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  • Mo., 01. Mai 2017, 22:47 Uhr
    SG Lampertheim scheitert erhobenen Hauptes an Bundesligaaufstieg

    Am Ende fehlen 42 Holz

    LAMPERTHEIM – Die mit Spannung erwartete Relegation der Sportkegler ging am vergangenen Samstag über die Bühne. Die Kegler der SG Lampertheim reisten mit 70 Fans nach Ettlingen, um sich mit den Vereinen aus Mühlhausen, Walldorf und Franken Neustadt zu messen. Es entwickelte sich eine spannende Entscheidung vor insgesamt 250 Besuchern um den letzten freien Platz in der Kegelbundesliga. Gespielt wurde mit je zwei Startern über die insgesamt acht hervorragend präparierten Bahnen in Ettlingen. Im Verlaufe der Veranstaltung stellte sich heraus, dass die Bahnen 1 bis 4 nicht ganz die Ergebnisse hergaben wie die Bahnen 5 bis 8.

    Für Lampertheim eröffneten Peter Suppes und Holger Thiemig gut. Thiemig begann mit 270 Holz furios auf seiner ersten Bahn, musste sich in seinem Viererduell dennoch Michael Moosburger aus Neustadt  (272) und dem am Ende Tagesbesten Benjamin Keil (282) geschlagen geben. Peter Suppes hielt auf Bahn zwei (233) mit seinen Gegenspielern auf der Bahngruppe mit. Das erste Ziel, solange wie möglich auf Tuchfühlung zu bleiben, schien aufzugehen. Im weiteren Verlauf hielt Holger Thiemig nicht ganz das Niveau der ersten 50 Wurf, erzielte aber am Ende mit seinen starken 978 Holz die von ihm erhoffte Leistung. Benjamin Keil (Mühlhausen 1036), Michael Moosburger (Franken Neustadt 979) und Klaus Körner (Walldorf 988) konnten nur wenige Zähler gut machen. Peter Suppes spielte in Durchgang zwei und drei auf gleichem Niveau wie zu Beginn. Auf der Schlussbahn steigerte er sich mit seinen 250 Holz auf insgesamt gute 948 Zähler. Mit diesem Ergebnis setzte er sich gegen Dieter Heiler (Walldorf 921), Tobias Beierbach (Franken Neustadt 946) und Tobias Preuss (Mühlhausen 933) durch und machte einige Punkte gut. Nach dem ersten Drittel konnten die Verantwortlichen mit dem zweiten Rang bei eine Rückstand von 43 Zählern zufrieden sein.

    Patrik Strech und Kevin Günderoth gingen nun für Lampertheim auf die Bahnen und versuchten gleich den Rückstand zu verkürzen. Vom Papier her hatten Mühlhausen und Neustadt ihre stärksten Spieler zu Beginn gestellt, so dass jetzt die Aufholjagd beginnen sollte. Kevin Günderoth eröffnete mit 253 Holz und legte auf seiner zweiten Bahn gleich mit starken 268 Zählern nach. 517 Zähler mit den erste 100 Wurf brachten ihn bei seiner Vierergruppe in Front. Gegen den Spitzenreiter Mühlhausen machte er damit 24 Zähler gut.  Patrik Strech eröffnete mit zwei gleichstarken Durchgängen (235, 237), war  allerdings damit schwächster Akteur seiner Gruppe. Er ließ sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen und spielte konzentriert weiter, was ihn auf insgesamt 936 Holz brachte. Andreas Sawusch (Walldorf 942), Bastian Beierbach ( Franken Neustadt 976) und vor allem Gabriel Müller (Mühlhausen 1002) hatten an diesem Tag einiges mehr zu bieten und machten ordentlich Zähler gut. Auf der anderen Bahnseite konnte Kevin Günderoth sein Niveau der ersten 100 Wurf leider nicht halten, spielte sich dennoch auf das Spitzenresultat von 993 Zähler. Mit diesem Ergebnis nahm er Steven Hartung (Mühlhausen 941), und Marcus Cap (941) wichtige Zähler ab und lag auf ähnlichem Niveau wie Michael Lohrer aus Neustadt mit seinen 1009 Holz. Anstatt der angestrebten Aufholjagd lagen die Spargelstädter nun auf Rang drei. 52 Zähler Rückstand waren aber immer noch aufzuholen.

    Allerdings konnten Steffen Back und Niklas Schulz jetzt nicht mehr groß taktieren. Volle Attacke war angesagt und dies setzten die beiden sofort um. Niklas Schulz eröffnete mit 250 Holz und Steffen Back legte mit 256 Holz auf Bahn eins mächtig los. Sie nahmen den Führenden mit diesem Durchgang 15 Zähler ab. Die Lampertheimer lagen wieder in absoluter Schlagdistanz. Allerdings fiel auf der zweiten Bahn dann wohl die Vorentscheidung zugunsten der beiden führenden Teams. Nahezu alle Spieler der ersten Bahngruppe schwächelten, so auch Steffen Back. Mit mageren 202 Holz spielte er hier das schwächste Resultat. Und auch bei Niklas Schulz waren die 236 Holz zu wenig um auf Schlagdistanz zu bleiben. Um den letzten Strohhalm zu nutzen wechselten die Spargelstädter Bernd Günderoth für Steffen Back ein. Wer nun dachte, dass die Lampertheimer aufgeben würden, sah sich getäuscht. Günderoth kam mit 237 gut ins Spiel und wurde durch die starken 274 Holz von Niklas Schulz fantastisch unterstützt. Und wieder war man auf 40 Zähler dran und musste auf der letzten Bahn auf eine schwächere Leistung der Führenden hoffen. Doch die Hoffnung war vergeblich. Bernd Günderoth erspielte sich ein Gesamtergebnis von 916 Holz und Niklas Schulz schraubet mit 263 Holz seine Tagesleistung auf hervorragende 1023 Holz. Am Ende stand mit 5794 Holz eine ordentliche Leistung zu Buche aber es fehlten 42 Zähler zu 1. Bundesliga. Bitterer lief es nur noch für Franken Neustadt, die den Verbleib in der ersten Liga um fünf Zähler verpassten.  

    An diesem Tag hat es nicht sollen sein, so die sportlich Verantwortlichen. In den entscheidenden Momenten konnten wir die Fehler der Konkurrenz nicht nutzen so Frank Lößner. Nach der ersten Enttäuschung äußerten sie aber Spieler und Verantwortliche mehr als positiv über die Relegation sowie die ganze Premierenrunde in der 2. Bundesliga, zumal man in keinster Weise enttäuschte. Nun bleibt abzuwarten, ob Lampertheim in der kommenden Saison wieder in die 2. Bundesliga Mitte eingruppiert wird, wovon aber aufgrund der Entfernungen bei den Auf- und Absteigern auszugehen ist. „Dann greifen wir wieder an und vielleicht reicht es ja direkt“, so der beste Lampertheim Niklas Schulz. zg

     
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