Studienfahrt des Evangelischen Dekanats Ried / Nachtreffen am 25. Juni
Auf den Spuren Martin Luthers und der Montagsdemonstrationen
Die Lutherreisenden des Dekanat Ried besuchten Leipzig. Foto: Heike Kissel
RIED - Bekannte und „neue“ Lutherreisende begrüßten Heike Kissel und Pfarrer Roland Schein am frühen Morgen im Reisebus nach Leipzig. Das diesjährige Programm der Lutherfahrt orientierte sich am Thema der Reformationsdekade „Reformation und Politik“.
Gotha lag auf der Reiseroute. So war der erste Stopp Schloss Friedenstein, die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands mit dem Ekhof-Theater.
In Leipzig führte Altbürgermeister Hieronymus Lotter die Gruppe: „Ich zeige Euch die Stadt auf Umbögen, wie man in Leipzig sagt!“ Nach einem exklusiven Besuch im Lutherzimmer des Auerbachs Keller ging es wieder hinauf zur weltberühmten Thomaskirche, Barthels Hof, dem Marktplatz und der alten Pleißenburg. Hier fand 1519 die Leipziger Disputation zwischen Martin Luther und Johann Tetzel über den Ablasshandel statt.
Nachmittags erläuterte Roland Schein, ehemaliger Pfarrer der Reformierten Gemeinde Leipzig, die Geschehnisse der „Friedlichen Revolution 1989“ an den Originalschauplätzen. Ein „Revolutionsweg“ führt als Wegweiser durch die Altstadt. „Durch die 1.-Mai-Paraden waren die Leipziger geschult, welche Wege sie bei den Montagsdemonstrationen gehen sollten“, erklärte er, “wir konnten direkt vom Pfarrhaus die ständig ansteigenden Menschenmengen beobachten“.
Samstags standen eine Stadtrundfahrt und eine Führung durch das Museum „Runde Ecke“, der ehemaligen Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit, auf dem Programm. Ein Besuch der Thomaskirche mit Motette des Thomanerchors bildete einen musikalischen Höhepunkt.
Am Palmsonntag erlebte die Gruppe einen besonderen Familiengottesdienst mit Esel „Willi“ in der und um die Nikolaikirche. Ein Nachtreffen findet am Mittwoch, 25. Juni, um 19.30 Uhr statt. Für April 2015 ist eine Studienfahrt nach Halle und Umgebung geplant. zg