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Mo., 20. Januar 2014, 10:09 Uhr
SPD-Neujahrsempfang im Alten Rathaus stimmte auf die politischen Herausforderungen bis zur Kommunalwahl ein
Aktiv in Lampertheim und das Ohr nah am Bürger
Die SPD hat 2014 viel vor: neben Mitgliederwerbung wirft auch die Kommunalwahl 2016 bereits ihren Schatten voraus. Von links: Hans Hahn, Jens Klingler, Christine Lambrecht und Brigitte Stass. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM - Beim Neujahrsempfang der SPD Lampertheim ging es kommunal- und bundespolitisch um die Richtung, die die Sozialdemokraten dem neuen Jahr geben wollen. Mit deutlichen Worten empfing der Erste Stadtrat Jens Klingler die Genossen im Alten Rathaus und begrüßte dabei unter anderem sowohl die Bundestagsabgeordnete und neue parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht, Bürgermeister a.D. Erich Maier, die Ortsvorsteher aus Neuschloß, Hüttenfeld und Hofheim sowie Bürgermeister Gottfried Störmer und den Vorsitzenden der Jusos Marius Schmidt.
„Wir wollen 2014 nicht nur Mitglieder werben, das Jahr steht auch unter dem Motto Kommunalwahlen. Wir wollen 2016 wieder eine schlagkräftige Truppe sein“, erklärte der Parteichef. Ziel sei eine gute Mischung aus Alt und Jung und ein breites Spektrum abzudecken. Auch ließ es Klingler sich nicht nehmen, den Blick auf die Finanzlage der Kommunen zu richten. So berichtete er von einem Vertrag, den er als Geschäftsführer der Biedensand-Bäder gerade erst mit einer Schule aus dem Kreis Groß-Gerau geschlossen habe. „Wir sind im Umkreis das nächste Schwimmbad. Die Kinder sind drei Schulstunden unterwegs, um eine Stunde zu schwimmen. Da müssen wir hinterfragen, ob wir unseren Kindern so etwas zumuten wollen“, meinte Klingler. 2014 seien also die großen Probleme immer noch da, er habe aber die große Hoffnung, dass nun ein anderer Weg eingeschlagen werde, denn „die Kommunen müssen auf andere Füße gestellt werden“. Als Ausblick für 2014 nannte Klingler dann unter anderem die Sommertour und Themenstammtische, die es 2014 wieder geben soll. „Wir werden weiter in Lampertheim aktiv sein und das Ohr am Bürger haben“.
Dann erörterte Lambrecht die Herausforderungen der Großen Koalition. Neben einigen Höhen und stolzen Momenten im letzten Jahr sei 2013 auch ein Jahr mit großen Enttäuschungen gewesen. „Wir hatten tolle Unterstützung, die richtigen Themen, aber das Ergebnis bei der Bundestagswahl war enttäuschend“, meinte Lambrecht, nun müsse man überlegen, was schief gelaufen sei. Jetzt allerdings, gelte es, den Schwung aus der aktuellen Arbeit in Berlin in die nächsten Monate mitzunehmen. So sei bei den Koalitionsverhandlungen um die Kernpunkte ein recht gutes Ergebnis erlangt worden. „Wir werden keinen Kuschelkurs fahren, aber wir haben uns auf einen Vertrag eingelassen. Und deshalb werde ich von unseren Leuten einfordern: lasst uns geschlossen dafür stehen und daran arbeiten, dass wir gestärkt aus dieser Koalition hervorgehen“.
Bei den Themen Mindestlohn, Rente mit 63, Mietpreisbremse und gleicher Lohn für gleiche Arbeit könne nun so richtig was gestaltet werden. „Wir haben viel vor“, betonte Christine Lambrecht zum Schluss. Auch Bürgermeister Störmer wandte sich mit einem kurzen Grußwort an die Anwesenden und lobte die bisherige gute Zusammenarbeit, bei der man gemeinsam Themen diskutiere und auch zu einem gemeinsamen Ergebnis komme.