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  • Fr., 03. Juli 2020, 09:16 Uhr
    TV HOFHEIM: Training für Sportabzeichen auch während der Sommerferien / Volkslauf  im September noch nicht abgesagt

    „Alle sind sehr diszipliniert“

    Die Absolventen des Sportabzeichens beim Aufwärmen. In diesem Jahr läuft das Training auch in den Sommerferien weiter. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – In der Sporthalle trainiert die Panikstaffel, auf dem Beachvolleyballfeld zeigen die Spielerinnen vollen Einsatz, und auf dem Rasenplatz machen sich die Absolventen für das Sportabzeichen warm. Alles wieder beim alten, könnte man da denken. Doch auch am vergangenen Mittwochabend waren die Hygienemaßnahmen allgegenwärtig, ohne Abstandhalten und Desinfektionsmittel geht nichts. 

    Nach der Corona-Zwangspause ist beim Hofheimer Turnverein der Übungsbetrieb peu à peu wieder angelaufen, jedoch mit Einschränkungen. Es gibt einige Gruppen, die sich seit dem Lockdown im März nicht mehr gesehen haben. „Ich hatte Anfang des Jahres durch zugezogene Familien so viele Eltern-Kind-Turner wie schon lange nicht mehr, das war toll“, erzählt Ingrid Bamberg, Abteilungsleiterin Turnen. Die Frage, wann es wieder weitergeht und ob dann auch wieder alle kommen, bleibt unbeantwortet. Noch ist die Turnhalle der Nibelungenschule für Sportvereine geschlossen. Davon abgesehen sieht sie für das Purzelturnen und das Eltern-Kind-Turnen ein Problem was das Desinfizieren angeht. Die Gerätschaften müssten nach jedem Kind desinfiziert werden, das bedeute einen enormen Zeitaufwand. Außerdem wisse man nicht, wie sich das Mittel auf das Material auswirke, bei Schuleigentum sei da Vorsicht geboten. 

    Ropeskipper, Leistungsturnerinnen, Qigong-Kurs, Jedermänner, die Tanzgruppen Step Motion und Melange sowie die Showakrobatikgruppe Stud Buttons sind unter anderem wieder am Start. Sogar bei Letzteren funktioniert das Training ohne Körperkontakt, statt Hebefiguren steht Muskelaufbauschulung auf dem Programm. Anmeldung, Anwesenheitslisten und Hygienemaßnahmen prägen auch das Leichtathletiktraining. Maximal 20 Kinder dürfen in den Sportpark, die Eltern müssen außerhalb des Geländes warten, Staffelläufe und Wettkämpfe sind verboten. Beim Laufen, Werfen und Springen seien die Kinder sehr diszipliniert, berichtet Verena Salomon, Abteilungsleiterin Leichtathletik, „Sie halten sich an die Regeln und freuen sich, dass wieder Training ist. Es läuft sehr gut.“ Wie alle hofft sie, dass bald wieder mehr Sportler auf dem sehr weitläufigen Gelände mit Rasenplatz, Weitsprunganlage und Tartanbahn erlaubt sind. 

    Gute Nachrichten gibt es in punkto Deutsches Sportabzeichen. Die Abnehmer Regine Kraus, Manfred Schober, Michael Schnell und Roland Schulz haben beschlossen, dieses Jahr keine Pause in den Sommerferien zu machen Heißt: das Training, das immer mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr im Sportpark stattfindet, läuft durch bis Anfang Oktober. Wer Lust hat seine Ausdauer, Koordination und Kraft zu trainieren, kann sich in den verschiedensten Disziplinen ausprobieren. Die Auswahl reicht von Schleuderball und Kugelstoßen über Standweitsprung bis zu Walken oder Fahrradfahren. Die Anforderungen sind nach Alter und Geschlecht differenziert. Es bedarf keiner Vereinsmitgliedschaft, die Teilnahme am Training ist kostenlos, die Geräte werden vor und nach dem Training desinfiziert.  

    „Bis jetzt klappt alles wunderbar, die Regeln werden eingehalten, Übungsleiter und Gruppen sind sehr diszipliniert“, zeigt sich der TV-Vorsitzende Markus Reis zufrieden. Man gehe sehr behutsam an die Sache ran, das werde auch weiterhin so bleiben. Bis jetzt sind der Volkslauf am 26. September und die Turnschau im November noch nicht gecancelt. „Bevor wir etwas absagen, warten wir erst mal ab“, lautet die Devise bei Hofheims größtem Verein. Für den Volkslauf gebe es auch andere alternative Lösungen, wie das Beispiel Nibelungenlauf, der sich erstmals als „Worldwide-Virtual-Edition“ präsentiert, zeige. Im Veranstaltungsbereich werde noch einiges passieren, man müsse schauen wie bis dahin die Regelungen seien. Klar ist für Markus Reis aber auch: „Wir müssen mit dem Thema Corona noch länger leben.“ Petra Gahabka

     
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