gar nicht machen“. Wie die gesamte Agendagruppe sind sie ehrenamtlich tätig und bitten daher um Nachsicht, wenn eine E-Mail einmal nicht sofort beantwortet wird. Das Koordinationsbüro Ehrenamt beim Fachbereich 40 der Stadtverwaltung hingegen ist mit Koordinatorin Silke Reis hauptberuflich besetzt. Ebenfalls beim Pressegespräch beteiligt war der Leiter des FB 40 Kultur, Jugend, Bildung und Vereine Rolf Hecher. Unter seiner Regie war im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung 2011 das Konzept zur Entwicklung der „Bürgerkommune“ in Lampertheim erarbeitet worden, das die Grundlage auch für die Einführung der Ehrenamtsbörse war. Hecher kleidete seine Anerkennung für die Arbeit der beiden Sprecher in enthusiastische Worte: „Mich begeistert, was Sie jetzt beitragen – Sie haben verstanden, wo wir hinwollen“. Den Trialog zu verbessern sieht Hecher bereits auf gutem Weg. Hecher formulierte einen Kernsatz: „Bürgerkommune ist zunächst eine Haltung“. Der entscheidende Anstoß Richtung „Bürgerkommune“ war der überparteiliche Antrag an die Stadtverordnetenversammlung und der nachfolgende Beschluss zur Vorlage eines Konzeptes. Darin hatte die Stadtverwaltung die Einführung und den Ausbau einer Bürgerkommune zu beschreiben, als dessen wesentliches Element die Errichtung einer Koordinierungsstelle für ehrenamtliches Engagement in Lampertheim gesehen wurde.

    Hannelore Nowacki

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