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  • Do., 11. Juli 2024, 11:25 Uhr

    Arbeitgeberattraktivität: Auch für kleine Unternehmen in Süd-Hessen relevant

    Viele kleine Unternehmen leiden in der heutigen Zeit unter dem immer noch anhaltenden Fachkräftemangel. Umso wichtiger ist es, gute Mitarbeiter zu halten und einer gesteigerten Fluktuation vorzubeugen. Ein Detail, das in diesem Zusammenhang besonders wichtig wird, ist die Arbeitgeberattraktivität. Bei ihr geht es darum, für eine möglichst hohe Mitarbeiterzufriedenheit zu sorgen. Die Effekte und Vorteile, die hiermit verbunden sind, zeigen sich auf unterschiedlichen Ebenen.

    Ein Unternehmen, das in Bezug auf wichtige Punkte rund um Durchschnittsgehalt, Wertschätzung, Zusatzleistungen und Co. überzeugt, profitiert oft von einem guten Image und ist dazu in der Lage, sich von anderen Arbeitgebern abzuheben. In einer Zeit, in der vor allem Fachkräfte dazu in der Lage sind, sich den Betrieb, in dem sie arbeiten möchten, frei auszusuchen, handelt es sich hierbei um ein wichtiges Detail. Dies kann letztendlich auch dabei helfen, den Unternehmenserfolg nachhaltig zu unterstützen.

    Häufig gerät in Vergessenheit, dass auch kleinere Unternehmen gut beraten sein können, ihre Arbeitgeberattraktivität in regelmäßigen Abständen zu hinterfragen. Die folgenden Abschnitte zeigen, was viele Mitarbeiter heutzutage von der Firma, in der sie arbeiten, erwarten.

    Bild von user1505195587 auf Pixabay

    Tipp Nr. 1: Moderne Tools


    Egal, ob zentrale Projektplattformen, Zeiterfassung für Kleinbetriebe oder digitalisierte Urlaubsplanung: Heutzutage gibt es zahlreiche moderne Tools, die dazu in der Lage sind, den Alltag ihrer Nutzer komfortabler zu gestalten. Hinter dieser Tatsache verbirgt sich ein interessanter Ansatz.

    Denn: Zahlreichen Mitgliedern der Generation Z, die in den kommenden Jahren den Arbeitsmarkt fluten wird, ist es wichtig, so effektiv wie möglich zu arbeiten. Entgegen vieler Vorurteile geht es ihnen nicht darum, wenig zu leisten, sondern vielmehr darum, das Maximum aus der Zeit, die sie investieren, herauszuholen.

    Daher kann es sich bei Sätzen wie „In unserem Unternehmen nutzen wir moderne Plattformen, um einen hohen Arbeitskomfort zu gewährleisten.“ um genau die Argumente handeln, die letztendlich dafür sorgen, dass sich ein Bewerber für ein Unternehmen als Arbeitgeber entscheidet.

    Tipp Nr. 2: Wertschätzung und eine Kommunikation auf Augenhöhe


    Vielen Mitarbeitern, die hinter ihrem Unternehmen stehen, ist es oft besonders wichtig, sich mit ihren Ideen und Vorstellungen einzubringen. Dementsprechend kann es sich mit Hinblick auf eine angedachte Steigerung der Arbeitgeberattraktivität lohnen, auf eine Kommunikation auf Augenhöhe zu setzen.

    Hierbei handelt es sich um eine besondere Form der Wertschätzung, die häufig bewirkt, dass sich Arbeitnehmer mit „ihrer“ Marke identifizieren und sich immer wieder aufs Neue fragen, wie sie diese noch weiter unterstützen können.

    Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass es „verboten“ wäre, zu delegieren und Aufträge zu erteilen. Das Geheimnis einer wertschätzenden Kommunikation ist schnell erklärt: Hierbei geht es darum, den betreffenden Mitarbeitern genau aufzuzeigen, warum welche Aufgaben erledigt werden müssen. Gleichzeitig sollten Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, eigene Vorschläge einzubringen. Wer weiß? Eventuell handelt es sich um die Art von Brainstorming, die am Ende dazu führt, dass ein Unternehmen neue (und erfolgreichere) Wege geht?

    Tipp Nr. 3: Zusatzleistungen aus dem Bereich der Mobilität


    Auch in einer vergleichsweise gut vernetzten und angebundenen Gegend wie Süd-Hessen fragen sich viele Arbeitnehmer, wie sie am besten den morgendlichen Weg zum Büro bestreiten können.

    Zahlreiche moderne Unternehmen haben sich mittlerweile dazu entschieden, ihren Mitarbeitern ein Dienstrad zur Verfügung zu stellen. Hierbei handelt es sich in gewisser Weise um die „kleine Variante des Dienstwagens“, die gerade auf kurzen Strecken viel Flexibilität bietet.

    In der Regel reicht es jedoch nicht aus, die Räder als Zusatz zum Gehalt zu deklarieren. Vielmehr braucht es den berühmten Blick über den Tellerrand, um hohe Ansprüche – gerade auch in Bezug auf das Thema „Sicherheit“ – zu erfüllen. Unternehmen, die zum Beispiel Fahrraddieben keine Chance geben möchten, sollten einen abgesicherten Bereich zur Verfügung stellen, auf dem die Räder abgestellt werden können.

    Tipp Nr. 4: Weiterbildungsmöglichkeiten rund um individuelle Kompetenzbereiche


    Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen Branchen zeigt, dass sich in regelmäßigen Abständen viel verändern kann. Daher sollte es im eigenen Interesse eines Unternehmens liegen, seinen Mitarbeitern Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

    Auf der Basis unterschiedlicher Workshops stellt es oft kein Problem dar, am Ball zu bleiben und eventuelle Neuerungen direkt für sich nutzen zu können.

    Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle erwähnt, dass nicht jeder Mitarbeiter Interesse an Weiterbildungsmöglichkeiten hat, um diese dann in einem anderen Unternehmen für sich zu nutzen. Vielmehr handelt es sich bei den entsprechenden Angeboten ebenfalls wieder um eine Art von Wertschätzung, die am Ende dazu führen kann, dass ein Arbeitnehmer „seinem“ Unternehmen über einen langen Zeitraum hinweg treu bleibt. Oder anders: Eine klassische Win-win-Situation, für die sich alle Beteiligten interessieren dürften!

    Tipp Nr. 5: Die Homeoffice-Option


    Egal, ob im besonders modernen Umfeld, im Fachwerkhaus oder in der Stadtwohnung: Im Rahmen der Corona Pandemie haben zahlreiche Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Homeoffice-Option schätzen gelernt.

    Was früher von vielen noch als „Gefahr“ angesehen wurde, die dazu in der Lage sein könnte, die Effektivität der Arbeitsweise negativ zu beeinflussen, gilt heute als spannende Chance, die Mitarbeiterzufriedenheit zu unterstützen. Zahlreiche Arbeitnehmer wissen es zu schätzen, wenn ihre Vorgesetzten ihnen das Vertrauen entgegenbringen, im heimischen Umfeld zu arbeiten. Hieraus ergibt sich ein hohes Maß an Flexibilität und das gute Gefühl, vielleicht nicht jeden Tag das klassische Business-Outfit wählen zu müssen.

    Gleichzeitig gilt es, zu berücksichtigen, dass es selbstverständlich nicht in jedem Beruf möglich ist, aus dem Homeoffice heraus zu arbeiten. Gelegentlich bietet es sich jedoch an, lediglich einzelne Tage in der Woche in das private Umfeld zu verlegen, um sich als Arbeitgeber kompromissbereit zu zeigen.

    Tipp Nr. 6: Eine überzeugende Work-Life-Balance


    Auch diejenigen, die in ihrem absoluten Traumberuf arbeiten, dürften bestätigen, dass es hin und wieder eine kleine Auszeit benötigt, um die inneren Batterien aufzuladen. Ein Detail, das in diesem Zusammenhang besonders förderlich sein kann, ist eine überzeugende Work-Life-Balance. Die gute Nachricht ist, dass Arbeitgeber durchaus dazu in der Lage sind, diese zu unterstützen.

    Denn: Hier geht es bei Weitem nicht nur darum, zum Beispiel pünktlich um 17:00 Uhr, den Feierabend einzuläuten. Vielmehr helfen unter anderem das flexible Gleitzeit-Modell, eine vergleichsweise hohe Anzahl an Urlaubstagen und weitere Extras, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, dabei, eine ansprechende Balance aus Arbeit und Freizeit zu schaffen.

    Fazit


    Nicht nur große, internationale Unternehmen haben oft Interesse an kompetenten Fachkräften. Kleine Firmen können ebenfalls von Arbeitnehmern profitieren, die sich auf einen bestimmten Bereich fokussiert haben.

    Um solche Experten von sich zu überzeugen, benötigt man in der Regel gute Argumente. Eine hohe Arbeitgeberattraktivität kann in diesem Zusammenhang zum ausschlaggebenden Faktor werden. Daher ist es für jedes Unternehmen sinnvoll, sich in regelmäßigen Abständen selbst mit der Frage „Warum sollte sich ein Bewerber genau für mich entscheiden?“ auseinanderzusetzen.

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