
BÜRSTADT – Der Yolo-Day in der Erich-Kästner-Schule (EKS) ist ein Groß-Ereignis, das vom Gesundheitspräventionsteam des Kreises Bergstraße mit Reinhild Zolg und EKS-Präventionslehrerin Laura Bernd zum 5. Mal gemeinsam vorbereitet wurde, diesmal mit 17 Workshops zu Themen aus dem täglichen Leben. Yolo-Day steht für den englischen Satz „you only live once“ – „Du lebst nur einmal“. Workshops mit fundierter fachlicher Information und Mitmachaktionen sollen für Gesundheitsprävention sensibilisieren. Dabei spielen neben den Klassenlehrern auch externe Mitwirkende und Unterstützer eine tragende Rolle. So konnte durch Unterstützung der Bürstädter Bürgerstiftung der YouTube-Influencer Tise gewonnen werden, der den Workshop für Schuhdesign anbot – mit Pinsel und Farben gaben die Schüler weißen Sneakers in fast meditativer Atmosphäre ein frisches Design. In der schuleigenen Turnhalle ging es unter dem Motto „Hau ab! Fass mich bloß nicht an“ zur Sache: Klaus Peter Fritz vom Judoverein Bürstadt, der selbst über mehrere Meistergrade verfügt, zeigte den Schülern wie man sich gegen Angreifer zur Wehr setzen kann. Yoga macht Spaß, ist aber nicht zum Ausruhen, das war in der Halle nebenan bei den Mädchen zu sehen. Bei den Landfrauen ging es ums gute Wirtschaften, damit Lebensmittel nicht in der Tonne landen. Über Trendgetränke mit viel Zucker und Koffein informierte Regine Scholz von der Verbraucherzentrale Hessen die Schüler. Ein großer Linienbus der Verkehrsgesellschaft Gersprenztal mit Sitz in Reichelsheim stand draußen an der Haltestelle, um den Schülern Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr zu vermitteln, dabei stand eine echte Gefahrenbremsung auf dem Programm.
Foto: Hannelore Nowacki
Positive Einblicke in Gesundheitsfragen geben
Auch Themen, die weniger Spaß orientiert sind, standen auf dem Plan wie die Einführung in den Gebrauch eines Defibrillators, der Demenz-Workshop und die Trauerbewältigung mit der Palliativ- und Hospiz-Initiative Ried (PaHoRi). Zu einem Rundgang und anschließendem Pressegespräch waren der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf aus Heppenheim in Vertretung der Gesundheitsdezernentin Angelika Beckenbach und Bürgermeisterin Barbara Schader gekommen. Schimpf erklärte, dass es an diesem Projekttag darum gehe, jungen Menschen positive Einblicke in Gesundheitsfragen zu geben und mit externen Partnern über den Tellerrand hinauszuschauen. Das Yolo-Programm sei ein großes Netzwerk und werde für jeden Ort anders entwickelt. Yolo definierte Schimpf mit den Worten „sich selbst pflegen und mit dem eigenen Körper achtsam umgehen“. Heute seien die Herausforderungen mit Internet, Handysucht und diversen Abhängigkeiten andere als noch vor 15 oder 20 Jahren. Neben Alkohol und Zigaretten nannte Schimpf auch die Freigabe von Cannabis als Problem. Der Erich-Kästner-Schule bescheinigte Schimpf, mit dem Lehrstoff immer als Teil der Gesellschaft das Miteinander und Sozialverhalten zu vermitteln. Bürgermeisterin Schader lobte auch die Zusammenarbeit der Schule mit der Stadt Bürstadt, die sich als gesunde Stadt versteht und bei den heimischen Schulen einen fruchtbaren Boden findet. Schulleiterin Stephanie Dekker wies darauf hin, dass der Förderverein das ganze Programm unterstütze. Da die EKS mit ihren insgesamt 40 Klassen keine vierzig Workshops an einem Tag anbieten könne, waren an diesem Tag die 18 Klassen des Haupt- und Gymnasialzweiges dran, die Realschulklassen haben am 6. Mai ihren Yolo-Day.
Hannelore Nowacki






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