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  • Do., 28. Mai 2015, 12:27 Uhr
    Spagat im Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung

    Alleinerziehende beim Projekt „3-Generationen-Vormittag“ aktiv

    In lockerer Atmosphäre mit Gesprächen und geselligen Spielen war der „3-Generationen-Vormittag“ im Alten – und Pflegeheim Mariä Verkündigung für die jungen Frauen aus der beruflichen Integrationsmaßnahme eine interessante Erfahrung. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Im Tagescafé des Alten- und Pflegeheims Mariä Verkündigung ging es am Dienstag lebhaft zu – einige Tischrunden unterhielten sich angeregt, andere Bewohner hatten mit ihren Besucherinnen Spaß beim „Mensch ärgere dich nicht“, serviert wurden Teller mit geschälten Apfelschnitzen und Erdbeeren. Eigentlich ist zu dieser Zeit immer Gymnastik angesagt, doch die Bewohner hatten angekündigten Besuch bekommen. Vier junge Frauen und der dreijährige Adrian machten beim Aktionstag im Rahmen einer beruflichen Integrationsmaßnahme für Alleinerziehende mit, der unter dem Motto „3-Generationen-Vormittag“ Jung und Alt bei geselligen Spielen und Unterhaltung für zweieinhalb Stunden zusammenbrachte. Da einige Mütter und Kinder erkrankt waren, fiel die Aktion etwas kleiner als ursprünglich geplant aus. Auch waren einige Kinder im Kindergarten. Den kleinen Adrian hatten einige alte Damen gleich ins Herz geschlossen und auch die jungen Frauen fanden schnell Kontakt zu den Bewohnern. Nicht alle der etwa zwanzig anwesenden Bewohner machten aktiv mit, einige schauten lieber interessiert zu, andere vertieften sich in ihre Zeitung. Unter der Trägerschaft des Diakonischen Werks Bergstraße sind die Alleinerziehenden für neun Monate beim Projekt „Spagat!“ aktiv. Dabei haben die jungen Frauen einen wirklichen Spagat zu bewerkstelligen, denn sie suchen Arbeit und haben Kinder. Diese Aktionstage, die zwei- oder dreimal während der Maßnahme stattfinden, organisieren die Frauen selbständig und suchen sich auch Thema und Einrichtung aus. Adrians Mutter, Michaela Sudheimer, fand die Aktion sehr gelungen und strahlte zufrieden. Ihre überraschende Erfahrung mit den spielfreudigen Mitspielerinnen beim „Mensch ärgere dich nicht“: „Eine Bewohnerin hat mich richtig abgezockt“. Eine zweite Gruppe hatte sich für den „AZ-Vogelpark“ entschieden. Dort unterstützten sie die ehrenamtlichen Helfer dreieinhalb Stunden beim Aufräumen nach dem Besucheransturm an Pfingsten und beim Füttern und Pflegen der Tiere. Edith Harter, Mitarbeiterin des Diakonischen Werks und Leiterin des Projekts, erklärte im Gespräch mit dem TIP, dass diese berufliche Integrationsmaßnahme mit fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Lampertheim, Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim in Zusammenarbeit mit „Neue Wege – Kreis Bergstraße“ stattfindet und auch von „Neue Wege“ konzipiert wurde. Abgesprochen war die Aktion mit Ursula Knigge vom Sozialdienst des Alten- und Pflegeheims Mariä Verkündigung. Sie hatte als Ansprechpartnerin alles im Blick und freute sich, dass die Atmosphäre sehr  lebendig war, so wie es auch beim anschließenden Bingo sein werde. Dass bei der Aktion „3-Generationen-Vormittag“ der kleine gemeinsame Spaziergang ausfallen musste, ging auf das Konto des Maiwetters. Hannelore Nowacki

     

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