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  • Fr., 06. Oktober 2017, 09:18 Uhr
    Caritasverband plant neues Wohnkonzept

    Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung wird ab 2018 umgebaut

    Das Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung unter der neuen Trägerschaft des Caritasverbandes Darmstadt wird ab 2018 umgebaut. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

    LAMPERTHEIM – Das Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung in der Hagenstraße soll schnellstmöglich saniert werden. Eine Aufgabe, der sich der bisherige Träger, die Altenhilfestiftung Mariä Verkündigung, betriebswirtschaftlich nicht mehr gewachsen sah. Rund zehn Millionen Euro werden dafür benötigt. Mögliche Fördermittel sind eingerechnet, voraussichtlich wird das Sozialministerium den Caritasverband finanziell unterstützen. Mit der Unterzeichnung der Übernahmeverträge sieht sich der Caritasverband Darmstadt als neuer Träger nun auf dem Weg, die Zukunft des Hauses zu sichern. Einzig der Grundbucheintrag fehle noch, dann können die nächsten Schritte eingeleitet werden. Im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterten Caritas-Direktorin Stefanie Rhein und Heimleiterin Heide Neumann wie der Umbau organisiert wird und das zukünftige Hausgemeinschaftsmodell mit 96 Plätzen aussehen wird. Da die Einzelzimmer mit eigenem Duschbad ausgestattet werden, verschwinden die Balkone und Loggien zugunsten der Wohnfläche, eine Veränderung, die auch von außen wahrzunehmen ist. Mit Blick auf den geplanten Umbau wurden bereits zwei Etagen komplett geräumt, weil der Umbau bei laufendem Betrieb durchgeführt wird. Neumann berichtete, dass neue Bewohner nicht mehr aufgenommen wurden. Zurzeit leben 123 Bewohner im Haus. Zukünftig werde es keine Doppelzimmer mehr geben. Die 50 Wohnungen im „Betreuten Wohnen“ mit der Anschrift Neue Schulstraße bleiben erhalten, hinzukommt ein Sozialstationsstützpunkt und eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Mit der Vermischung von ambulanten und stationären Leistungen werde ein breites Angebot an Hilfeformen für ältere Menschen geschaffen. In den Räumlichkeiten des umgebauten Alten- und Pflegeheims werde auch die katholische Kirchengemeinde mit ihren Gruppen und der Katholischen Kirchenmusik unterkommen. „Wir sind auf einem guten Weg“, fasste Rhein die aktuelle Lage zusammen. Geplant sei „ein offenes Haus“ mit Angeboten wie Mittagstisch, Cafeteria, Internetcafé, kulturelle Veranstaltungen, Vorträgen und einiges mehr. Die Ehrenamtsarbeit soll ausgebaut werden. Zukünftig wird nicht mehr von „Station“ gesprochen, ein Begriff, der an Krankenhausatmosphäre erinnert. In „Wohnbereichen“ werden nach dem neuen Konzept jeweils zwölf Bewohner in Einzelzimmern wohnen, mit einem gemeinsam Aufenthaltsraum und einer Küche. Alltagsbetreuerinnen werden ihnen tagsüber zur Seite stehen. Pflegefachkräfte stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Das gemeinsame Mittagessen werde im Wohnbereich zubereitet: „Eine Herausforderung für die Alltagsbetreuer“, merkte Rhein nach Erfahrungen in der Einrichtung in Einhausen an. Erhalten bleibe die Kurzzeitpflege mit zwölf Plätzen, betonte Neumann. Demenzkranke werden einen geschützten Wohnbereich mit Dachgarten erhalten. Mitarbeiter, Bewohner und Mieter könnten optimistisch in die Zukunft schauen, meinte Caritas-Direktorin Rhein, die im Anschluss zur Mitarbeiterversammlung eingeladen hatte. Die Zahl der Mitarbeiter sei bereits reduziert, erklärte Rhein, Entlassungen gebe es aber nicht. Einige seien in Rente gegangen, andere Mitarbeiter sind in andere Einrichtungen der Caritas gewechselt. Für diese Arbeitsgarantie verzichten die Mitarbeiter seit 2016 über drei Jahre hinweg auf die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie auf Sonderzahlungen. Hannelore Nowacki

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