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  • Mo., 16. Mai 2022, 21:34 Uhr
    BILDUNGS- UND SPORTCAMPUS: 100 Interessierte bei Baustellen-Rundgang 

    Am Tag der Städtebauförderung Vorfreude auf September 2023 

    Information in Wort und Schrift gab den Besuchern Aufschluss über die Planungen für den Bildungs- und Sportcampus. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Am Tag der Städtebauförderung erlebten die Besucher des Baustellen-Rundgangs auf dem Gelände des zukünftigen Bildungs- und Sportcampus die Weitläufigkeit der gesamten Anlage, die sich über 6 Hektar oder 60.000 Quadratmeter vom TV Bürstadt und Waldschwimmbad in der Wasserwerkstraße und dem Radfahrverein RV 03 Bürstadt bis zum VfR-Vereinsheim an der Nibelungenstraße und neuen Halle des Pfeil- und Bogenclubs Bürstadt am Bubenlachring erstreckt und auch das Gartengelände des Jugendhauses einbezieht. An den beiden Führungen nahmen etwa 100 Besucher teil, Fragen wurden möglichst vor Ort beantwortet. Sport und Bewegung für alle, diese Aussicht stimmte einige Teilnehmer sichtlich froh. Der Magistrat der Stadt Bürstadt hatte die Bürger am Samstagnachmittag zum Treffpunkt beim TV Bürstadt eingeladen, um von dort aus den Rundgang zu beginnen. An Informationstafeln und Plänen konnten sich die Bürger über die Förderprogramme und städtebaulichen Vorhaben in Bürstadt informieren. Experten des Quartiersbüros mit Oliver Haberer und Stefanie Reis standen bereit, um Fragen zu beantworten und Vorschläge entgegenzunehmen, auch die Ansprechpartner für Beratung Soziales und Integration waren vor Ort, Gerasimoula Grigoraki als städtische Mitarbeiterin im Rathaus und Abdalla Gdoura vom Interkulturellen Büro. Für NH Projektstadt war Dr. Jürgen Schmitt der Ansprechpartner. Bürgermeisterin Barbara Schader ermunterte die Bürger zum Baustellen-Rundgang und erläuterte die beiden Förderprogramme: Mit finanzieller Unterstützung durch das Programm Aktive Kernbereiche und europäische Mittel wird das Oli II-Gelände bewohnbar gemacht. Mit Hilfe des Förderprogramms „Soziale Stadt“ werde in der östlichen Kernstadt einschließlich des Bildungs- und Sportcampus als Leuchtturmprojekt für geplante 17,4 Millionen Euro gemeinsam mit den Bürgern im Sinne von sozialer Teilhabe und Integration mehr Gemeinschaft und gute Nachbarschaft gestaltet. Durch Fördermittel seien bereits 12,5 Millionen Euro abgesichert. „Die Weichen sind gestellt“, schloss die Bürgermeisterin, auch mit dem modernen Energiekonzept. Im September 2023 soll der gesamte Bildungs- und Sportcampus eingeweiht werden. Der Mai spendierte Bürstadt am Samstag einen extra heißen Frühlingstag mit viel Sonne, beliebt waren daher auch unterwegs die Schattenplätze. Unter Führung von Landschaftsarchitekt Bernd Schnabel von LS2, zuständig für die Freianlagen und Architektin Katrin Voss vom Planungsbüro Drees & Sommer ging es zum Herzstück des Campus, zum Bildungszentrum. Aktuell noch in heller Holzansicht, wird das Gebäude mit dem Naturmaterial Zellulose gedämmt, die Fassade mit Holzschindeln verkleidet, innen werden Stampflehmwände eingebaut. Am Turm, den man über alle Erdhügel hinweg noch sieht, wird außen eine Kletterwand eingerichtet. Auf Nachfragen bekräftigten die Planer: Der Campus ohne Zäune wird für alle Bürger und Vereine offen sein. Die Architekten Roman Oppermann und Christin Kappler von PROSA aus Darmstadt, zuständig für Hochbau und Gebäudeplanung, erklärten die geplante Dachbegrünung und aufgeständerte PV-Anlage. Für Fledermäuse werde ein Unterschlupf geschaffen.

    Am Jugendhaus informierte Oliver Haberer die Rundgang-Teilnehmer über die Aktivitäten im Jugendhaus und vom zukünftigen Jugendgarten. Foto: Hannelore Nowacki


    Marc Lukowski von LS2 erklärte die Anlage der beiden Kunstrasenplätze. Für den Kunstrasen der Sorte Purefield ultra sprechen viele Vorteile wie der geringere Flächenverbrauch gegenüber echtem Rasen. Für die Umweltfreundlichkeit wird viel getan: Der mit Sand verfüllte Kunstrasenbelag benötigt eine flächige Versickerung mit Filtereinrichtung gegen Mikroplastik ringsum und wird bei Bedarf mit Trinkwasser zur  Kühlung befeuchtet, auch werden die drei Zentimeter langen Fasern dadurch weniger stumpf. Brunnenwasser wäre eisenhaltig und müsste aufbereitet werden. Am Jugendhaus erklärte Oliver Haberer von der Sozialagentur Fortuna die Arbeit der zwölf Teamer mit den Kindern und Jugendlichen, die hier malen und basteln und die Zeit verbringen können. Ferienspiele und die aufsuchende Jugendarbeit an Skateranlage und Dirt Park gehören ebenfalls zu den Aufgaben, alles im Auftrag der Stadt Bürstadt. Unweit des Jugendhauses im Schatten großer Bäume wird eine parkähnliche Landschaft für alle Generationen ähnlich der alla hopp!-Anlage für Spiel und Fitness entstehen. Beim Pfeil- und Bogenclub (PBC) machte der Rundgang einen Stopp in der neuen Halle, die mit viel Eigenleistung erbaut wurde. Wo jetzt noch die nackte Erde liegt und Erdhügel aufgetürmt sind, soll einmal die Außenschießanlage mit bis zu 90 Metern entstehen. Zwischen dem RV 03 und dem PBC-Schiedsrichterhaus wird der Bewegungskindergarten als weiteres zentrales Element auf dem Bildungs- und Sportcampus für drei Gruppen über Dreijähriger gebaut. Wie bereits 70 Kindergärten in Hessen soll es ein „Hessischer Bewegungskindergarten“ mit Siegel werden. Zur Stärkung verkaufte der TV Bratwurst, Kaffee und Kuchen sowie Erfrischungsgetränke. Hannelore Nowacki

     

     

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