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  • Mo., 13. September 2021, 13:15 Uhr
    RHINECLEANUP: Städtische Aktion brachte 50 Mitmacher zusammen 

    Am Altrhein und am Parkplatz viel Müll gesammelt

    Die städtische Aktion im Rahmen von RhineCleanUp hatte eine große Resonanz. Viele Teilnehmer waren spontan zum Treffpunkt am „Bau“ gekommen, wo der Erste Stadtrat Marius Schmidt (rechts) die Teilnehmerschar begrüßte und in Gruppen einteilte. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Am Samstag um 10 Uhr ging das Müllsammeln im Rahmen der städtischen Aktion beim RhineCleanUp los. Eine viertel Stunde vorher machten sich bereits einige Mitmacher auf dem Parkplatz am „Bau“, dem Übergang zum Biedensand, mit mitgebrachten Greifern und Arbeitshandschuhen startklar. Wie viele Menschen mit Sinn für Sauberkeit, Umwelt und Naturschutz  würden wohl kommen? Erster Stadtrat Marius Schmidt, der mit Silke Reis von Fachbereich 40 Bildung, Kultur und Ehrenamt die Organisation dieser städtischen Aktion übernommen hatte, ahnte da noch nicht, wie viele Menschen teilnehmen würden. Denn nur zwanzig Leute hatten sich online auf der Plattform angemeldet. Doch wenig später rollten die Autos ununterbrochen auf den Parkplatz, ein paar Fahrradfahrer kamen auch und Werner Reuters legte mit seinem Frischling am Alten Hafen an. Verwaltungsmitarbeiter wie der Fachbereichsleiter FB 40 Rolf Hecher und zahlreiche Mandatsträger aus der Lokalpolitik waren gekommen, unter ihnen Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb. Auch CDU-Bundestagskandidat Dr. Michael Meister schloss sich den Müllsammlern an. Eine unternehmungslustige Geocaching-Gruppe und Ute Striebinger, die Vorsitzende des Seniorenbeirats, waren unter den mehr als 50 Teilnehmern, die darauf brannten, die Ufer des Altrheins und das besonders vermüllte Parkplatzumfeld von Unrat zu befreien. Das Wetter hatte sich unterstützend mit Sonne auf die Aktion eingestellt. Silke Reis packte die umweltfreundlichen Greifer mit Holzgriffen aus, die der Bauhof für Teilnehmer ohne eigenes Gerät beschafft hatte. Schnell waren die großen Rollen mit blauen Müllsäcken entrollt und aufnahmebereit. Erster Stadtrat Schmidt freute sich, dass sich so viele Menschen, Jung und Alt, spontan zur Teilnahme entschlossen hatten. Nach kurzer Begrüßung ging es los – in zwei Gruppen auf mehreren Abschnitten eingeteilt, machten sich die Müllsucher in beiden Richtungen entlang des Altrheindamms auf den Weg. Am schönsten wäre, wenn dieser RhineCleanUp gar nicht nötig wäre und die Menschen ihre Umwelt pfleglich behandeln würden, meinte Schmidt. Diese Aktion solle dazu beitragen, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, um zukünftig keine Abfälle in die Landschaft zu werfen. Den Müllsammlern gab er den Hinweis mit auf den Weg, dass man wegen der großen Zahl wahrscheinlich in einer bis anderthalb Stunden durch sei, es komme aufs Bemühen an, nicht auf Schnelligkeit. Die Müllsammler nahmen sich die Abschnitte bis zur NATO-Straße auf der einen Seite und zum Steg zweihundert Meter hinter dem Gelände des Wassersportvereins auf der anderen Seite vor. Gar nicht lange suchen musste ein Junge, der gleich am Parkplatz einen kaputten weißen Plastikeimer entdeckte, der fast halb so groß war wie er selbst. Am Ufer hinter dem Bau machte sich Christina Wegerle mit ihren beiden Söhnen ans Werk. Die Schutzfrau vor Ort, diesmal ohne Polizeiuniform, aber mit wachsamen Augen, hatte schnell allerlei Zeug eingesammelt. Was war sonst noch im Müllsack gelandet? Ihre Söhne zählten auf - Dosen, Flaschen, ein langes Kabel und zwei Feuerzeuge hatten sie gefunden. Dieser Platz ist bei schönem Wetter als Strand beliebt zum Picknicken oder einfach um in der Sonne zu entspannen. Beim Blick auf den Altrhein bot sich ein ungewohntes Bild – auf dem Wasser liegt ein grüner Teppich aus Wasserlinsen. Schwäne ließen sich ebenso wenig davon abschrecken wie ein paar Paddler beim Training. Am Ende der Aktion wurden die Müllsäcke am Parkplatz für den Abtransport durch Bauhofmitarbeiter  bereitgestellt. Ab 11.30 Uhr waren die Teilnehmer eingeladen, sich mit Essen und Trinken zu stärken. Zum ersten Mal hatte sich die Stadt Lampertheim an der Aktion RhineCleanUp beteiligt, die sich alljährlich an alle Anliegerländer des Rheins richtet. Hannelore Nowacki

    Den Teilnehmern am städtischen RhineCleanUp war bei beim Müllsammeln am Altrhein kein Weg zu steil oder zu steinig. Foto: Hannelore Nowacki

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