Reit- und Fahrverein Lampertheim 1932 e.V. veranstaltete Voltigierturnier
Akrobatik auf dem Rücken der Pferde
Beim Voltigierturnier des Lampertheimer Reit- und Fahrvereins stellten Jungen und Mädchen verschiedener Alters- und Leistungsklassen ihr Können vor den Richterinnen unter Beweis. Foto: Manuel Ding
LAMPERTHEIM – Am Sonntag lud der Reit- und Fahrverein Lampertheim 1932 e.V. zum diesjährigen Voltigierturnier ein. Voltigieren nennt man eine Sportart, bei der man alleine, oder in kleinen Gruppen turnerische und akrobatische Übungen auf einem sich im Kreis bewegenden Pferd ausführt. Die Voltigiergruppe in Lampertheim besteht nun schon seit mehr als 25 Jahren und hat sich mittlerweile zu sechs Gruppen verschiedener Alters- und Leistungsgrade entwickelt.
Sie und weitere Gruppen anderer Vereine stellten am Sonntag vor den Richterinnen Johanna Krause und Britta Nauert ihr Können unter Beweis. Zwar sei das Turnier vor allem an Vereine der näheren Umgebung gedacht gewesen, so Pressesprecherin Cora Wunder, dennoch kamen die Mannschaften dieses Mal aus Orten wie beispielsweise Sailauf in Bayern, Kelkheim, Taunusstein, oder Dornheim. „Da sieht man, dass es kaum noch Voltigierturniere für Kinder im Bundesgebiet gibt“, stellte Eva Schneibel fest. Sie war am Sonntag für die musikalische Untermalung zuständig und bemerkte, dass man eben weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen müsse, wenn man an einem Turnier dieser Sportart teilnehmen möchte.
In jeweils einer Pflichtrunde, bei der die Reiterinnen und Reiter alleine auf den Rücken der Pferde steigen und einer Kürrunde, bei der Zweier- und Dreiergruppen erlaubt sind, begeisterten die jungen Sportlerinnen und Sportler auch ihr Publikum in der Halle des RuF Lampertheim. Foto: Manuel Ding
Besonders spannend ging es am Sonntag zu, als vormittags in den Leistungsgraden A und L je eine Pflicht- und eine Kürrunde geprüft wurde. Bei der Pflichtrunde ging es für alle Reiterinnen und Reiter einzeln auf den Rücken der Pferde, während die Kür auch Doppel- und sogar Dreiergruppen zuließ.
In den ersten Durchgängen der Leistungsklasse L konnte Birgit Reichert aus Sailauf in Bayern und auf dem Rücken von Rashomon die Richterinnen überzeugen und erntete die meisten Punkte. In der Leistungsklasse A hatte Thomas Degen auf Tharon aus Birkenbusch die Nase vorn. Die Lampertheimerin Michaela Geier erreichte mit ihrem Pferd Sunny, den dritten Platz.
Nach der Siegerehrung und Mittagspause wurde es für die Klassen Nachwuchs und Nachwuchs-Einsteiger ernst. Sie zeigten sowohl im Schritt als auch im Galopp ihr Können, bevor die Schrittgruppen dran kamen. Hier zeigten die Kleinsten im Alter von sechs bis zwölf Jahren, was sie auf dem Rücken der Pferde zu bieten hatten.
Zuletzt wurde ein kreatives Pax-de-Deux auf dem Turnpferd ausgeschrieben. Hier zeigten Doppelpaare ein Kürprogramm der besonderen Art, denn neben Schwierigkeit und Ausführung kommt es auch auf ein originelles Motto mit passenden Kostümen und der richtigen Musik an. Manuel Ding