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  • Fr., 19. Februar 2016, 10:20 Uhr
    Empfang für die Lampertheimer Wirtschaft – ein Ereignis mit Spaßfaktor

    Appell an Wirtschaft: Mithelfen Potenziale der Jugendlichen zu entwickeln

    Beim Empfang für die Lampertheimer Wirtschaft wurden die Gäste von Bürgermeister Gottfried Störmer mit Gattin und Spargelkönigin Elena I. mit Partner freundlich begrüßt. Foto: Hannelore Nowacki

    Beim Empfang für die Lampertheimer Wirtschaft wurden die Gäste von Bürgermeister Gottfried Störmer mit Gattin und Spargelkönigin Elena I. mit Partner freundlich begrüßt. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Miteinander ins Gespräch kommen, sich informieren und einen interessanten Abend erleben, darum geht es beim Empfang für die Lampertheimer Wirtschaft jedes Jahr - auch diesmal, nur etwas anders als sonst. Nicht der Sitzungssaal Moderator Viktor Wahnsinn hatte allerlei Überraschungen im Sinn, knüpfte kunstvoll Schlaufen mit Bleistiften in Anzugsknopflöcher oder zauberte Uhren vom Handgelenk. Später sorgte er für Bewegung im Saal, ein Publikumsspiel mit erkenntnisanreichender Zielsetzung, das auch zum Schmunzeln anregte. Ganz harmlos fing es mit der Frage an „wer ist hier zur Schule gegangen?“. Dann die Aufforderung: „Wer älter ist als 56, stellt sich in diese Richtung“. Das traf einige  Herren aus der Wirtschaft. Wer hat ein Ehrenamt? Ganz viel Bewegung im Saal. Der Moderator, der im bürgerlichen Leben der Aktionskünstler Uwe Mettlach ist, fragte nach und erhielt Antworten wie Seniorenbeirat, Kirchenvorstand der Lukasgemeinde oder Stadtverordnetenvorsteherin. Dann stand die Aktion „Weitergabe von Visitenkarten“ auf dem Programm, der Moderator wollte die angestammten Tischrunden aufmischen. Schließlich betrat Bürgermeister Störmer die Bühne, angekündigt als Performance-Künstler, der leichten Eingangsapplaus erwarte – meinte jedenfalls Viktor Wahnsinn. Störmer erklärte die Neuerungen: Der Abend sollte lockerer werden, das größere Raumangebot der Mensa sollte gemütlicher und bequemer für den Gang zum Büffet sein. Veränderungen habe es im Vorstand des Stadtmarketingvereins gegeben, Udo Lange wurde Vorsitzender, Störmer 2. Vorsitzender. „Die Spargeltaler werden uns aus den Händen gerissen“, berichtete Störmer, „aber zu zögerlich zum Einkaufen ausgegeben“.  Das könnte sich nun ändern. Einige Unternehmen habe er besucht und in den Gesprächen dort erfahren, dass manche ausbilden möchten, aber es nicht tun. Sein Vorschlag: Firmen kooperieren, nehmen Kontakt mit der IHK und mit der Alfred-Delp-Schule auf, um hier Schüler gezielt und frühzeitig anzusprechen. Was bringt die Zukunft? Störmer berichtete vom schnellen Internet der Telekom für Lampertheim und Neuschloß, vom geplanten Stadtumbau mit Fördermitteln und von der Ist-Analyse „Schönheiten Lampertheims“. Alexander Böhm, stellvertretender Schulleiter der Alfred-Delp-Schule und Lehrer für Mathematik und Physik, appellierte in seinem Vortrag zum Thema „Übergangsmanagement – Talente fördern und individuelle Chancen für Schüler eröffnen“ an die Wirtschaft und potenzielle Ausbildungsbetriebe, mitzuhelfen, die Schüler beim Prozess der Berufsorientierung so früh wie möglich zu unterstützen. Von den fast 700 Schülern der Alfred-Delp-Schule verlassen jedes Jahr über 100 die Schule mit einem Abschluss. Zum Versagen könne es kommen, wenn die Motivation fehle und der Abschluss nicht als Erfolg gewertet werde, weil die Angst vor der Zukunft und vor Veränderungen die Schüler ausbremse. Böhm nannte einige zielführende Unterstützungsmöglichkeiten wie die jährlichen Infobörsen mit über 30 Ausstellern, die Zukunftswerkstatt in Zusammenarbeit mit der IHK oder das Konzept der Bewerbungstage. „Wir dürfen kein Talent verlieren“, mahnte Böhm. Spargelkönigin Elena I. berichtete von ihrer Amtszeit, die ihr nach dem Abitur einen gesunden Optimismus in Bezug auf ihre Berufstätigkeit vermittelt habe. „Ich bin stolz, meine Heimat vertreten zu dürfen“, erklärte sie. Einen Wunsch hat sie: Sie möchte den Spargeltaler aus seinem Schönheitsschlaf erwecken.

    Ein anderer Ort und eine lockere Atmosphäre - Bürgermeister Gottfried Störmer erklärte den Gästen, warum der Empfang für die Lampertheimer Wirtschaft diesmal nicht im Sitzungssaal des Stadthauses stattfand. Unter anderem berichtete Störmer, was er bei seinen Firmenbesuchen zum Thema Ausbildung erfahren hatte. Foto: Hannelore Nowacki


    Nicht der Bürgermeister eröffnete diesmal das Büffet, Viktor Wahnsinn hatte eine andere Idee. Im Publikum schaute er sich um und fand Ute Henkelmann, die er zum erlösenden Aufruf auf die Bühne holte. Zweihundert Einladungen hatte die Stadt Lampertheim verschickt, unterzeichnet von Bürgermeister Störmer und Erstem Stadtrat Jens Klingler, weit über 150 Gäste aus der Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Verwaltung waren gekommen, unter ihnen Landrat Christian Engelhardt, der Geschäftsbereichsleiter bei der IHK Darmstadt Martin Proba, Landtagsabgeordneter Alexander Bauer (CDU), Geschäftsführer Heinz Krauß von der Kreishandwerkerschaft Bergstraße und viele mehr. Gudrun Ganter, Leiterin der Stabstelle Wirtschaft, Investorenservice und Stadtmarketing bei der Stadt Lampertheim, freute sich über die positive Resonanz bei den Gästen. Wie immer sorgte die Musikschule unter der Leitung von Joachim Sum für die musikalische Unterhaltung – die Gruppe „A-Five“ ließ zunächst die „Millionen Lichter“ von Christina Stürmer leuchten, dann wurde es „Hot & Cold“ von Katy Perry, gefolgt von „Ghost“. Vom Europa Catering kam das Büffet, sonst ist die Firma für die Schülerverpflegung zuständig.  Hannelore Nowacki

    Die Gäste bekamen reichlich Anlass für Applaus, geboten waren Information und Unterhaltung. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

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