Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Arbeitskreis Dorferneuerung will erneut über Messplatz beraten
Fr., 29. Januar 2016, 13:02 Uhr
Arbeitskreis Dorferneuerung will erneut über Messplatz beraten
Arbeitskreis Dorferneuerung will erneut über Messplatz beraten
Das Alte Rathaus präsentiert sich in neuem Glanz. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Seit der letzten Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung im Mai letzten Jahres hat sich einiges getan. Eindrucksvoll präsentiert sich das innen und außen komplett renovierte Alte Rathaus mit neu gestalteter Außenanlage, die mit Sitzplätzen und neu gepflanzten Bäumen ausgestattet wurde. Andere Pläne mussten aufgegeben werden oder sind noch nicht spruchreif und zum Thema Bebauung des Messplatzes gibt es neuen Beratungsbedarf. Mit vier Themen auf der Tagesordnung waren die fünfzehn Sitzungsteilnehmer voll ausgelastet. Wie Arbeitskreis-Moderator Stefan Lösch erfreut feststellte, waren einige neue Teilnehmer in der Runde. Arbeitskreis-Moderator Stefan Lösch informierte den Arbeitskreis in Sachstandsberichten über die aktuelle Lage, Gespräche und Entscheidungen. Die Sanierung des Alten Rathauses sei weitgehend abgeschlossen, nächste Woche werde die Elektroverteilung im externen Abstellraum erledigt. Kleine Mängel in der Außenanlage müssen noch beseitigt werden, die letzte Rate werde deshalb noch nicht bezahlt. Allgemein werde das sanierte Alte Rathaus von den Bobstädtern begeistert gelobt. Zunächst und zeitnah wird im kleinen Kreis am 19. Februar um 15 Uhr die Einweihung gefeiert. Die große Einweihungsfeier wird am Pfingstsonntag, 15. Mai stattfinden. Im Vortragsraum im Erdgeschoss fehlt noch ein Beamer, der angeschafft werden soll, während die Verdunklungsjalousie bereits geplant ist. Eine Projektionswand muss neu angeschafft werden, sollte die abmontierte, gebrauchte aus dem Sitzungszimmer im Rathaus nicht verfügbar sein. Alle Räume werden als Sonnenschutz mit Vertikallamellenvorhängen ausgestattet, wie Architekt Werner Ofenloch ankündigte. Die Idee für ein „kleines Café“ im Erdgeschoss steht im Raum, dafür müssen sich jedoch Bobstädter begeistern, die den Betrieb an vielleicht zwei Tagen in der Woche verantwortlich und langfristig organisieren können. Wie sich herausgestellt habe, kann das Katholische Pfarrzentrum nicht über das Dorferneuerungsprogramm barrierefrei umgestaltet werden. Das Land Hessen habe die Förderkriterien geändert, berichtete Lösch, das Gebäude gelte nun als nicht ortstypisch und sei nicht alt genug, um förderfähig zu sein. Die Kirche werde die Umbauten nun in Eigenregie durchführen und erhalte einen Zuschuss der Stadt Bürstadt. Rudi Pumm vom Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde erklärte, dass vom Bistum und der Stadt je 10.000 Euro zugesagt worden seien. Somit habe die Pfarrgemeinde 30.000 Euro zu tragen. Zum Anbau der Turnhalle und zur Foyer-Sanierung teilte Arbeitskreis-Moderator Lösch mit, dass die WI-Bank 200.000 Euro als förderfähige Maßnahme zur Verfügung stellen wird. Wie beim Kleinspielfeld gegenüber der Feuerwehr sei jetzt nur noch das Fördergebiet zu erweitern.
Der Arbeitskreis Dorferneuerung tagte mit etwa fünfzehn Teilnehmern im Alten Rathaus. Foto: Hannelore Nowacki
Der Kreis Bergstraße, als Schulträger zuständig für die Turnhalle, sei für die Pläne offen, da die Turnhalle eine Generalsanierung brauche. Auch für die Sanierung von Foyer und WC-Anlage hätte die Stadt Bürstadt in jedem Fall Geld in die Hand nehmen müssen. Ziel des Arbeitskreises ist die Schaffung eines Veranstaltungsraums für größere Feierlichkeiten und Gruppen, für die in Bobstadt sonst keine geeigneten Räume zur Verfügung stehen. Die Anträge müssen spätestens im September gestellt werden. Der Magistrat habe bereits einen Grundsatzbeschluss und eine vertragliche Vereinbarung beschlossen. „Alle wollen das gleiche, das stimmt optimistisch“, meinte Lösch. Der Kreis werde die gesamte Planung übernehmen, die Stadt müsse noch eine Bebauungsplanänderung durchführen. Bis die Sanierung fertiggestellt ist und das neu gestaltete Foyer genutzt werden kann, dauere es schätzungsweise ungefähr drei Jahre. Über die Bebauung des Messplatzes wird der Arbeitskreis erneut beraten, sobald dem Arbeitskreis die Unterlagen vorliegen, die der Ortsbeirat zu seiner Sitzung erhalten hatte. Arbeitskreissprecher Volker Utz hatte in diesem Zusammenhang von Irritationen bei einigen Bürgern gesprochen und sich im Namen des Arbeitskreises dazu geäußert, ein Vorgehen, das Ortsvorsteher Hans-Georg Gött und andere Arbeitskreismitglieder kritisierten. Nachdem der einzige Interessent als Investor abgesprungen war, stellt sich nun die Frage des weiteren Vorgehens. Darauf hatte sich der Arbeitskreis am Mittwochabend geeinigt. Den nächsten Sitzungstermin gibt Moderator Lösch bekannt, sobald sich eine neue Sachlage ergibt. Hannelore Nowacki