KKM Biblis besuchte französische Partnerstadt Gravelines
An der Freundschaft und am Frieden gebaut
Von der alten Burganlage in Cassel genoss die KKM-Reisegruppe den wundervollen Panoramarundblick. Foto: oh
BIBLIS – „Wir bauen an der Freundschaft, wir bauen am Frieden!" – so beschreibt es Chantal, eine der Gastgeberinnen, die im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Pfarrgemeinde von Gravelines und der Katholischen Kirchenmusik Biblis (KKM) seit mittlerweile 27 Jahren Musikerinnen und Musiker aus der Riedgemeinde herzlich bei sich aufnimmt und sie beherbergt. Und so empfanden es auch die Teilnehmer der KKM-Reisegruppe. Die langjährige Freundschaft ist einfach spürbar. So auch in diesem Jahr, als sich eine Gruppe von 29 Musikerinnen und Musikern, Angehörigen sowie Freunden der KKM im Alter von 12 bis 81 Jahren frühmorgens an Christi Himmelfahrt auf den Weg in die französische Partnerstadt an der Nordseeküste macht, um die deutsch-französische Freundschaft zu pflegen. Auf der Hinfahrt wurde eine größere Rast in der wallonischen Stadt Tournai in Belgien eingelegt, die einige Reisende nutzten, um die zum Welt-UNESCO-Erbe gehörende mittelalterliche Kathedrale „Notre Dame" zu besichtigen, bevor die Gruppe gegen 17 Uhr in Gravelines ankam. Nach einem kleinen Empfang im Saal „Gérard Caloone" im Graveliner Stadtteil Les Huttes mit dem Bürgermeister Bertrand Ringot, Christian Marquis (Vorsitzender des Vereins der Freunde der Partnerschaft), Marylene Beaussart (Stadträtin) sowie Pfarrer Christophe Husson, ließen alle den Abend in den jeweiligen Gastfamilien gemütlich ausklingen. Für den Freitag hatten die französischen Gastgeber einen gemeinsamen Ausflug in den Garten „du Mont des Récollets" als Überraschung organisiert. Diese botanische Anlage wurde 2011 zum „Garten des Jahres" gewählt und vom französischen Kultusministerium als „bemerkenswerter Garten" ausgezeichnet. Auf eineinhalb Hektar wurde in den letzten drei Jahrzehnten auf dem Areal eines alten Bauernhofes eine farbenfrohe Landschaft angelegt, die die Besucher verführt und die Phantasie anregt. Mittendrin das zu einem Wirtshaus umgebaute Bauernhaus, in dem die deutsch-französische Gruppe bei regionalen Spezialitäten eine Mittagspause einlegte, bevor es weiterging in das nahe gelegene mittelalterliche Städtchen Cassel, das 2018 als „Lieblingsdorf der Franzosen" ausgezeichnet wurde. Von hier aus konnten die Besucher bei strahlendem Sonnenschein ihren Blick in die weite Ebene schweifen lassen. Anschließend wurden im „Café des Orgues" bei einer kleinen Pause drei riesige mechanische Wandorgeln bewundert, die mit Hilfe der Lochkarten-Technik Musik erklingen ließen, bevor es wieder zurück in die Gastfamlien ging. Am frei zur Verfügung stehenden Samstag wurde das schöne Sommerwetter von etlichen Teilnehmern genutzt, um ausgedehnt am Strand spazieren zu gehen und die Füße in der Nordsee abzukühlen. Am Abend trafen sich alle in der Kirche „Notre Dame du Perpétuel Secours" für den gemeinsamen Gottesdienst, den die Musikerinnen und Musiker feierlich-musikalisch umrahmten, sehr zur Freude des hiesigen Pfarrers Christophe Husson, der gemeinsam mit Laurent Ulrich, dem Erzbischof der Diözese Lille, den Gottesdienst zelebrierte. Im Anschluss feierten alle Bibliser Gäste sowie die Graveliner Gastgeber gemeinsam die langjährige Freundschaft und ließen den Abend bei leckerem Essen und mit unterhaltsamen Gesprächen ausklingen. Am Sonntagmorgen trat die KKM die Rückreise an, nicht ohne sich innig voneinander zu verabschieden und die Gastgeber für das nächste Jahr zum Besuch in Biblis einzuladen. Einige werden sich sogar in der Zwischenzeit bei weiteren Besuchen wiedersehen. zg