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  • Di., 03. November 2015, 09:33 Uhr
    Krautstorze sorgen mit ihrem neuen Schwank für Lachtränen an vier Terminen

    „Agurat die selb´ Visasch wie du"

    Die „Aasgeier und Erbschleicher“ ließen nicht lange auf sich warten und machten sich auf die Suche nach den 1,5 Millionen von Onkel Batschi. Foto: Eva Wiegand


    HOFHEIM – Auch in diesem Jahr ist es den Hofheimer Krautstorze mal wieder gelungen, das Publikum mit ihrem ausgewählten Stück „Zwa ausgekochte Schlitzohrn" von Beate Irmisch zu begeistern. Rund 1.000 Zuschauer durften den Schwank in zwei Akten und in Howwemer Dialekt unter der Regie von Rudi Bickelhaupt im Hofheimer Bürgerhaus an vier Terminen genießen, haben viel gelacht und einen äußerst unterhaltsamen Abend erlebt, den sie selbstverständlich mit viel Applaus für die Darsteller und Aktiven hinter Bühne quittierten. Das Publikum konnte sich auch in diesem Jahr wieder ohne weiteres von dem Können der Laienschauspieler überzeugen. Denn in dem Stück waren den jeweiligen Darstellern ihre Rollen wie auf den Leib geschrieben. Der Tippelbruder Kalle (Armin Tremmel) und sein Kompagnon Wolle (Marc Ofenloch), auf der Suche nach einem gemütlichen Plätzchen, verschaffen sich Zugang zum Hof des unbeliebten und rülpelhaften Onkel Batschi. Dieser hatte allerdings bereits das Zeitliche gesegnet und wird von den beiden Eindringlingen mausetot in seiner Küche aufgefunden. Ein Wink des Schicksals, dass gerade Kalle dem Toten zum Verwechseln ähnlich sieht. Und als die beiden dann auch noch den letzten Willen bei Onkel Batschi vorfinden, der besagt, dass derjenige „liebe Aasgeier und Erbschleicher", der seinen in einer Lidl-Tüte gut versteckten Nachlass in Höhe von 1,5 Millionen zuerst findet, sowohl die Moneten als auch seinen Hof behalten darf. Da fackeln Kalle und Wolle nicht lange, deponieren Onkel Batschi in der Tiefkühltruhe und beschließen, zumindest bis zum Auffinden des Geldes, Kalle als Onkel Batschi auszugeben. Einziges Hindernis: Onkel Batschi hat seiner Verwandtschaft allesamt den gleichen Abschiedsbrief geschickt und so lassen die lieben Verwandten selbstverständlich nicht allzu lange auf sich warten: zuerst rückt Batschis herrschsüchtige Nichte Wilfriede Schwartz (Ute Timme) mit ihrem unterdrückten Gatten Götz (Jürgen Hofmeister) an, die sich gleich auf die Suche nach dem Geld machen. Auf dem Fuße folgt Wilfriedes Bruder Schorsch (Christian Jänchen) mit seiner französischen „Matratze" Monique (Miriam Gorniotzek), wie sie liebevoll von Wilfriede genannt wird. Und auch diese beiden lassen keine Zweifel an ihren Absichten, sich nämlich Hof und Geld unter den Nagel zu reißen. Dumm nur, dass der Tote durch seinen Doppelgänger wieder zum Leben erwacht ist. Und so entspinnt sich ein Schwank aus Irrungen und Wirrungen, der letztendlich dazu führt, dass die junge Sparkassenangestellte Hanni das Double durchschaut, schließlich kennt sie den unfreundlichen Onkel Batschi nur zu gut und auch die Frau Doktor, Clementine Geistreich (Petra Bickelhaupt) merkt, dass da etwas nicht stimmt. Nachdem die Erbschleicher leer ausgegangen sind und Wolle die Sparkassen-Angestellte Hanni einweiht, gibt sie den beiden den entscheidenden Hinweis und sie finden das Geld versteckt hinter dem Bild der verstorbenen Frau von Batschi. Doch Hanni übernimmt die Macht über das Geld und leider auch über die beiden Tippelbrüder. Eva Wiegand

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