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    FROHE OSTERN: Viele Besucher bei Osterausstellung des Künstlervereins Bürstadt im Bürgerhaus

    Allerlei fürs Osternest und Freude für alle Fälle  

    Glück muss man haben – bei der Tombola des Künstlervereins für den guten Zweck gab es zur Freude der Besucher viele attraktive Gewinne. Roswitha Guthruf aus Biblis hatte einige Glückslose ergattert. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Kaum war die Osterausstellung des Bürstädter Künstlervereins am frühen Samstagnachmittag eröffnet, strömten schon die Besucher in den großen Saal des Bürgerhauses, in dem 51 Aussteller an zwei Tagen eine erstaunliche Vielfalt künstlerischer Kreativität präsentierten. Während die blühenden Vorboten des Osterfestes draußen mit der Sonne um die Wette strahlten, spielten in der Osterausstellung vor allem die ausdauernden Blütenarrangements ihre dekorativen Vorzüge aus wie der pralle Blütenzauber aus der Bürstädter Ballonwerkstatt. Fast zu schade zum Anzünden sind die Pfingstrosen und Ostereier aus Sojawachs, die Ella Groß aus Bensheim als Kerzen anbietet. Beim Formen der geschmolzenen Wachsperlen komme sie zur Ruhe, sagt sie, ein Ausgleich im stressigen Alltag. Kein Ei gleicht dem anderen, davon konnten sich die Besucher am Stand von Elwira Hrouda aus Hofheim bei Frankfurt überzeugen. Märchenhafte Motive wie Schneewittchen und die sieben Zwerge malt sie auf Gänseeier. Osterhasen, Drachen und viele andere Tierchen zieren Puteneier und winzige Wachteleier – praktischerweise mit bunten Bändern zum Aufhängen an Frühlingszweigen. Die 77-jährige Hobbykünstlerin ist zum ersten Mal dabei wie dreizehn weitere Aussteller. Wie sie aufs Ei kam? Früher habe sie Bauernschränke und Milchkannen bemalt, erzählt sie, zwei Kinder hat sie großgezogen und ist dann auf die Eiermalerei umgestiegen. Erschwinglichen Schmuck mit Edelsteinen in vielen schönen Farben und Zuchtperlen stellt Gisela Mrotzek selbst her, ideal fürs Osternest. Strahlend blauer Lapislazuli, grüner Aventurin, türkis leuchtender Apatit, Bergkristall und vieles mehr sind ihre Werkstoffe. 

    Was das Herz begehrt und was gut ins Osternest passt – bei der Osterausstellung war für jedes Alter etwas dabei. Foto: Hannelore Nowacki


    Kreativwelt in beschaulicher Atmosphäre

    Melanie Siener aus Worms zeigte ihre Knotenkunst zum ersten Mal bei einem offiziellen Anlass – ihre Colliers, Ketten, Armbänder und Ringe aus gewachsten Garnen knüpft sie ohne Lupe. Vier bis fünf Stunden braucht sie, bis aus unzähligen winzigen Knötchen ein aufwändiger Halsschmuck in Mikro-Macramee vollendet ist. Bei Kristina Weber bleiben Mamas mit Kind auf dem Arm gerne stehen. Ihr Sortiment ist eine Kreativwelt mit niedlicher Kleidung bis hin zur Milchzahndose. Schon seit zehn Jahren macht sie bei der Ausstellung mit. Helga Hille und Roswitha Guthruf aus Biblis hatten Glück bei der Tombola, die der Künstlerverein jedes Jahr, auch bei der Adventsausstellung, für soziale Zwecke veranstaltet. Zwei gut gefüllte Tüten hatten sie zu tragen. Sie sagten begeistert: „Die Tombola ist großartig“. Drei Lose waren für 1 Euro erhältlich, die Preise attraktiv – es dauerte nicht lange, dann war die Auslage zur Freude der Organisatorinnen der Osterausstellung Monika Brenner und Doris Hilsheimer ziemlich ausgedünnt. Martina Rausch, wie sechs weitere Aussteller auch Mitglied im Künstlerverein, hatte Straußeneier in Kunstwerke verwandelt, die interessierte Blicke anzogen. Fröhliche Osterhasen lachten die Besucher am Stand von Gudrun Langer aus Heppenheim-Sonderbach an. Auf Holz malt sie auch seit über zwanzig Jahren ihre witzigen Einfälle, die zum Schmunzeln einladen. Sie sei öfter hier, erzählt sie. Von der beschaulichen Atmosphäre ist auch Autorin Karin Lachmann angetan, zum wiederholten Mal nahm sie teil. Für die Feiertagslektüre oder Urlaubsreise hat sie Lesestoff mitgebracht, alles selbst geschrieben und gedichtet. Exklusiv zur Ausstellung hatte sie ein Faltblatt mit den sieben Weltwundern der Antike und der Neuzeit gestaltet. Bei Kaffee und Kuchen im geselligen Rahmen am Rande der Osterausstellung war Gelegenheit auf angenehme Weise zu pausieren.  

    Hannelore Nowacki

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