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  • Di., 27. Dezember 2016, 09:41 Uhr
    SPD Groß-Rohrheim bezieht zu Verschiebung des Ausbaus der S-Bahn Rhein-Neckar Stellung

    Alle Jahre wieder, so um die Weihnachtszeit…

    GROSS-ROHRHEIM – Das Land Baden-Württemberg, der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) haben gerade wieder mit der Mitteilung „überrascht“, dass die nächste Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar nach zweimaliger Verschiebung noch später als geplant an den Start gehen wird. Statt wie zuletzt vorgesehen Ende 2019 sollen die barrierefreien Bahnen im Taktverkehr für insgesamt 5 Linien, darunter auch die Strecke Mannheim – Groß-Rohrheim, nun erst ab Dezember 2020 über die Schienen rollen. 

    Erklärt wird diesmal die weitere Verzögerung mit Lieferschwierigkeiten der Hersteller der S-Bahn Züge. Sie kämen mit der Produktion nicht nach. Erstens fahren die Züge derzeit schon zwischen Mannheim und Biblis, nur noch nicht barrierefrei, und zweitens wirft das wohl ein schlechtes Licht (grottenschlecht) auf den Industriestandort Deutschland, so die SPD Groß-Rohrheim in einer Pressemitteilung. „Der Flughafen Berlin lässt grüßen. In Wahrheit ist wahrscheinlich aber die unprofessionelle Arbeitsweise in den Verkehrsministerien an der Misere Schuld. Sie bekommen die „Ausschreibung“ nicht auf die Reihe.

    Oder will man überhaupt nicht den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, sondern arbeitet mit Nachdruck daran, möglichst viel Güterverkehr auf der Strecke unterzubringen? In Wiesbaden sitzt ein grüner Verkehrsminister und in Stuttgart ebenfalls. Beide erzählen uns ständig, dass wir das Auto stehen lassen und den öffentlichen Nachverkehr benutzen sollen. Wie aber? Es wird berichtet, der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann habe die Verschiebung nur schweren Herzens akzeptiert. Ein Kandidat für den Zyniker Orden in der laufenden Kampagne? 

    Die Gemeinden müssen einen Haufen Geld in den Ausbau der Strecken stecken und viele Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Allein Groß-Rohrheim wird wohl nahezu mit einer Million Euro am Ende dabei sein. Und mit jeder Verzögerung wird es noch teurer! Werden unsere Bürger trotzdem am Ende das Nachsehen haben? Offensichtlich ist es leichter, seine ideologischen Grundsätze gegen das Auto jahrelang den Leuten gebetsmühlenhaft vorzutragen, als für einen ordentlichen öffentlichen Nahverkehr zu sorgen. Sind die Herren grünen Minister mit der Aufgabe überfordert?

    Wir werden „am Ball“ bleiben und für eine baldige Umsetzung streiten. Ob da eine Resolution der Gemeindevertretung hilft, werden wir im neuen Jahr in den Gremien diskutieren und Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, immer zeitnah informieren. Es darf jedenfalls nicht kurz vor Weihnachten 2017 wieder heißen: Alle Jahre wieder…“

    Weitere Informationen zur SPD Groß-Rohrheim finden Sie unter www.spd-gross-rohrheim.de zg
     

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