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So., 26. April 2015, 19:41 Uhr
Empfang der Mitbürger des Schuljahrgangs1964/1965 durch die Stadt Lampertheim im Sitzungssaal des Rathauses / 50 Jahre als ‚Meilenstein im Leben‘ gebührend gefeiert
„Alte Freunde treffen und weitere Jahrgangsangehörige kennenlernen“
LAMPERTHEIM - Der Jahrgänge 1964/65 zählen zu den geburtenstärksten Jahrgängen in der Nachkriegszeit. „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher gehörte neben „Satisfaction“ von den Rolling Stones und „Yesterday“ von den Beatles zu den bekanntesten Songs aus dieser Zeit, die Bürgermeister Gottfried Störmer im Rahmen des Empfangs der 50-jährigen in Erinnerung rief.
Etwa 80 der eingeladenen Gäste waren am vergangenen Samstag im Sitzungssaal des Rathauses erschienen, um am „Empfang für die 50-jährigen“ teilzunehmen, der von Mitarbeitern des Fachbereichs Kultur, Jugend, Bildung und Vereine der Stadt Lampertheim organisiert wurde. Störmer begrüßte die Anwesenden – auch im Namen weiterer Magistratsmitglieder - und teilte mit, dass diese Veranstaltung 1972 von dem damaligen Bürgermeister Hans Pfeiffer ins Leben gerufen wurde – mittlerweile ist der alljährliche Empfang ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt Lampertheim geworden. Störmers Willkommensgruß galt sowohl den gebürtigen, als auch den zugezogenen Lampertheimer Bürgerinnen und Bürgern, die in der Stadt ihre Heimat gefunden haben.
„Den heutigen Tag können viele von Ihnen zum Anlass nehmen, alte Freunde zu treffen, aber auch um andere Jahrgangsangehörige kennenzulernen“, ergänzte Störmer und wünschte allen Gästen für die Zukunft persönliches Wohlergehen und eine stabile Gesundheit. Der 50. Geburtstag als ‚Meilenstein‘ im Leben solle den Mitbürgerinnen und Mitbürgern aber auch zu bedenken geben, dass sie eine positive Bilanz ziehen können, da es ihnen ermöglicht wurde, in Frieden aufzuwachsen und in gesunden wirtschaftlichen Verhältnissen zu leben. Gleichzeitig ermutigte er die Anwesenden, ehrenamtliche Aufgaben zum Wohl der Stadt zu übernehmen. „Ihre Ideen und Impulse werden gebraucht“, betonte er.
In diesem Zusammenhang wurden einige bedeutsame Ereignisse aus den beiden Jahren 1964 und 1965 sowohl im Welt- und Deutschlandgeschehen, aber auch aus der Region erwähnt. Cassius Clay, alias Muhammad Ali, der die Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner in den 60er Jahren unterstützte, sorgte damit auch außerhalb des Boxrings zu dieser Zeit für Schlagzeilen. Während 1964 in Köln der millionste Gastarbeiter ein Moped geschenkt bekam, gab es den Liter Benzin noch für sagenhafte 33 Cent. In Heidelberg wurde 1964 das Deutsche Krebsforschungszentrum gegründet.
Alle Teilnehmer waren zu einem gemeinsamen Sektumtrunk mit einem kleinen Imbiss im Sitzungssaal eingeladen. Gabi Wesp, Mitarbeiterin des Fachbereichs Kultur, Jugend, Bildung und Vereine freute sich über die rege Teilnehme auch in diesem Jahr. Die Besucher plauderten noch längere Zeit in geselliger Runde über alte Zeiten, aber auch über aktuelle Geschehnisse.
Die anwesende Teilnehmerin des Jahrgangs, Andrea Krüger, hatte im Vorfeld die Initiative ergriffen und sich die Mühe gemacht, die Jahrgangsmitglieder zu kontaktieren und zu einem anschließenden gemütlichen Beisammensein im Gasthaus Krone einzuladen – etwa 70 Personen hatten sich angemeldet und folgten der Einladung zum gemeinsamen Abendessen in der benachbarten Lampertheimer Gaststätte und ließen den Tag gemeinsam gemütlich ausklingen. Sigrid Samson