
SÜDHESSEN – „Der Arbeitsmarkt in Südhessen kommt weiterhin nicht in Schwung und zur konjunkturellen Schwäche, kommen im Ferienmonat Juli noch saisonale Faktoren hinzu. Insgesamt ist die Situation so, dass Betriebe sehr genau planen und ihre Einstellungsbereitschaft an den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientieren“, so Alexander Baumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt. Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt (Stadt Darmstadt, Landkreis Bergstraße, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Landkreis Odenwaldkreis) im Juli 2026 gestiegen. 25.440 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 868 Personen mehr (3,5 Prozent) als im Juni und 886 Personen bzw. 3,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,5 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,3 Prozent.
Geschäftsstellenbezirk Lampertheim
Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 34 auf 2.786 Personen gestiegen. Das waren praktisch genau so viele wie vor einem Jahr (–11). Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 5,1%; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat. Dabei meldeten sich 620 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 35 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 584 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+51). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4.195 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 32 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4.007 Abmeldungen von Arbeitslosen (+117). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 27 Stellen auf 639 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 35 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 129 neue Arbeitsstellen, 6 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 771 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 30.
Rechtskreis SGB III
Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Juni auf Juli um 37 auf 1.141 Personen gestiegen. Das waren 30 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 2,1%; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,0%. Dabei meldeten sich 340 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 20 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 305 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+28). Seit Beginn des Jahres gab es 2.275 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 21 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 2.157 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+63).
Rechtskreis SGB II
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von Juni auf Juli geringfügig um 3 auf 1.645 Personen verringert. Das waren 41 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 3,0%; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,1%. Dabei meldeten sich 280 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 55 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 279 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 23 mehr als vor einem Jahr. Seit Beginn des Jahres gab es 1.920 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 53 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 1.850 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+54).
Landkreis Bergstraße
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bergstraße im Juli 2026 gestiegen. 7.207 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 164 Personen mehr (2,3 Prozent) als im Juni und 35 Personen bzw. 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,7 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 4,7 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 327 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (35 mehr als im Vormonat, aber 1 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 1.820 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 300 (entspricht -4 Prozent) auf insgesamt 6.557. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 9.352 erwerbsfähige Grundsicherungsgeldberechtigte betreut, das waren 424 Personen weniger als vor einem Jahr. red
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