Das Alte Rathaus ist nun Kindergarten. Die Gäste waren vom Willkommenslied der Kinder begeistert. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Auf dem Sofa können die Kinder gemütlich ein Buch zur Hand nehmen und sich zum Beispiel mit „König Elch“ beschäftigen. Hier macht das Anschauen der Bilderbücher richtig Spaß. Eine Rollenspielecke gibt es und eine sehr gut ausgestattete Puppenküche lädt zur fröhlichen Küchenarbeit ein. In der Bauspielecke können mit Holzklötzchen imposante Bauwerken geschaffen werden. Kreativ geht es auch im Bastel- und Kreativbereich zu, weitere Bereiche sind für verschiedene Aktivitäten reserviert. Im ersten Stock befindet sich der Bewegungsraum, ebenfalls schön hell wie der Raum im Erdgeschoss. Bei schönem Wetter können die Kinder draußen spielen - Sandkasten, Spielgeräte und ein saftig grüner Rasen bieten Bewegungsraum. Seit 17. August ist das Alte Rathaus zum Kindergarten geworden, nachdem das Haupthaus der kommunalen Kindertagesstätte in der Schubertstraße für den Zuwachs zu klein geworden ist. Wie Erster Stadtrat Jens Klingler zur offiziellen Einweihung am Freitagmorgen erklärte, sei diese Lösung jedoch nur vorübergehend, voraussichtlich für maximal anderthalb bis zwei Jahre. Nach dem Umbau des Bürgerhauses wird dort die Kinderbetreuung dauerhaft ihre Räumlichkeiten beziehen. Die fünfte Kindergruppe im Alten Rathaus kann bis zu 25 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren aufnehmen, zurzeit kommen sieben Kinder in das Alte Rathaus. Zur Einweihungsfeier mit leckerem Kuchen waren Kinder aus dem Haupthaus da, die begeistert die Spielmöglichkeiten erkundeten. Für die Gäste, unter ihnen Ortsvorsteherin Rita Rose, Bernd Ranko, Leiter der Stabstelle Kinder und Senioren, und Christine Wegerle vom Elternbeirat, sangen die Kinder ein Begrüßungslied: „Hallo, wir freuen uns, dass ihr da seid, und schön, dass es euch gibt“. Mit wenig Aufwand habe der Bauhof das Alte Rathaus zum Kindergarten umgewandelt, erläuterte Klingler, die Idee dazu hatten Bernd Ranko und Michael Köthe, in der Verwaltung für den Hochbau zuständig. Bauliche Veränderungen seien gar nicht notwendig gewesen. Bei einem Rundgang zeigte Kita-Leiterin Sabine Jakob, welche Einrichtungen für diese fünfte Gruppe notwendig waren: Ein Wickeltisch mit Leiter und ein Podest vor dem Waschbecken im Sanitärbereich, ein kindgerechter WC-Einsatz, Treppen- und Türsicherung und die neue Möblierung im modernen Design eines schwedischen Möbelhauses. „Gefällt es euch hier?“ Auf seine Frage erhielt Erster Stadtrat Klingler ein deutliches „Ja“ von den Kindern. Die Gruppe wird von den Erzieherinnen Petra Heß, Susanne Slany und Mahdi Hesami betreut, ab Oktober verstärkt Johannes Aulbach das Team in Vollzeit. War der Zuwachs an Kindern in Hofheim vorhersehbar, hat die Verwaltung diese Entwicklung verschlafen? Klingler wandte sich vehement gegen diese Vorwürfe, die kürzlich aus Kreisen der CDU geäußert worden seien. Auch Ortsvorsteherin Rose stand der Verwaltung bei. Man habe nicht wissen können, dass das Neubaugebiet in Hofheim so schnell von Familien mit vielen Kindern angenommen werden würde. Rose machte auf eine weitere nicht genau einschätzbare Entwicklung aufmerksam: Es kommen immer mehr Flüchtlinge mit Kindern, auch sie finden hier einen Platz. Hannelore Nowacki