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  • Mi., 25. November 2015, 23:13 Uhr
    Präventionstag zum Welt-AIDS-Tag

    Alfred-Delp-Schule Lampertheim sieht rot

    KREIS BERGSTRASSE – Der Welt-AIDS-Tag findet dieses Jahr zum 28. Mal statt und das Haus der Gesundheit Heppenheim nahm dies zum Anlass gemeinsam mit der Alfred-Delp-Schule Lampertheim und Pro Familia einen Präventionstag zum Thema AIDS zu veranstalten.

    Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV – Infektionen. Pro Jahr kommt es zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen, davon sind etwa 240.000 Kinder betroffen. In Deutschland leben heute rund 80.000 Menschen mit HI-Virusinfektion. Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben.

    Unter dem dies jährigen Motto „Positiv zusammen leben“ konnten sich die Schülerinnen und Schüler aller 9. Klassen der Alfred-Delp-Schule über verschiedene Belange der AIDS-Prävention informieren.

    „In den vergangenen Jahren wurden Fortschritte in der Prävention und Therapie erzielt. Dem Ziel, eine Impfung zu entwickeln, sind wir trotz aller Anstrengungen der Wissenschaftler seit 30 Jahren nicht näher gekommen. Prävention behält deshalb einen hohen Stellenwert“, betonte Matthias Schimpf, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter des Kreises Bergstraße.

    Risiken, Eigenverantwortung des Einzelnen aber auch der Krankheitsverlauf und die Lebenssituation von HIV-infizierten Menschen wurden altersgemäß von den Akteuren vermittelt. Die Schüler konnten sich selbst mit der Problematik HIV-assoziierter Erkrankungen auseinandersetzen und Informationen über den Infektionsweg und den Vermehrungszyklus des Hi-Virus erarbeiten.

    Am Infostand des Hauses der Gesundheit bekamen alle Schülerinnen und Schüler sachkundige Auskunft über Schwangerschaftsverhütung und zu sexuell übertragbaren Erkrankungen. In lockerer Atmosphäre bestand die Möglichkeit, sich in angemessener Form über Sexualität auszutauschen.

    Steffen Brammer von Pro Familia Bensheim konnte aus dem Erfahrungsschatz seiner Alltagsarbeit auf eindrucksvolle Beispiele über Krankheitsverlauf und die Lebenssituation HIV-infizierter Menschen zurückgreifen und die Jugendlichen an das Thema heranführen.

    „Durch solche Projekttage gelingt es, das Thema AIDS zu enttabuisieren. Die Jugendlichen lernen zwar heute viel über Sexualität und die damit möglicherweise verbundenen Gefahren, die Verantwortung anderen gegenüber zu übernehmen ist in dieser Altersgruppe aber noch nicht so verinnerlicht“, betonte Reinhild Zolg, Fachbereichsleiterin des schulärztlichen Dienstes vom Haus der Gesundheit Heppenheim.

    „Der Schwerpunkt liegt damit auf ganz persönlichen Fragen des eigenen Gewissens. An unserer Toleranz und Solidarität müssen wir uns messen lassen. Unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung haben in unserem Alltag keinen Platz. Informationen helfen, solche Ängste hinter sich zu lassen. Respekt und Normalität im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind angesagt“, so Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf abschließend. zg

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