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  • Mo., 12. Juni 2017, 08:46 Uhr
    Stadtmarketing „Neu“ – die Projektgruppe stellte ihr neues Konzept vor

    Akteure nicht allein Politik, Verwaltung und Wirtschaft



    Die Organisation von Ereignissen wie das Spargelfest und Candlelight Shopping gehören bislang zu den Aufgaben des Stadtmarketings. Der neue Regiebetrieb soll bei Mitwirkung der Bürger Lampertheim als Marke bekannt machen. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Zeiten ändern sich, was gestern noch passte, reicht für heute und morgen nicht mehr aus. Das Stadtmarketing ist hier keine Ausnahme, wie das Konzept zur Neuorganisation unter dem Titel Stadtmarketing „Neu“ zeigt, das Bürgermeister Gottfried Störmer und der ehrenamtliche Stadtrat Gottlieb Ohl im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstagabend im Sitzungszimmer des Stadthauses vorlegten und erläuterten. Auch in anderen Städten stehe das Thema auf der Tagesordnung, erklärte Störmer. Der Projektgruppe gehörten neben Bürgermeister Störmer und Stadtrat Ohl der Erste Stadtrat Jens Klingler, Mitglieder der Fraktionen sowie des Stadtmarketingvereins und des Wirtschafts- und Verkehrsvereins (WuVV) an. Im Ergebnis soll das Stadtmarketing breiter aufgestellt werden und eine neue Organisation in Gestalt eines „Regiebetriebes“ entsprechend der Hessischen Gemeindeverordnung § 121 erhalten. Diese grundsätzliche Neuausrichtung bedarf jedoch der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung, die über den Beschlussvorschlag in der Sitzung am 30. Juni abstimmen soll. Neben der Neuausrichtung des Stadtmarketings geht es um die neue Organisationsform, die Schaffung neuer Stellen im Haushaltsplan und die Bereitstellung der Mittel. Zunächst sollen dem Regiebetrieb, der 2018 mit seiner Arbeit beginnen soll, für seine Aufgaben 150.000 Euro für die ersten zwei Jahre zur Verfügung stehen. Danach soll eine Evaluierung und Neujustierung stattfinden. Für Personalkosten sollen 259.400 Euro aufgewendet werden, rund 15.000 Euro mehr als bisher für das Stadtmarketing. Die Leitungsstelle des Regiebetriebs könne mit einem Wirtschaftsförderer oder einem City-Manager besetzt werden. Je nach Schwerpunktsetzung der Leitung werden die weiteren Stellen besetzt. Dem Regiebetrieb wird ein Beirat zugeordnet, der auch sachkundigen Bürgern die Möglichkeit zur Mitwirkung bietet. Der Beirat wird wie die bisherige Projektgruppe aus dem Bürgermeister, dem Ersten Stadtrat, dem Stadtrat mit besonderen Aufgaben sowie Vertretern der Fraktionen und WuVV sowie dem Verein für Stadtmarketing bestehen. Beratung und Evaluierung sind seine Aufgaben. Der Vorsitzende berichtet einmal jährlich dem Haupt- und Finanzausschuss. Ziel ist die Etablierung von Lampertheim als Marke mit Außenwirkung in die Umgebung, als attraktive Stadt für Bürger und Gewerbetreibende, in der sich die Bürger aktiv beteiligen. Im Rahmen des Stadtumbaus sei das Stadtmarketing ein Baustein. Wie lief es bisher? Die Ausgangslage des seit 16 Jahren als Stabsstelle eingerichteten Stadtmarketings charakterisiert der Konzeptentwurf als „überwiegend reaktiv“, eine nach außen gerichtete Schwerpunktsetzung der Vermarktung sei nicht realisierbar gewesen. Auch falle eine klare Zuordnung der Tätigkeiten und Events zur Stabsstelle oder zum Stadtmarketingverein schwer. Parallel war und ist der WuVV aktiv, der seinen Vereinszweck nach der Einführung des Stadtmarketingsvereins beibehalten habe. In vier ganztägigen Workshops an Wochenenden wurde der Konzeptentwurf erarbeitet. „Jetzt kommt die Umsetzung“, bekräftigte Ohl, der den angestrebten Regiebetrieb mit Leiter im Range eines Fachbereichsleiters als kostengünstige Maßnahme beschrieb. Die gute und fachkundige Zusammenarbeit in den Workshops hat den Teilnehmern Spaß gemacht, auch darin war man sich fraktionsübergreifend einig. Störmer dankte den ehrenamtlichen Teilnehmern für ihr Engagement. Allerdings erscheinen dem Stadtverordneten Gregor Simon (Grüne) die geplanten Kosten von 150.000 Euro für den Regiebetrieb zu hoch. Jürgen Block von der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland sowie Manfred Salber und Patrick Salber waren die hoch eingeschätzten Referenten und Moderatoren. Stephanie Klauer, die im Stadtmarketingverein die Nachfolge von Udo Lange angetreten hat, begrüßte die Neuausrichtung. Akteure seien nicht allein Politik, Verwaltung und Wirtschaft, erläuterte Störmer. Der Erklärung vom 1. WuVV-Vorsitzenden Otto Edinger schloss sich Störmer an: Akteure sind wir alle – die Bürger, Verwaltung, Politik und Wirtschaft“.  Hannelore Nowacki

     
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