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Fr., 13. November 2020, 10:21 Uhr
Zukünftige CDU-Fraktion mit erfahrenen und neuen Lokalpolitikern will zukünftige Themen und Aufgaben im Team bewältigen
Alexander Scholl ist CDU-Spitzenkandidat für Kommunalwahl am 14. März
CDU-Spitzenkandidat Alexander Scholl bei seiner Ansprache nach Corona-Vorschrift mit Maske. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Lampertheimer CDU hat sich für den Kommunalwahlkampf2021 startklar gemacht. In der zügig durchgeführten Mitgliederversammlung am Donnerstagabend im Foyer der Hans-Pfeiffer-Halle fanden sich keine Gegenkandidaten, so dass die drei Wahlvorschlagslisten der siebenköpfigen Wahlkommission unter Vorsitz von Bernhard Hossner von den 22 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern wie vorgelegt abgestimmt wurden. Allerdings hatten die Mitglieder die Möglichkeit Bewerber von der Liste zu streichen. Alexander Scholl, Stadtverordneter und Hofheimer Ortsvorsteher, wird als CDU-Spitzenkandidat für die Stadtverordnetenversammlung und den Ortsbeirat Hofheim das neue Gesicht der Christdemokraten aufPlatz 1 in Lampertheim sein. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Edwin Stöwesand hatte seiner Partei den Wunsch mitgeteilt, zukünftig kürzer treten zu wollen. Im Wahlvorschlag zur Stadtverordnetenversammlung steht er daher auf Platz 5, für den Ortsbeirat Hofheim auf dem letzten Platz 9. Franz Korb, der Vorsitzende des Stadtverbandes der CDU, stimmte die Mitgliederversammlung auf eine Sitzung unter Corona-Bedingungen mit zügigem Verlauf ein. Nach der neuen Allgemeinverfügung waren die Masken durchgehend auch am Platz und Rednerpult zu tragen, der vorgeschriebene Abstand war einzuhalten und wegen der Hygienevorschriften waren die Getränkeflaschen mit nach Hause zu nehmen. Für Alexander Scholl als Spitzenkandidat habe sich die Wahlkommission entschieden, weil er außerordentliches Engagement als Ortsvorsteher gezeigt und bei wichtigen Themen in der Stadtverordnetenversammlung Verantwortung übernommen habe, erklärte Hossner bei der Vorstellung der Vorschlagslisten. Unter den 41 Bewerbern für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung sind erfahrene Kommunalpolitiker und Neulinge auf der Bühne der Kommunalpolitik vereint. Da die Bürgerkammern Neuschloß und Rosengarten mit eigenen Listen in die Wahl gehen, gebe es nur für Hofheim und Hüttenfeld CDU-Listen. Als Versammlungsleiter führte der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Michael Meister durch die Wahlformalitäten. Von der Möglichkeit sich selbst vorzustellen, machten nur zwei Kandidaten Gebrauch. Karl-Heinz Horstfeld teilte der Mitgliederversammlung mit, dass er weiterhin Politik für die Bürger machen wolle. Mit der Politik der Partei, der er seit 40 Jahren angehörte, sei er nicht mehr einverstanden. Stefan Griesheimer, Vorstandsmitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Bergstraße, bekannte sich als „neu“ und will in Lampertheim „etwas bewegen“. In seinem Referat als gewählter Spitzenkandidat bezog sich Alexander Scholl auf das Wahlprogramm und betonte, dass die CDU in der neuen Stadtverordnetenversammlung „eine bedeutende Rolle“ spielen wolle. Kritisch nahm er zum Umgang der SPD gegenüber dem amtierenden Ersten Stadtrat Stellung, das sei kein guter Stil und lasse viele Fragen offen. Auch die Neubesetzung des Postens nur sechs Wochen vor der Kommunalwahl sieht Scholl kritisch, wenngleich dies rechtlich zulässig sei. Politische Spielchen dieser Art seien schädlich für Lampertheim und das Amt des Ersten Stadtrats. Dennoch sieht Scholl inhaltlich keine großen Unterschiede zwischen den Lampertheimer Parteien im Stadtparlament, die Hauptunterschiede lägen dagegen in der Art und Weise wie man Themen anpacke. Mit der Stadtverwaltung wolle die CDU gemeinsam und konstruktiv die Zukunft gestalten, deren Arbeit jedoch „an notwendigen Stellen kritisch“ hinterfragen. Seine zukünftige Fraktion sieht Scholl als engagiertes Team, das die Vielzahl der Themen und Aufgaben „mit einem sachlichen, fairen und ergebnisorientierten Umgang“ bewältige. Hannelore Nowacki