Gebrauchtradmarkt des ADFC auf dem Schillerplatz mit Codier-Aktion, Informationen zu Radtouren und vieles mehr
Allerlei rund um das Thema Fahrradfahren
Bei der Fahrradbörse konnten Räder verkauft, gekauft oder codiert werden - ADFC-Vorstandsmitglied Ralf Dickhaut (r.) und weitere Mitglieder an ihrem Infostand auf dem Schillerplatz. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Auf dem Lampertheimer Schillerplatz herrschte am vergangenen Samstag schon in den frühen Morgenstunden reges Treiben. Der sonnige Frühlingstag lockte viele Besucher auf den Platz, auf dem sich neben den Marktständen auch ein Informationsstand des ADFC Bergstraße befand. Denn wie auch im vergangenen Jahr veranstalteten die Mitglieder den traditionellen und beliebten Gebrauchtradmarkt. Wer sein altes Fahrrad oder auch Fahrradteile und -zubehör verkaufen wollte oder sich nach einem gebrauchten Drahtesel umsehen wollte, war hier genau richtig. Auch wer sein Fahrrad gegen den Fahrradklau codieren lassen wollte, war beim ADFC an der richtigen Adresse. Die Helfer des Clubs standen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite und gaben Tipps rund um das Thema Fahrradfahren.
Matthias Gehrmann, Vorsitzender des ADFC Bergstraße, erwähnte die drei Schwerpunkte am Veranstaltungstag: der Gebrauchtradmarkt, die Fahrradcodierung und der Infostand mit den Tourenkarten. Er erwähnte, dass Stefan Gradtke, ADFC-Ortssprecher, bereits früh zur gleichzeitig stattfindenden Radverkehrsschau weitergereist sei. Gehrmann lobte das Engagement des Bürgermeisters Gottfried Störmer hinsichtlich der Verbesserung und des Ausbaus des Radverkehrsnetzes in Lampertheim und die Einbindung des Vereins in die Aktivitäten von städtischer Seite. Erst kürzlich wurde die ADFC Ortsgruppe Lampertheim gegründet, wie das aktive Mitglied Erika Kalpin am Infostand verriet.
Von 10 bis 12.30 Uhr standen Mitglieder zur Verfügung, um die mitgebrachten Fahrräder der Besucher zu codieren. Bei der Codierung werden Angaben über den Besitzer verschlüsselt am Fahrrad angebracht. Dies erschwert den Weiterverkauf und erleichtert das Wiederfinden gestohlener Räder. Ein Eigentumsnachweis bzw. -erklärung war mitzubringen. „Auch die Polizei schickt uns Leute zum Codieren ihrer Fahrräder“ teilte Gehrmann mit, denn die elektronische Codierung wird mit einem Spezialgerät vorgenommen, dass selbst die Polizei nicht besitzt.
Am Infostand konnten auch die nächsten Radtouren geplant werden. Dafür lagen das neue Tourenheft, Broschüren und Flyer bereit. Fahrradkarten konnte man ebenfalls käuflich erwerben. Eine Einstiegs- oder Schnuppermitgliedschaft in den ADFC zu einem Vorzugspreis wurde den Besuchern angeboten.
ADFC-Vorstandsmitglied Ralf Dickhaut, selbst leidenschaftlicher Radfahrer, präsentierte neben dem Infostand sein „Lastenfahrrad“, mit dem er selbst immer unterwegs ist – er verzichtet dabei komplett auf das Autofahren – alles wird mit dem umgebauten Drahtesel erledigt, auch die Einkäufe. Insgesamt finden in diesem Frühjahr fünf Gebrauchtradmärkte in der Region statt, wie Dickhaut mitteilte. Regelmäßige Fahrradtouren stehen ebenfalls auf dem Programm des ADFC.
Ein regelmäßiger Stammtisch wurde laut Kalpin für alle Interessierten, selbstverständlich auch für Nicht-Mitglieder, in's Leben gerufen. Der erste Stammtischtermin steht bereits fest: am Mittwoch, den 25. April, um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Zum Fährhaus“ in Lampertheim. Sigrid Samson