Pfeil- und Bogenclub erhält 200.000 Euro Förderung für Halle und Außenanlage
Anerkennung für ehrenamtlichen Einsatz
Freude mit Abstand (von links): Bürgermeisterin Barbara Schader, MdL Alexander Bauer, Staatssekretär Dr. Stefan Heck, PCB-Vorsitzender Steffen Brinkmann, Schriftführerin Judith Brinkmann und Zweiter Vorsitzender Thomas Strubel. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Beim Vorstand des Pfeil- und Bogenclubs Bürstadt (PCB) ist die Freude groß – das Land Hessen unterstützt den Bau der vereinseigenen Sporthalle und die Neugestaltung des Außengeländes an der Wasserwerkstraße mit 200.000 Euro aus dem hessischen Landesprogramm „Vereinseigener Sportstättenbau“. Insgesamt kostet das Bauvorhaben eine ganze Million Euro. Den Förderbescheid überbrachte am Donnerstag Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, persönlich im Rathaus in Anwesenheit von Bürgermeisterin Barbara Schader, dem Ersten Stadtrat Walter Wiedemann und dem Landtagsabgeordneten und innenpolitischen Sprecher der CDU Alexander Bauer. Der PCB-Vorstand war vertreten durch den Ersten Vorsitzenden Steffen Brinkmann, den Zweiten Vorsitzenden Thomas Strubel und Schriftführerin Judith Brinkmann. Eigentlich hätte er bei dieser Summe gar nicht persönlich nach Bürstadt kommen müssen, alles sei aktenmäßig bereits abgeklärt, ließ Heck wissen, doch seine Fachabteilung habe ihm einen gelben Zettel mit dem Vermerk „da müssen Sie unbedingt hin“ an die Akte geheftet. Denn in Bürstadt gibt es eine Besonderheit, die er noch nicht kannte – die PCB-Halle und das Außengelände werden Teil des Gesamtprojekts Bildungs- und Sportcampus. Bürgermeisterin Schader stellte ihm das 17,5-Millionen-Euro-Projekt anhand von Plänen vor, über Fördermittel seien 8 Millionen Euro abgesichert. Bürstadt entwickle sich mit besonderer Dynamik, sagte Schader. Im Freien vor Ort habe die Förderbescheidübergabe wetterbedingt nicht stattfinden können, bedauerte sie. Wie sich der PCB ohne eigene Halle in der kalten, dunklen Jahreszeit behilft, erläuterte der Zweite Vorsitzende Strubel. Letzte Woche sind die Sportler in das Hasenheim der Kaninchenzuchtvereins H18 umgezogen, um dort nach den Corona-Abstandsregeln zu trainieren. Die Hasenheim-Halle wäre für die Wettkampfdistanz von 18 Metern zu klein. Diegeplante eigene Halle werde auf Wettkämpfe ausgelegt. Wegen der Abstandsregeln könnten aktuell nur zehn Personen bei einer Distanz von 14,5 Metern gleichzeitig trainieren. Um mehr Platz zu schaffen, habe man die Schießlinien verlegt und die Trainingszeit auf zweimal 1,5 Stunden statt drei Stunden gesplittet. Staatssekretär Heck zeigte sich vom überragenden ehrenamtlichen Engagement und Mut des Pfeil- und Bogenclubs tief beeindruckt, der als Bauherr eine finanzielle Verpflichtung über Jahre eingehe. Eine ehrenamtlicheHerausforderung, wie der Landtagsabgeordnete Bauer meinte. Vereinsvorsitzender Brinkmann machte dem Besucher aus Wiesbaden deutlich, dass der Pfeil- und Bogenclub Leistungssport betreibe und seit über 20 Jahren aktiv in Deutschland bei Wettkämpfen unterwegs sei. Aktuell habe der Verein einen Deutschen-Meister-Titel, teilte Strubel mit. Schader erinnerte an die lange Vorgeschichte und dankte für die Geduld, die der Verein aufbrachte. Bereits 2011 sei die erste Planung fertig zur Umsetzung gewesen, aber die Finanzierung sei wegen Änderungen der Förderrichtlinien schwierig geworden. Nachdem dann der Bildungs- und Sportcampus geplant wurde, habe der Verein wiederum mit der Umsetzung seines Bauvorhabens gewartet. Hannelore Nowacki