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  • Do., 09. Juni 2022, 12:10 Uhr
    AUSZEICHNUNG: Weltmeister und Olympiasieger Max Lemke jüngster Ehrenbürger der Stadt Lampertheim

    Auf dem Altrhein am schönen Biedensand mit dem Paddeln begonnen

    Der neue Lampertheimer Ehrenbürger Max Lemke erhielt als Ehrengabe ein Bild, das der Magistrat in Auftrag gegeben hatte und eine Szenerie bei der Olympiade von Tokio mit dem Viererkajak darstellt. Im Bild (von links): Erster Stadtrat Marius Schmidt, Max Lemke, Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb und Bürgermeister Gottfried Störmer. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Im Kanurennsport hat der 25-jährige Lampertheimer Max Lemke außerordentliche Leistungen erbracht. Der mehrfache Weltmeister in verschiedenen Kajakbootsklassen und Olympiasieger in Tokio 2021 im Vierer-Kanu ist seit Dienstagabend auch Ehrenbürger der Stadt Lampertheim. Im Rahmen eines Festaktes im Sitzungssaal des Stadthauses wurden ihm die Ehrenbürgerrechte verliehen. Die Urkunde überreichte Bürgermeister Gottfried Störmer nach der Verlesung mit festem Händedruck. Der Magistrat und der Haupt- und Finanzausschuss sowie die Stadtverordnetenversammlung hatten im Herbst vergangenen Jahres die Ehrenbürgerschaft beschlossen. Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb, der die Festgesellschaft begrüßte, betonte, dass dies die höchste Auszeichnung der Stadt Lampertheim sei. Nach Satzungsvorgabe sei die Ehrung in feierlicher Form vorzunehmen. Max Lemke sprach er als ausgezeichneten Sportler an, der für Lampertheim ein Aushängeschild sei. Am Tisch des neuen Ehrenbürgers hatte auch Nicole Reinhardt Platz genommen, die Goldmedaillengewinnerin im Kajak-Vierer bei den Olympischen Spielen von Peking ist seit 2008 Ehrenbürgerin. Lemkes Familie, die Fraktionen, der Magistrat und der Erste Stadtrat Marius Schmidt nahmen an der Feier teil, ebenso die beiden Lampertheimer Wassersportvereine WSV und Kanu-Club mit ihren Vorständen und weitere Ehrengäste. Außergewöhnliches oder Besonderes müsse ein Ehrenbürger für Lampertheim geleistet haben, um diese Auszeichnung zu erhalten, darauf wies auch Bürgermeister Störmer in seiner Rede hin. Schon 2015 sei Lemke die Sportplakette verliehen worden, auch ins Goldene Buch habe er sich damals eingetragen. Störmer nannte eine ganze Reihe von sportlichen Erfolgen Lemkes, die eine lange Liste füllen. Im Alter von 11 Jahren habe Lemke das Paddeln für sich entdeckt und fuhr für den Kanu-Club Lampertheim die ersten Regatten. 2010 wechselte er zum WSV Mannheim-Sandhofen und 2011 nahm er während eines halbjährigen Aufenthalts in Adelaide an den australischen Meisterschaften in Sidney teil. Nach Erlangung der Hochschulreife ging Lemke zur Bundeswehr, aktuell sei er mit dem Dienstgrad Stabsunteroffizier bei der Spitzenfördergruppe der Bundeswehr in Bruchsal. Derzeit fährt Lemke für den Kanuclub Potsdam. Dabei habe es auch leidige Rückschläge für ihn gegeben. Auf die menschliche Haltung komme es an, dazu gehöre auch als vorbildlicher Sportler ein guter Verlierer zu sein, sagte Störmer. Erster Stadtrat Marius Schmidt hatte sich Gedanken zur Ehrengabe gemacht. Was würde dem neuen Ehrenbürger gefallen, was würde passen? Ein Bild wurde bei der Künstlerin Anouk Bourrat-Moll in Auftrag gegeben – das Motiv die Olympiade in Tokio mit dem rasanten Vierer-Kajak im Vordergrund. Eine große Leidenschaft für das Fliegen habe der Olympiasieger, das hatte Schmidt von der Mutter erfahren. Mit einem Gutschein für einen Flugsimulator konnte Max Lemke eine große Freude gemacht werden. In Vertretung des Landrats gratulierte der Kreisbeigeordnete Heinz Klee dem neuen Ehrenbürger und hob seine Vorbildfunktion für junge Leute hervor, die von ihm lernen könnten, mit Anstrengung ans Ziel zu kommen. In seiner Dankesrede gab Lemke seiner Freude Ausdruck, dass so viele Leute zur Feier gekommen seien und sparte nicht mit Lob für den Lampertheimer Altrhein, er finde, dass es hier am Biedensand zu paddeln am schönsten sei. Diese Sichtweise freute wiederum Bürgermeister Störmer. Dem offiziellen Teil folgte das gemütliche Beisammensein mit Umtrunk und Canapés. Musikalisch glanzvoll umrahmt war die Feier von Sängerin Lisa Bund, Matthias Karb am Keyboard und Schlagzeuger Dominik Götz. Schon der erste Song „Ein Hoch auf uns“ stimmte die Festgesellschaft auf einen schönen und heiteren Abend ein. Hannelore Nowacki

     

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