Begegnungsfest des Asylkreises im katholischen Pfarrheim
Am Buffet zugreifen und ins Gespräch kommen
Erstes Kennenlernen am bunten Mitbringbuffet, dort kamen die Besucher des Begegnungsfestes zwanglos ins Gespräch. Foto: Eva Wiegand
GROSS-ROHRHEIM – Noch gar nicht vor allzu langer Zeit erlangte Ursula Schmitt Kenntnis darüber, dass auch in Groß-Rohrheim drei Reihenhäuser von derzeit 19 Asylbewerbern aus Afghanistan, Äthiopien und dem Iran bewohnt sind, weitere acht kommen in Kürze. „Dabei sind manche schon seit vier Jahren hier und erst jetzt bekommen wir das mit“, stellte Schmitt fest und hatte gemeinsam mit Kurt Brenner im Ökumene Ausschuss den Wunsch sich einzubringen, die Lage der Flüchtlinge unter den Groß-Rohrheimern bekannt zu machen und sie zu unterstützten – eigentlich ein Vermächtnis des in den Ruhestand gegangenen evangelischen Pfarrer Konrad Knolle, der den Wunsch an den Ökumene Ausschuss geäußert hat, den Flüchtlingen zu helfen. So entstand dann auch die Idee des Begegnungsfests mit Mitbringbuffet, um erste Kontakte zu knüpfen und ein zwangloses Kennenlernen zu ermöglichen – und der Zuspruch war groß. „Wir haben gar nicht zu hoffen gewagt, dass so viele kommen“, war Schmitt überwältigt von den vielen Bürgern, die am letzten Freitag mit kleinen Leckereien in das Pfarrheim gekommen waren. Die Bewohner der Unterkünfte in der Speyerstraße steuerten wiederum etwas Landestypisches aus ihrer Heimat bei. Wie es nun weitergeht? Der Asylkreis Groß-Rohrheim hat bereist tatkräftig angepackt. „Jeder bringt sich nach seiner Neigung ein“, erklärte Schmitt. Werner Gabler zum Beispiel kümmert sich um den Garten und hat mit den Flüchtlingen bereits Tomaten und Blumen gepflanzt. „Das war der Wunsch der Asylbewerber. Sie wollten, dass es ansprechender aussieht und dass die Bürger sehen: hier wohnen nette Leute“, meinte Schmitt. Dagmar Petri wiederum bringt den Flüchtlingen Alltagsworte bei, deren Deutschkenntnisse auf sehr unterschiedlichem Stand sind. Außerdem organisiert der Asylkreis Groß Rohrheim Fahrdienste, unter anderem zur Tafel in Bürstadt und kümmert sich um rechtliche Auskünfte. Der Asylkreis besteht derzeit aus einer lockeren Gruppe von zehn bis 15 Personen und freut sich über weitere Mitstreiter. Informationen gibt es bei Ursula Schmitt unter 06245/ 905273 oder ursulaschmitt60@gmail.com. Eva Wiegand Info: Wer sich gerne einbringen will, kann den Asylkreis auch finanziell unterstützen: